aktuelle Warnungen

hochdosiertes MDMA verunreinigt mit Kokain, 20.02.2024 (Berlin)

hochdosiertes MDMA verunreinigt mit  Kokain, 20.02.2024 (Berlin)

Hochdosiertes MDMA verunreinigt mit Kokain

 

Warnhinweis:

hochdosiertes und verunreinigte Ecstasy

  

Wirkstoffe und Menge:

MDMA-Hydrochlorid 142,4 mg
Kokain-Hydrochlorid 1,2 mg

 

 Wir raten vor dem Konsum dieser Ecstasy-Tablette ab.

  

Prozentualer MDMA-Gehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 41,8  %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

20. Februar 2024 in Berlin

  

äußere Merkmale der Tablette:

Gewicht: 340,3 mg

Farbe: grün

Logo: nicht erkennbar  

Risikoeinschätzung zu Kokain:

Aufgrund der geringen Mengen an Kokain erhöhen diese beiden Substanzen das Gesundheitsrisiko beim Konsum der untersuchten Ecstasy-Tablette nicht.

Die Verunreinigungen deuten auf eine unsachgemäße Verpackung der Tablette hin.

  

Risikoeinschätzung zu MDMA:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

  

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Informationen zu MDMA finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/mdma-ecstasy

  

Safer Use:

  1. Lasse deine Substanzen analysieren, nutze drugchecking!
  2. Falls du keine Möglichkeit hast, drugchecking in Anspruch zu nehmen, teste zuerst maximal einen Drittel einer Ecstasy-Tablette an. Es sind nämlich sehr viele hochdosierte und auch verunreinigte Ecstasy-Tabletten im Umlauf.
  3. Warte nach der Einnahme mindestens zwei Stunden ab, bevor du eine weitere Substanz konsumierst. Es sind immer wieder als Ecstasy angebotenen Tabletten mit unerwarteten Wirkstoffen im Umlauf, die einen späteren Wirkungseintritt haben können. Insbesondere auch ein zu frühes Nachlegen kann zu einer lebensbedrohlichen Überdosierung (Vergiftung) führen.
  4. Beim Verpacken der Substanzen ist auf Sauberkeit zu achten (Handschuhe, Hände waschen) und nur ungebrauchtes Verpackungsmaterial zu verwenden.

Kokain, verunreinigt mit Tetramisol, 20.02.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Tetramisol, 20.02.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Tetramisol

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
        

Wirkstoffe und Menge:

Kokain-Hydrochlorid 59,1 %
Tetramisol-Hydrochlorid 24,9 %

   

Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !

  
Abgabe der Probe:

20. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

zu Tetramisol:

Tetramisol ist einer der am häufigsten verwendete Verschnittstoffe in Kokain-Proben. Es existiert in den zwei Formen, die sich wie Bild und Spiegelbild (rechte und linke Hand) zueinander verhalten: Levamisol und Dexamisol. Im Tetramisol liegen diese beiden Formen als 1:1 Gemisch (Racemat) vor. In Deutschland wird Levamisol als Mittel gegen Wurmbefall in der Tiermedizin eingesetzt und soll wegen der gefährlichen Nebenwirkungen zu diesem Zweck nicht am Menschen angewendet werden. Es wirkt schon in geringen Dosen stimulierend auf das Immunsystem des Menschen.

Studien zeigen, dass illegal erworbene Kokainproben Levamisol, mit Levamisol angereicherte Mischungen und racemisches Tetramisol als Verschnittstoff enthalten. In 151 Kokainproben die zwischen 2018 und 2021 in Rheinland-Pfalz polizeilich sichergestellt wurden, wurden 51 positiv auf Tetramisol-Substanzen getestet. Dabei handelte es sich bei 48 Proben (94%) um racemisches Tetramisol (Losacker und andere, Toxichem Krimtech 2023). Beim drugchecking in Berlin war die vorliegende Kokain-Probe die zweite, die im Zeitraum vom 3. April bis 13. Juni 2023 positiv auf eine Tetramisol-Verunreinigung getestet wurde. Bei der Untersuchung der Probe wurde nicht zwischen Levamisol und Dexamisol unterschieden, die bestimmte Gesamtmenge geben wir als Tetramisol-Hydrochlorid an.

Tetramisol kann eine Verminderung bestimmter Abwehrzellen im Blut (Neutopenie), die Entzündung und Zerstörung von Blutgefäßwänden (nekrotisierende Vaskulitis) durch Verschluss kleiner Blutgefäße und einen (nahezu) vollständigem Mangel an Granulozyten (Gruppe von weißen Blutkörperchen), also eine potentiell lebensgefährliche Agranulozytose verursachen, was nach regelmäßigem Konsum von mit Tetramisol gestrecktem Kokain beobachtet werden kann. Die nekrotisierend-gefäßschädigenden Eigenschaften des Tetramisols werden bei starkem Kokainkonsum mit dem Absterben ganzer Hautareale in Verbindung gebracht.

Das häufige Vorkommen von Tetramisol/Levamisol in Kokain-Proben hat zu Spekulationen über die Gründe der Beimengung geführt. Vorläufige Untersuchungen ergaben, dass Levamisol im Körper zu Aminorex umgewandelt wird, dass sowohl Kokain-artige wie auch Amphetamin-artige Wirkungen auslöst und so die Wirkung von Kokain verstärkt und verlängern könnte. In einer aktuellen Studie konnte die Entstehung von Aminorex im Körper nach Tetramisol-Konsum allerdings nicht nachgewiesen werden (Hundertmark und andere, Toxichem Krimtech 2023).
   
 
Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

1T-LSD, erworben als D-LSD, 20.02.2024 (Berlin)

1T-LSD, erworben als D-LSD, 20.02.2024 (Berlin)

1T-LSD, erworben als D-LSD

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration

Analyse-Ergebnis:

1T-LSD: ohne Mengenbestimmung

LSD-tartrat: 0,6 µm (Mikrogramm)
   

Es wurde kein 1D-LSD nachgewiesen.

Über Risiken, Nebenwirkungen, Toxizität und Langzeitfolgen von 1T-LSD liegen keine Informationen vor. Daher wird vom Konsum abgeraten!

 

Abgabe der Probe:

20.Februar 2024 in Berlin

 

äußere Merkmale der Tablette:

Breite x Höhe: 3,0 x 1,6 mm

Gewicht: 15,3 mg

Farbe: grün (grün-blau)

 

Risikoeinschätzung

1T-LSD (1-(Thiophen-2-carbonyl)-LSD) ist ein LSD-Derivat (= Analogon, Abkömmling). Bei 1T-LSD wurde an das Stickstoffatom Nr. 1 im Indolring des LSD ein Thiophen-2-carbonsäure-Teilchen (Molekül) angehängt. Damit handelt es sich, wie eine ganze Reihe von LSD-Derivaten, um eine 1-acylierte LSD-Verbindung. Diese haben vergleichbare Wirkungen und Nebenwirkungen wie LSD.

Informationen zu LSD finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/lsd

LSD-Derivate (Abkömmlinge) wie 1T-LSD wurden u. a. für den Freizeitbereich entwickelt und vertrieben, um die bestehenden Drogengesetze wie das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und das Neue psychoaktive Stoffe Gesetz (NpSG) zu umgehen.

Wirkungen und Risiken von 1T-LSD

Zu 1T-LSD gibt es keine veröffentlichten Studien, die sich mit der Erfassung von Wirkungen, Nebenwirkungen und Konsumrisiken befassen.

Es wird vermutet, dass sich 1T-LSD im Körper in LSD umwandelt (so genannte Prodrugs) und dabei eine mit LSD vergleichbare psychoaktive Wirkung entfaltet.

Die Potenz (= Dosis zur Erzielung einer bestimmten Wirkung) von 1T-LSD im Vergleich zu LSD und die Verzögerung des Wirkungseintritts sind nicht bekannt. 

LSD-Derivate, die am Stickstoffatom des Indolrings zusätzliche Molekülgruppen (Substituenten) enthalten, wirken in der Regel nur schwach aktivierend auf den 5-HT2A-Rezeptor. Der 5-HT2A-Rezeptor ist der primäre Angriffspunkt psychedelischer Substanzen im Gehirn. An diesen Rezeptor bindet normalerweise der körpereigene Botenstoff Serotonin (= 5-Hydroxytryptamin = 5-HT), ohne psychedelische Wirkungen auszulösen.

Damit 1T-LSD an den 5-HT2A-Rezeptor binden kann, muss wahrscheinlich der Thiophen-2-carbonsäure-Rest abgespalten werden. 1T-LSD ist wahrscheinlich eine Vorstufe (Prodrug) von LSD.  1T-LSD wird im menschlichen Körper wahrscheinlich zu LSD abgebaut. Dies muss jedoch noch durch Studien bestätigt werden, wie dies z. B. für 1P-LSD bereits geschehen ist.

Wenn LSD-Derivate als Prodrugs fungieren, kann es je nach Art der Enzyme (biochemische Werkzeuge), die den Abbau zu LSD bewirken, und deren Konzentrationen in den verschiedenen Geweben zu erheblichen Unterschieden in der Potenz der LSD-Derivaten kommen.

Darüber hinaus sind Untersuchungen zur Pharmakologie und Toxikologie von 1T-LSD einschließlich klinischer (experimenteller) Studien am Menschen erforderlich, um wissenschaftlich fundierte Aussagen über Wirkungen und Nebenwirkungen von 1T-LSD treffen zu können.

Safer Use

  1. Bei LSD auf Blottern oder in Tabletten kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Lass sie deshalb nach Möglichkeit vor dem Konsum testen!
  2. Wenn dir Drugchecking nicht zur Verfügung steht, dosiere niedrig und warte mindestens 3 Stunden auf die Wirkung, bevor du nachlegst. Es können Blotter und Tabletten im Umlauf sein, die als LSD verkauft werden und Wirkstoffe mit späterem Wirkungseintritt enthalten.
  3. Konsumiere LSD und seine Derivate nur, wenn du dich psychisch und physisch gut fühlst (set) und dich in einer Umgebung (setting) befindest, in der du dich wohl fühlst.

3-CMC, erworben als 3-MMC, 20.02.2024 (Berlin)

3-CMC,  erworben als 3-MMC, 20.02.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), erworben als 3-MMC

   
Warnhinweis:

Falschdeklaration 
   

Wirkstoffe und Menge:

3-CMC-Hydrochlorid:  95,9 %

   
Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !
   

Abgabe der Probe:

20. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
  
   

zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.
    

Wirkmechanismus:

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.
   

Wirkungen:

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.
    

Risiken und Nebenwirkungen:

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

Dosierung:

nasal:
  
leicht: 20 − 40 mg
mittel: 40 − 80 mg
stark: 80 − 100 mg

oral:
  
leicht: 30 − 60 mg
mittel: 60 − 100mg
stark: 100 − 180 mg    

Über intravenösen, rektalen und inhalativen Konsum ist wenig bekannt. Diese Konsumformen sollten vermieden werden. Wenn diese Konsumformen dennoch ausprobiert werden, sollte die Dosis so niedrig wie möglich gehalten werden.
   

Wirkungseintritt:
    
nasal: nach 10 - 30 Minuten
oral:   nach 30 - 60 Minuten
  

Wirkdauer:
  
nasal: 1 - 2 Stunden
oral:   2 - 4 Stunden
   
Quelle: Safer Party (Schweiz)
    
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

2-MMC und 3-MMC, erworben als 4-MMC (Mephedron), 20.02.2024 (Berlin)

2-MMC und 3-MMC, erworben als 4-MMC (Mephedron), 20.02.2024 (Berlin)

2-MMC und 3-MMC erworben als 4-MMC (Mephedron)

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe:

2-MMC-Hydrochlorid ohne Mengenbestimmung
3-MMC-Hydrochlorid ohne Mengenbestimmung

 

In der Probe wurden zudem dunkle Krümel erfasst, die nicht näher bestimmt werden konnten.


Es wurde kein 4-MMC (Mephedron) nachgewiesen.

Wir raten vom Konsum ab!
  

Abgabe der Probe:

20.Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle


Risikoeinschätzung:

Die gesundheitlichen Risiken des Mischkonsums von 2-MMC und 3-MMC sind nicht absehbar.

zu 2-MMC:

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein synthetisches Cathinon und wird den so genannten NPS (Neue Psychoaktive Substanzen) zugeordnet. Die chemische Struktur ist der von 3-MMC und 4-MMC (Mephedron) sehr ähnlich. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wirkung, Wirkungsmechanismus, Dosierung, akuten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen des Konsums von 2-MMC liegen nicht vor. Veröffentlicht ist lediglich eine Studie zum geschlechtsspezifischen biochemischen Abbau von 2-MMC im Vergleich zu 3-MMC und 4-MMC an menschlichen und tierischen Lebermikrosomen (Membranschnipsel).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10444680/
   

zu 3-MMC:

3-MMC (3-Methylmethcathinon = Metaphedron) ist ein synthetisches Cathinon. Es ist in seiner chemischen Struktur dem Mephedron (4-MMC) sehr ähnlich. 3-MMC wird zu den sogenannten neuen psychoaktiven Substanzen gezählt. Risiken und Nebenwirkungen, insbesondere die Langzeitfolgen des Konsums, sind kaum erforscht.

Wirkungen:

  1. Glücksgefühle bis hin zur Euphorie,
  2. gesteigertes Einfühlungsvermögen,
  3. Intensivierung der Sinneswahrnehmungen, auch von Musik und sexuellen Reizen,
  4. Mobilisierung von Energiereserven und erhöhter Bewegungsdrang,
  5. sexuelle Stimulation.
       

Nebenwirkungen und Konsumrisiken:

  1. Übererregung (Agitation)
  2. Herzrasen,
  3. erhöhter Blutdruck,
  4. erhöhte Körpertemperatur (Hyperthermie) mit der Gefahr von Dehydrierung (Austrocknung),
  5. Craving (starkes Verlangen nach der Substanz) verbunden mit einem Abhängigkeitsrisiko,
  6. Angstzustände und psychotisches Erleben (insbesondere bei hoher Dosierung).

Nachwirkungen:

  1. sexuelle Funktionsstörungen,
  2. depressive Verstimmungen,
  3. Antriebslosigkeit.

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain, 20.02.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain, 20.02.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge

Kokain-Hydrochlorid    81,6 %
Norkokain-Hydrochlorid              2,2 %
Procain-Hydrochlorid     5,1 %

    
Vom intravenösen Konsum wird dringend abgeraten !

    

Abgabe der Probe

20. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform

weißes Pulver
  

zu Procain:

Procain ist ein synthetisches Lokalanästhetikum, es wirkt örtlich betäubend. Lokalanästhetika machen die Schleimhäute im Mund taub und imitiert so die betäubende Wirkung von Kokain beim „Zungentest“. Das ist ein Grund, warum synthetische Lokalanästetika Kokain-Pulvern zugesetzt werden.

Insbesondere beim intravenösen Konsum (spritzen) von Kokain können beigemischte Lokalanästhetika lebensgefährliche Vergiftungen verursachen. In den 1990er Jahren gab es in Berlin eine Serie von Todesfällen unter intravenös Kokain-Konsumierenden, für die die dem Kokain beigemischten Lokalanästhetika Lidocain und Tetracain als Todesursache festgestellt wurde.

Am Herzmuskel bewirken Lokalanästhetika eine Minderung der elektrischen Erregbarkeit, der elektrischen Erregungsleitung und der Kontraktionskraft. Im zentralen Nervensystem (Gehirn) kann es zu zunächst einer Übererregung und später zur Lähmung von lebenswichtigen Funktionen durch diese Substanzen kommen.

Procain-Vergiftungen (Überdosierung vor allem nach intravenöser Verabreichung) verlaufen in zwei Phasen:

Phase 1 (Stimulation): Missempfindungen im Mundbereich, Gefühl der tauben Zunge, Unruhe, Delirium, Krämpfe, erhöhte Herzfrequenz und Blutdruck, Rötung der Haut.

Phase 2 (Dämpfung, Depression): Koma, Atemstillstand, Pulse ist nicht tastbar, Blässe, Herzstillstand.

Konsument*innen mit einer beginnenden Lokalanästhetika-Vergiftung fallen zunächst durch Übererregung auf. Sie werden unruhig, klagen über Schwindel, Hör- und Sehstörungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich. Die Sprache ist verwaschen. Schüttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden Krampfanfalls. Wird die für einen Krampanfall nötige Procain-Konzentration im Blut nicht erreicht, kann es zur Schläfrigkeit kommen. Bei fortschreitender Vergiftung kommt es zu einer zunehmenden Funktionsstörung des Hirnstammes mit Atemdepression und Koma bis hin zum Tod. Ein Blutdruckabfall ist häufig das erste Zeichen der giftigen Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Procain kann allergische Reaktionen in Form von Hautreaktionen, Schwellungen, Krämpfe der Bronchialmuskulatur oder eines Atemnotsyndroms auslösen.

Procain vermag das Sauerstoff-Transport-Protein Hämoglobin im Blut zu Methämoglobin zu oxidieren, so dass der Sauerstofftransport im Blut gestört ist und Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können.

Procain wird im Blut schnell durch Enzyme abgebaut. Seine Wirkdauer liegt zwischen einer halben und einer Stunde.
    

zu Norkokain:

Norkokain ist ein Abbauprodukt von Kokain, das nach dem Konsum im Körper entsteht. Es tritt auch als Begleitstoff bei der Herstellung von Kokain auf. Dies ist wahrscheinlich der Grund für sein Vorkommen in der Probe. Norkokain wirkt wie Kokain örtlich betäubend (lokalanästhetisch). Im Tierversuch führt es nicht wie Kokain zu einem gesteigerten Bewegungsdrang. Die Gesamttoxizität von Norkokain ist bei Mäusen etwas höher als die von Kokain. Aufgrund des im Vergleich zu Kokain geringen Gehalts fällt dies bei der Beurteilung des gesundheitlichen Risikos des Konsums der Probe kaum ins Gewicht.
      

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

N-Ethylpentedron, erworben als MDMA 19.02.2024 (Berlin)

N-Ethylpentedron, erworben  als MDMA 19.02.2024 (Berlin)

N-Ethylpentedron, erworben  als MDMA

   
Warnhinweis:

Falschdeklaration


Wirkstoffe:

N-Ethylpentedron (ohne Mengenbestimmung)

es wurde kein MDMA nachgewiesen.

Aufgrund der unzureichenden Studienlage zu N-Ethylpentedron raten wir vom Konsum dieser Substanz ab.
  

Abgabe der Probe:

19. Februar 2024 in Berlin
     

Erscheinungsform der Probe:

farblose Kristalle
   

zu N-Ethylpentedron:

N-Ethylpentedron [NEP] (= α-Ethylaminopentiophenon [α-EPP]) ist eine neue psychoaktive Substanz aus der Gruppe der synthetischen Cathinone („Badesalze“). Es handelt sich um eine wenig erforschte Verbindung mit überwiegend simulierenden Eigenschaften.

N-Ethylpentedron wird gelegentlich im Ramen von Drugchecking sowie bei der Untersuchung von Körperflüssigkeiten von Patient*innen in psychiatrischen Krankenhäusern und Suchtkliniken sowie im Zusammenhang mit Vergiftungsfällen nachgewiesen.

In einer Studie zur Verstoffwechslung von synthetischen Cathinonen nahmen Frauen 20 oder 30 mg N-Ethylpentedrone-Hydrochlorid und Männer 30 oder 40 mg N-Ethylpentedrone-Hydrochlorid nasal ein. Wirkungen und Nebenwirkungen wurden dabei nicht erfasst.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0731708524000347?via%3Dihub

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36028947/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34849994/
    

In einer Zellkulturstudie erwies sich N-Ethylpentedron bei der Hemmung der Wiederaufnahme der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin als deutlich potenter als bei der Hemmung der Wiederaufnahme von Serotonin. Aus diesem Verhältnis lässt sich für N-Ethylpentedron ein höheres Abhängigkeitsrisiko sowie eine stärker stimulierende und eine geringere entaktogene Wirkung (mit Steigerung des Wohlbefindens und der Empathiefähigkeit) als nach dem Konsum von MDMA ableiten.

Als Nebenwirkungen werden unter anderem die Erhöhung der Körpertemperatur (Hyperthermie), des Blutdrucks (Hypertonie) und der Herzfrequenz (Tachykardie) sowie die Auslösung oder Verstärkung von Angstzuständen vorhergesagt.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6500773/

In einem Tierversuch wurde gezeigt, dass N-Ethylpentedron die Bewegungsaktivität von Mäusen steigert.

https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/download/pdf/4590841?originalFilename=true
    

In einem wissenschaftlich publizierten Vergiftungsfall wird von anfänglicher schwerer Erregung einschließlich Verfolgungswahn, Herzrasen (Tachykardie), Pupillenerweiterung (Mydriasis), Fieber (Hyperthermie), Nierenversagen, Muskelabbau (Rhabdomyolyse), Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose) und schließlich Koma nach dem Konsum von N-Ethylpentedron berichtet. Nach dreitägiger intensivmedizinischer Behandlung bildeten sich die Symptome vollständig zurück. Es wurde eine hohe Blutkonzentration von N-Ethylpentedron nachgewiesen, die auch in den folgenden 17 Stunden nicht abnahm, was auf eine mögliche lange Halbwertszeit dieser Verbindung im menschlichen Körper und damit auf eine mögliche lange Wirkdauer  hinweist.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36453752/
   

Safer Use:

  1. Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle möglichst vor dem Konsum testen lassen!
  2. Wenn dies nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren möchtest, taste dich mit kleinen Mengen vorsichtig an die gewünschte Dosis heran.
  3. Es gibt relativ wenig gesichertes Wissen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen. Mit dem Konsum gehst du unbekannte Risiken ein.

Kokain, verunreinigt mit Tetramisol und zwei unbekannten Substanzen 19.02.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Tetramisol und zwei unbekannten Substanzen 19.02.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Tetramisol

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
        

Wirkstoffe und Menge:

Kokain-Hydrochlorid 74,6 %
Tetramisol-Hydrochlorid 5,6 %
zwei unbekannte Substanzen:      
ohne Mengenbestimmung

 

Wegen der zwei unbekannten Substanzen raten wir vom Konsum ab !

  

  
Abgabe der Probe:

19. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

zu Tetramisol:

Tetramisol ist einer der am häufigsten verwendete Verschnittstoffe in Kokain-Proben. Es existiert in den zwei Formen, die sich wie Bild und Spiegelbild (rechte und linke Hand) zueinander verhalten: Levamisol und Dexamisol. Im Tetramisol liegen diese beiden Formen als 1:1 Gemisch (Racemat) vor. In Deutschland wird Levamisol als Mittel gegen Wurmbefall in der Tiermedizin eingesetzt und soll wegen der gefährlichen Nebenwirkungen zu diesem Zweck nicht am Menschen angewendet werden. Es wirkt schon in geringen Dosen stimulierend auf das Immunsystem des Menschen.

Studien zeigen, dass illegal erworbene Kokainproben Levamisol, mit Levamisol angereicherte Mischungen und racemisches Tetramisol als Verschnittstoff enthalten. In 151 Kokainproben die zwischen 2018 und 2021 in Rheinland-Pfalz polizeilich sichergestellt wurden, wurden 51 positiv auf Tetramisol-Substanzen getestet. Dabei handelte es sich bei 48 Proben (94%) um racemisches Tetramisol (Losacker und andere, Toxichem Krimtech 2023). Beim drugchecking in Berlin war die vorliegende Kokain-Probe die zweite, die im Zeitraum vom 3. April bis 13. Juni 2023 positiv auf eine Tetramisol-Verunreinigung getestet wurde. Bei der Untersuchung der Probe wurde nicht zwischen Levamisol und Dexamisol unterschieden, die bestimmte Gesamtmenge geben wir als Tetramisol-Hydrochlorid an.

Tetramisol kann eine Verminderung bestimmter Abwehrzellen im Blut (Neutopenie), die Entzündung und Zerstörung von Blutgefäßwänden (nekrotisierende Vaskulitis) durch Verschluss kleiner Blutgefäße und einen (nahezu) vollständigem Mangel an Granulozyten (Gruppe von weißen Blutkörperchen), also eine potentiell lebensgefährliche Agranulozytose verursachen, was nach regelmäßigem Konsum von mit Tetramisol gestrecktem Kokain beobachtet werden kann. Die nekrotisierend-gefäßschädigenden Eigenschaften des Tetramisols werden bei starkem Kokainkonsum mit dem Absterben ganzer Hautareale in Verbindung gebracht.

Das häufige Vorkommen von Tetramisol/Levamisol in Kokain-Proben hat zu Spekulationen über die Gründe der Beimengung geführt. Vorläufige Untersuchungen ergaben, dass Levamisol im Körper zu Aminorex umgewandelt wird, dass sowohl Kokain-artige wie auch Amphetamin-artige Wirkungen auslöst und so die Wirkung von Kokain verstärkt und verlängern könnte. In einer aktuellen Studie konnte die Entstehung von Aminorex im Körper nach Tetramisol-Konsum allerdings nicht nachgewiesen werden (Hundertmark und andere, Toxichem Krimtech 2023).
   
 
Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 19.02.2024 (Berlin)

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 19.02.2024 (Berlin)

2-MMC, erworben als 3-MMC

    
Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe:

2-MMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

Aufgrund fehlender Informationen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken des Konsums von 2-MMC raten wir vom Konsum dieser Substanz ab.
   

Abgabe der Probe:

19. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

zu 2-MMC:

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein synthetisches Cathinon und wird den so genannten NPS (Neue Psychoaktive Substanzen) zugeordnet. Die chemische Struktur ist der von 3-MMC und 4-MMC (Mephedron) sehr ähnlich. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wirkung, Wirkungsmechanismus, Dosierung, akuten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen des Konsums von 2-MMC liegen nicht vor. Veröffentlicht ist lediglich eine Studie zum geschlechtsspezifischen biochemischen Abbau von 2-MMC im Vergleich zu 3-MMC und 4-MMC an menschlichen und tierischen Lebermikrosomen (Membranschnipsel).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10444680/
 

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain, 19.02.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain, 19.02.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge

Kokain-Hydrochlorid    76,8 %
Norkokain-Hydrochlorid              2,0 %
Procain-Hydrochlorid     5,8%

    
Vom intravenösen Konsum wird dringend abgeraten !

    

Abgabe der Probe

19. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform

weißes Pulver
  

zu Procain:

Procain ist ein synthetisches Lokalanästhetikum, es wirkt örtlich betäubend. Lokalanästhetika machen die Schleimhäute im Mund taub und imitiert so die betäubende Wirkung von Kokain beim „Zungentest“. Das ist ein Grund, warum synthetische Lokalanästetika Kokain-Pulvern zugesetzt werden.

Insbesondere beim intravenösen Konsum (spritzen) von Kokain können beigemischte Lokalanästhetika lebensgefährliche Vergiftungen verursachen. In den 1990er Jahren gab es in Berlin eine Serie von Todesfällen unter intravenös Kokain-Konsumierenden, für die die dem Kokain beigemischten Lokalanästhetika Lidocain und Tetracain als Todesursache festgestellt wurde.

Am Herzmuskel bewirken Lokalanästhetika eine Minderung der elektrischen Erregbarkeit, der elektrischen Erregungsleitung und der Kontraktionskraft. Im zentralen Nervensystem (Gehirn) kann es zu zunächst einer Übererregung und später zur Lähmung von lebenswichtigen Funktionen durch diese Substanzen kommen.

Procain-Vergiftungen (Überdosierung vor allem nach intravenöser Verabreichung) verlaufen in zwei Phasen:

Phase 1 (Stimulation): Missempfindungen im Mundbereich, Gefühl der tauben Zunge, Unruhe, Delirium, Krämpfe, erhöhte Herzfrequenz und Blutdruck, Rötung der Haut.

Phase 2 (Dämpfung, Depression): Koma, Atemstillstand, Pulse ist nicht tastbar, Blässe, Herzstillstand.

Konsument*innen mit einer beginnenden Lokalanästhetika-Vergiftung fallen zunächst durch Übererregung auf. Sie werden unruhig, klagen über Schwindel, Hör- und Sehstörungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich. Die Sprache ist verwaschen. Schüttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden Krampfanfalls. Wird die für einen Krampanfall nötige Procain-Konzentration im Blut nicht erreicht, kann es zur Schläfrigkeit kommen. Bei fortschreitender Vergiftung kommt es zu einer zunehmenden Funktionsstörung des Hirnstammes mit Atemdepression und Koma bis hin zum Tod. Ein Blutdruckabfall ist häufig das erste Zeichen der giftigen Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Procain kann allergische Reaktionen in Form von Hautreaktionen, Schwellungen, Krämpfe der Bronchialmuskulatur oder eines Atemnotsyndroms auslösen.

Procain vermag das Sauerstoff-Transport-Protein Hämoglobin im Blut zu Methämoglobin zu oxidieren, so dass der Sauerstofftransport im Blut gestört ist und Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können.

Procain wird im Blut schnell durch Enzyme abgebaut. Seine Wirkdauer liegt zwischen einer halben und einer Stunde.
    

zu Norkokain:

Norkokain ist ein Abbauprodukt von Kokain, das nach dem Konsum im Körper entsteht. Es tritt auch als Begleitstoff bei der Herstellung von Kokain auf. Dies ist wahrscheinlich der Grund für sein Vorkommen in der Probe. Norkokain wirkt wie Kokain örtlich betäubend (lokalanästhetisch). Im Tierversuch führt es nicht wie Kokain zu einem gesteigerten Bewegungsdrang. Die Gesamttoxizität von Norkokain ist bei Mäusen etwas höher als die von Kokain. Aufgrund des im Vergleich zu Kokain geringen Gehalts fällt dies bei der Beurteilung des gesundheitlichen Risikos des Konsums der Probe kaum ins Gewicht.
      

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 19.02.2024 (Berlin)

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 19.02.2024 (Berlin)

2-MMC, erworben als 3-MMC

    
Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe:

2-MMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

Aufgrund fehlender Informationen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken des Konsums von 2-MMC raten wir vom Konsum dieser Substanz ab.
   

Abgabe der Probe:

19. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle
   

zu 2-MMC:

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein synthetisches Cathinon und wird den so genannten NPS (Neue Psychoaktive Substanzen) zugeordnet. Die chemische Struktur ist der von 3-MMC und 4-MMC (Mephedron) sehr ähnlich. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wirkung, Wirkungsmechanismus, Dosierung, akuten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen des Konsums von 2-MMC liegen nicht vor. Veröffentlicht ist lediglich eine Studie zum geschlechtsspezifischen biochemischen Abbau von 2-MMC im Vergleich zu 3-MMC und 4-MMC an menschlichen und tierischen Lebermikrosomen (Membranschnipsel).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10444680/
 

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Ketamin, erworben als 3-MMC, 19.02.2024 (Berlin)

Ketamin, erworben als 3-MMC, 19.02.2024 (Berlin)

Ketamin, erworben als 3-MMC

 

Warnhinweis:

falschdeklariertes Ketamin
   

Untersuchungsbefund:

Ketamin-Hydrochlorid: 94,6 %

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.
  

Abgabe der Probe:

19. Februar 2023 in Berlin
  

Erscheinungsform der Probe:

weißes Pulver
  

Risikoeinschätzung:

Ketamin wirkt nach nasaler Einnahme (schnupfen) ab einer Dosis von 75 bis 100 mg dissoziativ (Trennung von Körper und Geist) und kann bei höheren Dosen zur Sprach- und Bewegungsunfähigkeit führen (K-Hole). In diesem Zustand ist der Betroffene seiner Umwelt wehrlos ausgeliefert.

Die übliche nasalen Dosierungen (20- 80 mg) bzw. orale Dosierung von 3-MMC (50 - 250 mg) liegt in Bereichen,  in dem Ketamin (anfängt) dissoziativ zu wirken.

Wird Ketamin in der Annahme konsumiert, es handele sich um die stimulierende, empathogene und entaktogene Substanz 3-MMC, kann es beim Eintreten der unerwarteten und als gegenteilig empfundenen Wirkung zu starker Überforderung und Unfällen kommen.


  

Informationen zu Ketamin finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/ketamin
  

Safer Use:

Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!

Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 19.02.2024 (Berlin)

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 19.02.2024 (Berlin)

2-MMC, erworben als 3-MMC

    
Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe:

2-MMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

Aufgrund fehlender Informationen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken des Konsums von 2-MMC raten wir vom Konsum dieser Substanz ab.
   

Abgabe der Probe:

19. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle
   

zu 2-MMC:

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein synthetisches Cathinon und wird den so genannten NPS (Neue Psychoaktive Substanzen) zugeordnet. Die chemische Struktur ist der von 3-MMC und 4-MMC (Mephedron) sehr ähnlich. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wirkung, Wirkungsmechanismus, Dosierung, akuten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen des Konsums von 2-MMC liegen nicht vor. Veröffentlicht ist lediglich eine Studie zum geschlechtsspezifischen biochemischen Abbau von 2-MMC im Vergleich zu 3-MMC und 4-MMC an menschlichen und tierischen Lebermikrosomen (Membranschnipsel).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10444680/
 

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Heroin Pulver, komplex zusammengesetzt, mit relativ niedrigem Diamorphin-Gehalt, 13.02.2024 (Berlin)

Heroin Pulver, komplex zusammengesetzt, mit relativ niedrigem Diamorphin-Gehalt, 13.02.2024 (Berlin)

Heroin Pulver, komplex zusammengesetzt, mit relativ niedrigem Diamorphin-Gehalt

  
Warnhinweis:

komplexe Zusammensetzung mit relativ niedrigem Diamorphin-und hohem Paracetamol- und Koffein-Gehalt.

   

Wirkstoffe und Menge:

1. Diamorphin (Base) 10,5 %
2. Paracetamol 30,6 %
3. Koffein 28,2 %
4. Noscapin  11,0 %
5. Papaverin    0,5 %
6. Acetylcodein    0,5 %
7. Meconin ohne Mengenbestimmung

     
Bezieht man den prozentualen Wirkstoffgehalt auf eine 400 mg (0,4 g) schwere in Berlin übliche Heroinkugel, ergeben sich daraus folgende Wirkstoff-Mengen:

1. Diamorphin (Base)   42,0 mg
2. Paracetamol 122,4 mg
3. Koffein 112,8 mg
4. Noscapin    44,0 mg
5. Papaverin     2,0 mg
6. Acetylcodein     2,0 mg
7. Meconin ohne Mengenbestimmung

    
Beim Auflösen und der iv. Injektion dieser [fiktiven] Kugel liegen die Dosierungen aller sieben quantitativ bestimmter Wirkstoffe im pharmakologisch wirksamen Bereich (siehe unten).
  

Abgabe der Probe:

13. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform der Probe:

hellbraunes Pulver
  

zu den einzelnen Substanzen im Heroin:

Diamorphin (= Diacetylmorphin) ist der Hauptwirkstoff im Heroin. Es ist ein halbsynthetisches Opioid. Diamorphin wird aus Morphin hergestellt, das aus dem getrocknetem Milchsaft des Schlafmohns (= Opium) isoliert wird. Durch Bindung von zwei Teilchen Essigsäure an ein Teilchen Morphin entsteht Diamorphin. Es wirkt anfänglich euphorisierend, macht das Gehirn stressresistenter und vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit, Zufriedenheit und der allgemeinen Beruhigung. Diamorphin ist aber auch für die Entwicklung einer Abhängigkeit, die atemdepressive und mitunter tödliche Wirkung verantwortlich. In braunem Heroinpulver oder Kugeln liegt Diamorphin als freie Base vor. Diese kann geraucht werden. Bevor Diamorphin gespritzt werden kann, muss es durch Aufkochen mit Ascorbinsäure in ein wasserlösliches Salz überführt werden.

Noscapin ist eine Substanz im Schlafmohn. Es wird als den Hustenreiz unterdrückendes Medikament (Capval®) als Dragees oder Tropfen (oral) eingesetzt. Noscapin hat keine atemdepressive und schmerzhemmende Wirkung. Häufige Nebenwirkungen von Noscapin sind Kopfschmerzen und Benommenheit, gelegentlich können Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen sowie Hautausschläge auftreten. Bei manchen Menschen kann Noscapin innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme intensive krampfartige Bauch-, Brust- oder Rückenschmerzen mit Atemnot und Übelkeit auslösen, die in der Regel nach ein bis drei Stunden abklingen. Betroffene sollten dann kein weiteres Noscapin mehr einnehmen. Erwachsene nehmen zur Unterdrückung des Hustenreizes bis zu dreimal täglich 50 mg Noscapin ein.

Paracetamol ist ein Schmerz- und Fiebermittel, das dem Heroin absichtlich zugesetzt wird. Die maximale intravenöse Dosis beträgt 1 g, die maximale Tagesdosis darf 3 g nicht überschreiten. Bei Überdosierung können Leberschäden bis hin zum tödlichen Leberversagen auftreten. Die gesundheitlichen Folgen von mehrmals täglichen Paracetamol-Injektionen während langjähriger Heroinabhängigkeit sind unklar, zumal bei vielen Konsument*innen die Entgiftungsfähigkeit der Leber durch virale Leberentzündungen und den Konsum leberschädigender Substanzen (z. B. Medikamente und Alkohol) stark beeinträchtigt ist.

Koffein ist ein Stimulans, das dem Heroin vorsätzlich zugesetzt wird. Die wirksame Dosis liegt zwischen 50 und 200 mg (oral), Bei starker Überdosierung (ab 1 g) können Vergiftungssymptome wie Herzrhythmusstörungen und Krämpfe auftreten. Die tödliche Koffein-Dosis liegt zwischen 3 und 10 g nach oraler Einnahme.

Papaverin ist ein Wirkstoff aus dem Schlafmohn. Papaverin hat krampflösende Eigenschaften auf die glatte Muskulatur. Es ist im Gefäßsystem, in der Bronchialmuskulatur, im Verdauungstrakt, in den Gallengängen und im Harntrakt wirksam. In der Herz- und Gefäßchirurgie werden Dosen von 3 mg Papaverin-Hydrochlorid in ein Blutgefäß zur Verhinderung von Gefäßverkrampfungen eingebracht.

Acetylcodein entsteht bei der Heroinherstellung aus Codein, das natürlicherweise im Schlafmohn und Opium vorkommt. Codein wird zur Unterdrückung des Hustenreizes eingesetzt. Bevor es an Opioid-Rezeptoren binden kann und damit die Diamorphin-Wirkung verstärkt, muss es im Körper zeitaufwendig zu 6-MAM oder Morphin abgebaut werden. Damit dürfte es für die akute Heroinwirkung nur von untergeordneter Bedeutung sein.
  
Meconin ist ein Abbauprodukt des Noscapins. Es ist ein Bestandteil von Opium (aus Schlafmohn) und kommt auch in illegal hergestelltem Heroin vor. Der Nachweis von Meconin im Urin ist ein Hinweis (Marker) auf Heroinkonsum und dient zur Unterscheidung von ärztlich verschriebenem Diamorphin. Die Wirkungen und Nebenwirkungen von Meconin sind weitgehend unerforscht.
    

Einordung des Diamorphin-Gehalts:

Bei dem in Berlin „auf der Straße“ gehandelten Heroin handelt es sich in der Regel um braunes Heroin. Das darin enthaltene Diamorphin liegt als freie Base vor. Nach Angaben der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) lag der durchschnittliche Diamorphingehalt (Base) des von Polizei und Zoll in Deutschland sichergestellten Straßenheroins im Jahr 2021 bei 18,7 %.

Der durchschnittliche Diamorphingehalt der komplex zusammengesetzten Heroinproben, die beim Drugchecking in Berlin im Jahr 2023 abgegeben wurden, betrug 26,2 % und schwankte zwischen minimal 6,0 % und maximal 47,1 %.

Der Gehalt der untersuchten Probe liegt mit 10,5 % Diamorphin-Base deutlich unter dem durchschnittlichen Gehalt des 2021 in Deutschland sichergestellten Heroins und der 2023 beim Drugchecking in Berlin abgegebenen Heroinproben.
  

Diamorphin-Dosierung:

Die tödliche Dosis bei intravenösem Konsum (spritzen) liegt bei einer nicht opioid-toleranten erwachsenen Person in der Regel bei ca. 30 mg Diamorphin-Hydrochlorid.

Zur Dosierungs-Orientierung folgt das Standardschema für die schnelle intravenöse Aufdosierung mit Diamorphin-Hydrochlorid (Diaphin®) in der suchtmedizinischen Originalstoffvergabe:

Die erste Dosis (Initialdosis) beträgt bei Patient*innen mit unklarer Opioid-Toleranz 15 mg Diamorphin-Hydrochlorid. Nur wenn diese gut vertragen wird, können weitere Injektionen mit Diamorphin-Hydrochlorid erfolgen.

  1. Tag: 15 mg (Initialdosis) + nach 30 Minuten 30 mg gefolgt von 2 x 30 mg im weiteren Tagesverlauf
  2. Tag: 3 x 50 mg
  3. Tag: 3 x 75 mg
  4. Tag: 3 x 125 mg
  5. Tag: 3 x 175 mg
  6. Tag: 3 x 250 mg
  7. Tag: maximale Dosis

Mit 42,0 mg Diamorphin-Base  und sich daraus ergebenden 46,2 mg Diamorphin-Hydrochlorid für die Probe (wenn aus dem untersuchten Pulver eine kleine 400 mg schwere Heroin-Kugel hergestellt würde) liegt eine nicht tolerante Person bei vollständiger Injektion dieser aufgelösten Kugel in einem Bereich mit einem gewissen Letalitätsrisiko (Todesgefahr).

Eine Einzel-Dosierung von 46,2 mg Diamorphin-Hydrochlorid wird bei der schnellen Aufdosierung innerhalb der Diamorphin gestützten Originalstoffbehandlung zwischen dem ersten ind zweiten Tag erreicht.

Dies verdeutlicht, dass die Wirkung von Diamorphin extrem stark vom Toleranzzustand der Konsument*innen abhängt. Während die Dosis von einer toleranten Person nach einigen Tagen regelmäßigen Konsums gut vertragen wird und die erwünschte Wirkung entfaltet, führt sie bei nicht-toleranten Personen zu einer tödlichen Überdosierung.

So schnell wie sich der Toleranzzustand aufbaut, so schnell baut er sich auch wieder ab: Nach 5 Tagen Abstinenz ist die Opioid-Toleranz nahezu vollständig aufgehoben. Wird dann die gewohnt hohe Dosierung verabreicht, kann dies zu einer tödlichen Überdosierung führen.

  
Weitere Informationen zum Thema Heroin finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/diamorphin-heroin

   
Safer Use:

  • Intravenöser Konsum kann schneller zu einer Überdosierung führen als die anderen Konsumtechniken. Achte deshalb beim Spritzen darauf, dass immer jemand bei dir ist, der im Notfall Hilfe leisten und holen kann.
  • Wenn du Heroin oder andere Opioide konsumierst, solltest du das Gegenmittel Naloxon als Nasenspray (Nyxoid®) zur Hand haben.
  • Um Überdosierungen zu vermeiden solltest du nach jedem Neukauf erst mal eine kleinere Menge vorsichtig antesten.
  • Nach Entzug oder Therapieabbruch besteht wegen des rasch einsetzenden Toleranzverlustes ein erhöhtes Risiko einer tödlichen Überdosierung. Nach 5 Tagen Abstinenz ist die Opioid-Toleranz nahezu vollständig aufgehoben!
  • Benutze immer frische, sterile Nadeln und Spritzen und dein eigenes steriles, frisches Wasser und einen sauberen Filter, am besten sterile Technofilter sowie einen sauberen Löffel.
  • Vermeide Mischkonsum! Mischkonsum mit anderen Downern (dämpfende Substanzen) wie Alkohol, Benzodiazepinen, Barbituraten, GHB/ GBL, Ketamin, Dextrometorphan, andere Opioide (z. B. Substitutionsmittel), Gabapentinoide wie Pregabalin (Lyrica) und Gabapentin (Neurontin) und anderen Schlaf- und Narkosemitteln erhöht das Risiko für komatöse Zustände und eine lebensgefährliche Atemdepression.

Procain, erworben als Kokain, 13.02.2024 (Berlin)

Procain, erworben als Kokain, 13.02.2024 (Berlin)

Procain, erworben als Kokain

Warnhinweis:

Falschdeklaration

Auf Grund des hohen Wirkstoffgehaltes des Procain besteht bei i.V. Konsum Lebensgefahr !

Wirkstoffe und Menge:

 

Procain-Hydrochlorid 93,2 %
Kokain-Hydrochlorid 0 %


Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !

  
Abgabe der Probe:

13.Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver
  

zu Procain:

Procain ist ein synthetisches Lokalanästhetikum, es wirkt örtlich betäubend. Lokalanästhetika machen die Schleimhäute im Mund taub und imitiert so die betäubende Wirkung von Kokain beim „Zungentest“. Das ist ein Grund, warum synthetische Lokalanästetika Kokain-Pulvern zugesetzt werden.

Insbesondere beim intravenösen Konsum (spritzen) von Kokain können beigemischte Lokalanästhetika lebensgefährliche Vergiftungen verursachen. In den 1990er Jahren gab es in Berlin eine Serie von Todesfällen unter intravenös Kokain-Konsumierenden, für die die dem Kokain beigemischten Lokalanästhetika Lidocain und Tetracain als Todesursache festgestellt wurde.

Am Herzmuskel bewirken Lokalanästhetika eine Minderung der elektrischen Erregbarkeit, der elektrischen Erregungsleitung und der Kontraktionskraft. Im zentralen Nervensystem (Gehirn) kann es zu zunächst einer Übererregung und später zur Lähmung von lebenswichtigen Funktionen durch diese Substanzen kommen.

Procain-Vergiftungen (Überdosierung vor allem nach intravenöser Verabreichung) verlaufen in zwei Phasen:

Phase 1 (Stimulation): Missempfindungen im Mundbereich, Gefühl der tauben Zunge, Unruhe, Delirium, Krämpfe, erhöhte Herzfrequenz und Blutdruck, Rötung der Haut.

Phase 2 (Dämpfung, Depression): Koma, Atemstillstand, Pulse ist nicht tastbar, Blässe, Herzstillstand.

Konsument*innen mit einer beginnenden Lokalanästhetika-Vergiftung fallen zunächst durch Übererregung auf. Sie werden unruhig, klagen über Schwindel, Hör- und Sehstörungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich. Die Sprache ist verwaschen. Schüttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden Krampfanfalls. Wird die für einen Krampanfall nötige Procain-Konzentration im Blut nicht erreicht, kann es zur Schläfrigkeit kommen. Bei fortschreitender Vergiftung kommt es zu einer zunehmenden Funktionsstörung des Hirnstammes mit Atemdepression und Koma bis hin zum Tod. Ein Blutdruckabfall ist häufig das erste Zeichen der giftigen Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Procain kann allergische Reaktionen in Form von Hautreaktionen, Schwellungen, Krämpfe der Bronchialmuskulatur oder eines Atemnotsyndroms auslösen.

Procain vermag das Sauerstoff-Transport-Protein Hämoglobin im Blut zu Methämoglobin zu oxidieren, so dass der Sauerstofftransport im Blut gestört ist und Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können.

Procain wird im Blut schnell durch Enzyme abgebaut. Seine Wirkdauer liegt zwischen einer halben und einer Stunde.
   
       

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Kokain, verunreinigt mit Procain, 13.02.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Procain, 13.02.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Procain

  
Warnhinweis:

Verunreinigung

Auf Grund des hohen Wirkstoffgehaltes des Procain besteht bei i.V. Konsum Lebensgefahr !

   

Wirkstoffe und Menge:

Kokain-Hydrochlorid 15,0 %
Procain-Hydrochlorid 75,4  %


Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !

  
Abgabe der Probe:

13. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver
  

zu Procain:

Procain ist ein synthetisches Lokalanästhetikum, es wirkt örtlich betäubend. Lokalanästhetika machen die Schleimhäute im Mund taub und imitiert so die betäubende Wirkung von Kokain beim „Zungentest“. Das ist ein Grund, warum synthetische Lokalanästetika Kokain-Pulvern zugesetzt werden.

Insbesondere beim intravenösen Konsum (spritzen) von Kokain können beigemischte Lokalanästhetika lebensgefährliche Vergiftungen verursachen. In den 1990er Jahren gab es in Berlin eine Serie von Todesfällen unter intravenös Kokain-Konsumierenden, für die die dem Kokain beigemischten Lokalanästhetika Lidocain und Tetracain als Todesursache festgestellt wurde.

Am Herzmuskel bewirken Lokalanästhetika eine Minderung der elektrischen Erregbarkeit, der elektrischen Erregungsleitung und der Kontraktionskraft. Im zentralen Nervensystem (Gehirn) kann es zu zunächst einer Übererregung und später zur Lähmung von lebenswichtigen Funktionen durch diese Substanzen kommen.

Procain-Vergiftungen (Überdosierung vor allem nach intravenöser Verabreichung) verlaufen in zwei Phasen:

Phase 1 (Stimulation): Missempfindungen im Mundbereich, Gefühl der tauben Zunge, Unruhe, Delirium, Krämpfe, erhöhte Herzfrequenz und Blutdruck, Rötung der Haut.

Phase 2 (Dämpfung, Depression): Koma, Atemstillstand, Pulse ist nicht tastbar, Blässe, Herzstillstand.

Konsument*innen mit einer beginnenden Lokalanästhetika-Vergiftung fallen zunächst durch Übererregung auf. Sie werden unruhig, klagen über Schwindel, Hör- und Sehstörungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich. Die Sprache ist verwaschen. Schüttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden Krampfanfalls. Wird die für einen Krampanfall nötige Procain-Konzentration im Blut nicht erreicht, kann es zur Schläfrigkeit kommen. Bei fortschreitender Vergiftung kommt es zu einer zunehmenden Funktionsstörung des Hirnstammes mit Atemdepression und Koma bis hin zum Tod. Ein Blutdruckabfall ist häufig das erste Zeichen der giftigen Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Procain kann allergische Reaktionen in Form von Hautreaktionen, Schwellungen, Krämpfe der Bronchialmuskulatur oder eines Atemnotsyndroms auslösen.

Procain vermag das Sauerstoff-Transport-Protein Hämoglobin im Blut zu Methämoglobin zu oxidieren, so dass der Sauerstofftransport im Blut gestört ist und Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können.

Procain wird im Blut schnell durch Enzyme abgebaut. Seine Wirkdauer liegt zwischen einer halben und einer Stunde.
   
       

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Geek, hochdosiertes MDMA, 12.02.2024 (Berlin)

Geek, hochdosiertes MDMA, 12.02.2024 (Berlin)

Geek

  

Warnhinweis:

hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

151,0 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 27,7 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

12. Februar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 5,3 mm

Breite x Höhe: 11,1 x 11,2 mm

Gewicht: 545,6 mg

Farbe: lila

Bruchrille: nein

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

NASA / 2C-B, niedrig dosiertes 2C-B , 12.02.2024 (Berlin)

NASA / 2C-B, niedrig dosiertes 2C-B , 12.02.2024 (Berlin)

NASA / 2C-B

 

Warnhinweis:

Diese Tablette enthält die psychedelische Substanz 2C-B. Dieser Wirkstoff wird typischerweise auch in Tablettenform gehandelt und kann daher mit MDMA-Tabletten verwechselt werden.

In Tabletten schwankt der Gehalt an 2C-B stark. Die Dosis-Wirkungs-Beziehung von 2C-B ist steil. Schon eine geringe Änderung der Dosierung führt zu einer stark veränderten Wirkung.
    

Wirkstoffe und Menge:

2C-B-Hydrochlorid: 3,1 mg
     

Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 1,6 %
    

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer 2C-B Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

Abgabe der Probe:

12. Februar 2024 in Berlin
    

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 3,7 mm

Breite x Höhe: 11,1 x 6,2 mm

Gewicht: 193,9 mg

Farbe: pink

Bruchrille: nein

 

zu 2C-B:

2C-B (4-Brom-2,5-dimethoxyphenylethylamin) ist eine psychedelische Substanz (griechisch: die Seele offenbarend). Außerdem wird es als Halluzinogen bezeichnet, weil Konsument*innen ihre Umwelt stark verändert wahrnehmen können.

Chemisch gehört 2C-B zur Gruppe der Phenethylamine. Die chemische Struktur ähnelt der von Meskalin. 2C bedeutet, dass die Seitenkette des Moleküls aus zwei Kohlenstoffatomen [C] besteht, das B steht für Brom, das an den Phenylring [Benzolring] gebunden ist.

2C-B bewirkt eine tiefgreifende Veränderung der Sinneswahrnehmung. Dies betrifft alle fünf Sinne: Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Tasten. Es ist schwer zu dosieren: Eine geringfügige Erhöhung der 2C-B-Menge kann zu einer starken Veränderung der Wirkungen und Nebenwirkungen führen.
   

Mehr Informationen zu 2C-B findest du auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/2c-b
    

Safer Use:

  • Konsumiere 2C-B nur, wenn es dir psychisch und physisch gut geht (set) und du dich in einer Umgebung befindest, in der du dich wohl fühlst (setting).
  • Wenn du psychischem Stress ausgesetzt bist, solltest du auf den Konsum von 2C-B verzichten.
  • Nutze Drugchecking! Der Wirkstoffgehalt von 2C-B-Präparaten ist starken Schwankungen unterworfen. Es können auch andere (hoch)wirksame Substanzen und gesundheitsschädliche Verunreinigungen enthalten sein.

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit Phenethylamin und zwei unbekannten Substanzen, 13.02.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit Phenethylamin und zwei unbekannten Substanzen, 13.02.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit Phenethylamin und zwei unbekannten Substanzen

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge:

Amphetamin-Sulfat:    56,1 %
Koffein:     0,7 %
Phenethylamin-Hydrochlorid:   3,7 %
zwei unbekannte Substanzen:     ohne Mengenbestimmung

   

Wegen der zwei unbekannten Substanzen raten wir vom Konsum ab !

Der Amphetamingehalt liegt weit über dem üblichen Bereich für in Berlin erworbenes Speed-Pulver (Amphetamin-Koffein-Mischungen). Der durchschnittliche Amphetamingehalt der 2023 beim Drugchecking in Berlin abgegebenen Proben lag bei 25,0 %.
  

Abgabe der Probe:

13. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

Informationen zu Amphetaminen finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/amphetamin-speed
  

zu Koffein:

Koffein wird häufig Speed-Pulvern zugesetzt, um die psychostimulierende Wirkung des Amphetamins zu verstärken und das Amphetamin zu strecken.

Koffein ist ein Stimulans des zentralen Nervensystems und kann Wirkungen auf das periphere Nervensystem, Herzkreislauf-, Atem- und Nierensystem entfalten. Erwünschte Hauptwirkung stellt die psychostimulierende erregende Wirkung dar, für die übliche Einzeldosen von 50 bis 200 mg verwendet werden.

Das Auftreten von unerwünschten Wirkungen bei der Einnahme von Koffein hängt von der Dosis, der individuellen Empfindlichkeit gegenüber Koffein und vom Ausmaß des täglichen Konsums koffeinhaltiger Getränke und/oder anderer Präparate (Toleranz-Entwicklung) ab. Unerwünschte Koffeinwirkungen reichen bei Erwachsenen von Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit, zu Kopfschmerzen, erhöhter Ängstlichkeit, Wahrnehmungsstörungen, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, erhöhter Atemfrequenz und Magen-Darm-Beschwerden. Auch schwere Vergiftungen mit darüber hinausgehenden Symptomen sind beschrieben worden. Schwere Vergiftungssymptome wie Krampfanfälle können bei 1 g Koffein und mehr auftreten, wenn es in kurzer Zeit eingenommen wird. Tödlichen Koffein-Dosen liegen zwischen 3 und 10 g. Koffein und Amphetamin verstärken sich gegenseitig in ihren erwünschten (psychostimulierenden) und unerwünschten Wirkungen (vor allem auf das Herz-Kreislauf-System).
  

zu Phenethylamin:

Phenetylamin kommt zum Beispiel in Kakao oder Schokolade vor. Im menschlichen Körper ist es ein Abbauprodukt bestimmter Aminosäuren (Eiweißbausteine). Phenethylamin wird im Körper unter anderem durch das Enzym MAO (Monoaminoxidase) schnell abgebaut.

Oral eingenommen ruft es beim Menschen auch in sehr hohen Dosen in der Regel keine psychoaktive Wirkung hervor.

Im Tierversuch tritt eine stimulierende Wirkung (z.B. erhöhte Bewegungsaktivität) nur in hohen Dosen und nur in Kombination mit der Gabe von MAO-Hemmern auf.

Bei Menschen, die mit MAO-Hemmern wie dem Reserveantidepressivum Tranylcypromin behandelt werden, sind unangenehme Wirkungen bereits ab einer Dosis von 1 mg Phenethylamin möglich.

Die im Internet kursierenden Informationen über die angeblich psychoaktive Wirkung von Phenethylamin werden als Fehlinformationen eingestuft, die aus Marketinggründen z.B. von Online-Shops verbreitet werden.
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen; auch diese deshalb unbedingt vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

Ketamin-Lösung, erworben als Methamphetamin (Crystal Meth), 13.02.2024 (Berlin)

Ketamin-Lösung, erworben als Methamphetamin (Crystal Meth), 13.02.2024 (Berlin)

Ketamin-Lösung, erworben als Methamphetamin (Crystal Meth)

  
Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe und Menge:

Ketamin-Hydrochlorid:   50 mg/ml

1 ml der eingereichten Flüssigkeit enthält 50 mg Ketamin-Hydrochlorid.

Es wurde kein Methamphetamin festgestellt.
  

Abgabe der Probe:

13. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

farblose Flüssigkeit

  
Risikoeinschätzung:

Ketamin wirkt nach nasaler Einnahme (schnupfen) ab einer Dosis von 75 bis 100 mg dissoziativ (Trennung von Körper und Geist) und kann bei höheren Dosen zur Sprach- und Bewegungsunfähigkeit führen (K-Hole). In diesem Zustand ist der Betroffene seiner Umwelt wehrlos ausgeliefert.
   
Wird Ketamin in der Annahme konsumiert, es handele sich um das stark aufputschende Methamphetamin, kann es beim Eintreten der unerwarteten und als gegenteilig empfundenen Wirkung zu starker Überforderung und Unfällen kommen.

 

Informationen zu Ketamin finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/ketamin
  

Safer Use:

Bei Flüssigkeiten kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Flüssigkeiten, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!

Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen (tröpfchenweise) vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

3-CMC, verunreinigt mit iso-3-CMC, erworben als 3-MMC, 12.02.2024 (Berlin)

3-CMC, verunreinigt mit iso-3-CMC, erworben als 3-MMC, 12.02.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron) und iso-3-CMC, erworben als 3-MMC

   
Warnhinweis:

Falschdeklaration und Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge:

3-CMC-Hydrochlorid:   92,1 %
iso-3-CMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

   
Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !
   

Abgabe der Probe:

12. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle
  

zu iso-3-CMC:

Iso-3-CMC ist ein Isomer von 3-CMC und vermutlich ein Nebenprodukt bei der Synthese von 3-CMC. Es ist hinsichtlich seiner Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken beim Konsum nicht erforscht und bewertet worden.

Der Nachweis in der vorliegenden Probe deutet auf eine unsachgemäße Herstellung der Substanz hin.
   

zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.
    

Wirkmechanismus:

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.
   

Wirkungen:

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.
    

Risiken und Nebenwirkungen:

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

Dosierung:

nasal:
  
leicht: 20 − 40 mg
mittel: 40 − 80 mg
stark: 80 − 100 mg

oral:
  
leicht: 30 − 60 mg
mittel: 60 − 100mg
stark: 100 − 180 mg    

Über intravenösen, rektalen und inhalativen Konsum ist wenig bekannt. Diese Konsumformen sollten vermieden werden. Wenn diese Konsumformen dennoch ausprobiert werden, sollte die Dosis so niedrig wie möglich gehalten werden.
   

Wirkungseintritt:
    
nasal: nach 10 - 30 Minuten
oral:   nach 30 - 60 Minuten
  

Wirkdauer:
  
nasal: 1 - 2 Stunden
oral:   2 - 4 Stunden
   
Quelle: Safer Party (Schweiz)
    
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

 

3-CMC, verunreinigt mit iso-3-CMC, erworben als 3-MMC, 13.02.2024 (Berlin)

3-CMC, verunreinigt mit iso-3-CMC, erworben als 3-MMC, 13.02.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron) und iso-3-CMC, erworben als 3-MMC

   
Warnhinweis:

Falschdeklaration und Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge:

3-CMC-Hydrochlorid:   95,6 %
iso-3-CMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

   
Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !
   

Abgabe der Probe:

13. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle
  

zu iso-3-CMC:

Iso-3-CMC ist ein Isomer von 3-CMC und vermutlich ein Nebenprodukt bei der Synthese von 3-CMC. Es ist hinsichtlich seiner Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken beim Konsum nicht erforscht und bewertet worden.

Der Nachweis in der vorliegenden Probe deutet auf eine unsachgemäße Herstellung der Substanz hin.
   

zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.
    

Wirkmechanismus:

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.
   

Wirkungen:

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.
    

Risiken und Nebenwirkungen:

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

Dosierung:

nasal:
  
leicht: 20 − 40 mg
mittel: 40 − 80 mg
stark: 80 − 100 mg

oral:
  
leicht: 30 − 60 mg
mittel: 60 − 100mg
stark: 100 − 180 mg    

Über intravenösen, rektalen und inhalativen Konsum ist wenig bekannt. Diese Konsumformen sollten vermieden werden. Wenn diese Konsumformen dennoch ausprobiert werden, sollte die Dosis so niedrig wie möglich gehalten werden.
   

Wirkungseintritt:
    
nasal: nach 10 - 30 Minuten
oral:   nach 30 - 60 Minuten
  

Wirkdauer:
  
nasal: 1 - 2 Stunden
oral:   2 - 4 Stunden
   
Quelle: Safer Party (Schweiz)
    
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain, 12.02.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain, 12.02.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge

Kokain-Hydrochlorid    78,3 %
Norkokain-Hydrochlorid              1,5 %
Procain-Hydrochlorid      8,1 %

    
Vom intravenösen Konsum wird dringend abgeraten !

    

Abgabe der Probe

12. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform

weißes Pulver
  

zu Procain:

Procain ist ein synthetisches Lokalanästhetikum, es wirkt örtlich betäubend. Lokalanästhetika machen die Schleimhäute im Mund taub und imitiert so die betäubende Wirkung von Kokain beim „Zungentest“. Das ist ein Grund, warum synthetische Lokalanästetika Kokain-Pulvern zugesetzt werden.

Insbesondere beim intravenösen Konsum (spritzen) von Kokain können beigemischte Lokalanästhetika lebensgefährliche Vergiftungen verursachen. In den 1990er Jahren gab es in Berlin eine Serie von Todesfällen unter intravenös Kokain-Konsumierenden, für die die dem Kokain beigemischten Lokalanästhetika Lidocain und Tetracain als Todesursache festgestellt wurde.

Am Herzmuskel bewirken Lokalanästhetika eine Minderung der elektrischen Erregbarkeit, der elektrischen Erregungsleitung und der Kontraktionskraft. Im zentralen Nervensystem (Gehirn) kann es zu zunächst einer Übererregung und später zur Lähmung von lebenswichtigen Funktionen durch diese Substanzen kommen.

Procain-Vergiftungen (Überdosierung vor allem nach intravenöser Verabreichung) verlaufen in zwei Phasen:

Phase 1 (Stimulation): Missempfindungen im Mundbereich, Gefühl der tauben Zunge, Unruhe, Delirium, Krämpfe, erhöhte Herzfrequenz und Blutdruck, Rötung der Haut.

Phase 2 (Dämpfung, Depression): Koma, Atemstillstand, Pulse ist nicht tastbar, Blässe, Herzstillstand.

Konsument*innen mit einer beginnenden Lokalanästhetika-Vergiftung fallen zunächst durch Übererregung auf. Sie werden unruhig, klagen über Schwindel, Hör- und Sehstörungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich. Die Sprache ist verwaschen. Schüttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden Krampfanfalls. Wird die für einen Krampanfall nötige Procain-Konzentration im Blut nicht erreicht, kann es zur Schläfrigkeit kommen. Bei fortschreitender Vergiftung kommt es zu einer zunehmenden Funktionsstörung des Hirnstammes mit Atemdepression und Koma bis hin zum Tod. Ein Blutdruckabfall ist häufig das erste Zeichen der giftigen Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Procain kann allergische Reaktionen in Form von Hautreaktionen, Schwellungen, Krämpfe der Bronchialmuskulatur oder eines Atemnotsyndroms auslösen.

Procain vermag das Sauerstoff-Transport-Protein Hämoglobin im Blut zu Methämoglobin zu oxidieren, so dass der Sauerstofftransport im Blut gestört ist und Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können.

Procain wird im Blut schnell durch Enzyme abgebaut. Seine Wirkdauer liegt zwischen einer halben und einer Stunde.
    

zu Norkokain:

Norkokain ist ein Abbauprodukt von Kokain, das nach dem Konsum im Körper entsteht. Es tritt auch als Begleitstoff bei der Herstellung von Kokain auf. Dies ist wahrscheinlich der Grund für sein Vorkommen in der Probe. Norkokain wirkt wie Kokain örtlich betäubend (lokalanästhetisch). Im Tierversuch führt es nicht wie Kokain zu einem gesteigerten Bewegungsdrang. Die Gesamttoxizität von Norkokain ist bei Mäusen etwas höher als die von Kokain. Aufgrund des im Vergleich zu Kokain geringen Gehalts fällt dies bei der Beurteilung des gesundheitlichen Risikos des Konsums der Probe kaum ins Gewicht.
      

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain, 13.02.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain, 13.02.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge

Kokain-Hydrochlorid    63,7 %
Norkokain-Hydrochlorid              1,6 %
Procain-Hydrochlorid      6,3 %

    
Vom intravenösen Konsum wird dringend abgeraten !

    

Abgabe der Probe

13. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform

weißes Pulver
  

zu Procain:

Procain ist ein synthetisches Lokalanästhetikum, es wirkt örtlich betäubend. Lokalanästhetika machen die Schleimhäute im Mund taub und imitiert so die betäubende Wirkung von Kokain beim „Zungentest“. Das ist ein Grund, warum synthetische Lokalanästetika Kokain-Pulvern zugesetzt werden.

Insbesondere beim intravenösen Konsum (spritzen) von Kokain können beigemischte Lokalanästhetika lebensgefährliche Vergiftungen verursachen. In den 1990er Jahren gab es in Berlin eine Serie von Todesfällen unter intravenös Kokain-Konsumierenden, für die die dem Kokain beigemischten Lokalanästhetika Lidocain und Tetracain als Todesursache festgestellt wurde.

Am Herzmuskel bewirken Lokalanästhetika eine Minderung der elektrischen Erregbarkeit, der elektrischen Erregungsleitung und der Kontraktionskraft. Im zentralen Nervensystem (Gehirn) kann es zu zunächst einer Übererregung und später zur Lähmung von lebenswichtigen Funktionen durch diese Substanzen kommen.

Procain-Vergiftungen (Überdosierung vor allem nach intravenöser Verabreichung) verlaufen in zwei Phasen:

Phase 1 (Stimulation): Missempfindungen im Mundbereich, Gefühl der tauben Zunge, Unruhe, Delirium, Krämpfe, erhöhte Herzfrequenz und Blutdruck, Rötung der Haut.

Phase 2 (Dämpfung, Depression): Koma, Atemstillstand, Pulse ist nicht tastbar, Blässe, Herzstillstand.

Konsument*innen mit einer beginnenden Lokalanästhetika-Vergiftung fallen zunächst durch Übererregung auf. Sie werden unruhig, klagen über Schwindel, Hör- und Sehstörungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich. Die Sprache ist verwaschen. Schüttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden Krampfanfalls. Wird die für einen Krampanfall nötige Procain-Konzentration im Blut nicht erreicht, kann es zur Schläfrigkeit kommen. Bei fortschreitender Vergiftung kommt es zu einer zunehmenden Funktionsstörung des Hirnstammes mit Atemdepression und Koma bis hin zum Tod. Ein Blutdruckabfall ist häufig das erste Zeichen der giftigen Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Procain kann allergische Reaktionen in Form von Hautreaktionen, Schwellungen, Krämpfe der Bronchialmuskulatur oder eines Atemnotsyndroms auslösen.

Procain vermag das Sauerstoff-Transport-Protein Hämoglobin im Blut zu Methämoglobin zu oxidieren, so dass der Sauerstofftransport im Blut gestört ist und Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können.

Procain wird im Blut schnell durch Enzyme abgebaut. Seine Wirkdauer liegt zwischen einer halben und einer Stunde.
    

zu Norkokain:

Norkokain ist ein Abbauprodukt von Kokain, das nach dem Konsum im Körper entsteht. Es tritt auch als Begleitstoff bei der Herstellung von Kokain auf. Dies ist wahrscheinlich der Grund für sein Vorkommen in der Probe. Norkokain wirkt wie Kokain örtlich betäubend (lokalanästhetisch). Im Tierversuch führt es nicht wie Kokain zu einem gesteigerten Bewegungsdrang. Die Gesamttoxizität von Norkokain ist bei Mäusen etwas höher als die von Kokain. Aufgrund des im Vergleich zu Kokain geringen Gehalts fällt dies bei der Beurteilung des gesundheitlichen Risikos des Konsums der Probe kaum ins Gewicht.
      

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Phenacetin, 13.02.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Phenacetin, 13.02.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Phenacetin

  
Warnhinweis:

Verunreinigung mit Phenacetin geringen Mengen
   

Wirkstoffe und Menge

Kokain-Hydrochlorid 76,7 %
Norkokain-Hydrochlorid   3,6 %
Phenacetin   0,9 %

    
    

Abgabe der Probe

13. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform

weißes Pulver
  

zu Phenacetin:

Phenacetin (= 4-Ethoxyacetanilid) ist ein Schmerzmittel (Nichtopioid) aus der Gruppe der Anilide, zu der auch Paracetamol gehört. Der Wirkstoff wird im Körper zum größten Teil in Paracetamol umgewandelt.

Phenacetin verlor 1986 seine Zulassung als Arzneimittel, da es bei Überdosierung sehr häufig zu Nierenschäden kam.

Dosierung:

Die Einzeldosis von Phenacetin in Arzneimitteln (meist Kombinationspräparaten) für Erwachsene lag zwischen 250 mg und 500 mg.
  

Wirkungen:

Schmerzreduktion,

Fiebersenkung,

Erregung und Euphorie (in hohen Dosen).
   

Risken und Nebenwirkungen:

Erkrankungen der Haut,

Störungen des Blutbildes, Methämoglobinämie, hämolytische Anämie,

Nierenschäden,

Karzinomentstehung in den Harnwegen.
   
akute Vergiftung:
    
Erregungszustände, Delirien und Krämpfe.
           

zu Norkokain:

Norkokain ist ein Abbauprodukt von Kokain, das nach dem Konsum im Körper entsteht. Es tritt auch als Begleitstoff bei der Herstellung von Kokain auf. Dies ist wahrscheinlich der Grund für sein Vorkommen in der Probe. Norkokain wirkt wie Kokain örtlich betäubend (lokalanästhetisch). Im Tierversuch führt es nicht wie Kokain zu einem gesteigerten Bewegungsdrang. Die Gesamttoxizität von Norkokain ist bei Mäusen etwas höher als die von Kokain. Aufgrund des im Vergleich zu Kokain geringen Gehalts fällt dies bei der Beurteilung des gesundheitlichen Risikos des Konsums der Probe kaum ins Gewicht.
      

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Phenacetin, 13.02.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Phenacetin, 13.02.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Phenacetin

  
Warnhinweis:

Verunreinigung mit Phenacetin
   

Wirkstoffe und Menge

Kokain-Hydrochlorid 76,5 %
Norkokain-Hydrochlorid   1,1 %
Phenacetin   9,5 %

    
 Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !
   

Abgabe der Probe

13. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform

weißes Pulver
  

zu Phenacetin:

Phenacetin (= 4-Ethoxyacetanilid) ist ein Schmerzmittel (Nichtopioid) aus der Gruppe der Anilide, zu der auch Paracetamol gehört. Der Wirkstoff wird im Körper zum größten Teil in Paracetamol umgewandelt.

Phenacetin verlor 1986 seine Zulassung als Arzneimittel, da es bei Überdosierung sehr häufig zu Nierenschäden kam.

Dosierung:

Die Einzeldosis von Phenacetin in Arzneimitteln (meist Kombinationspräparaten) für Erwachsene lag zwischen 250 mg und 500 mg.
  

Wirkungen:

Schmerzreduktion,

Fiebersenkung,

Erregung und Euphorie (in hohen Dosen).
   

Risken und Nebenwirkungen:

Erkrankungen der Haut,

Störungen des Blutbildes, Methämoglobinämie, hämolytische Anämie,

Nierenschäden,

Karzinomentstehung in den Harnwegen.
   
akute Vergiftung:
    
Erregungszustände, Delirien und Krämpfe.
           

zu Norkokain:

Norkokain ist ein Abbauprodukt von Kokain, das nach dem Konsum im Körper entsteht. Es tritt auch als Begleitstoff bei der Herstellung von Kokain auf. Dies ist wahrscheinlich der Grund für sein Vorkommen in der Probe. Norkokain wirkt wie Kokain örtlich betäubend (lokalanästhetisch). Im Tierversuch führt es nicht wie Kokain zu einem gesteigerten Bewegungsdrang. Die Gesamttoxizität von Norkokain ist bei Mäusen etwas höher als die von Kokain. Aufgrund des im Vergleich zu Kokain geringen Gehalts fällt dies bei der Beurteilung des gesundheitlichen Risikos des Konsums der Probe kaum ins Gewicht.
      

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 12.02.2024 (Berlin)

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 12.02.2024 (Berlin)

2-MMC, erworben als 3-MMC

    
Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe:

2-MMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

Aufgrund fehlender Informationen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken des Konsums von 2-MMC raten wir vom Konsum dieser Substanz ab.
   

Abgabe der Probe:

12. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle
   

zu 2-MMC:

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein synthetisches Cathinon und wird den so genannten NPS (Neue Psychoaktive Substanzen) zugeordnet. Die chemische Struktur ist der von 3-MMC und 4-MMC (Mephedron) sehr ähnlich. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wirkung, Wirkungsmechanismus, Dosierung, akuten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen des Konsums von 2-MMC liegen nicht vor. Veröffentlicht ist lediglich eine Studie zum geschlechtsspezifischen biochemischen Abbau von 2-MMC im Vergleich zu 3-MMC und 4-MMC an menschlichen und tierischen Lebermikrosomen (Membranschnipsel).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10444680/
 

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 13.02.2024 (Berlin

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 13.02.2024 (Berlin

2-MMC, erworben als 3-MMC

    
Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe:

2-MMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

Aufgrund fehlender Informationen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken des Konsums von 2-MMC raten wir vom Konsum dieser Substanz ab.
   

Abgabe der Probe:

13. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle
   

zu 2-MMC:

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein synthetisches Cathinon und wird den so genannten NPS (Neue Psychoaktive Substanzen) zugeordnet. Die chemische Struktur ist der von 3-MMC und 4-MMC (Mephedron) sehr ähnlich. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wirkung, Wirkungsmechanismus, Dosierung, akuten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen des Konsums von 2-MMC liegen nicht vor. Veröffentlicht ist lediglich eine Studie zum geschlechtsspezifischen biochemischen Abbau von 2-MMC im Vergleich zu 3-MMC und 4-MMC an menschlichen und tierischen Lebermikrosomen (Membranschnipsel).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10444680/
 

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Mitsubishi, hochdosiertes MDMA, 05.02.2024 (Berlin)

Mitsubishi, hochdosiertes MDMA, 05.02.2024 (Berlin)

Mitsubishi

  

Warnhinweis:

hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

153,7 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 39,3 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

05. Februar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 5,1 mm

Breite x Höhe: 10,4 x 10,4 mm

Gewicht: 391,0 mg

Farbe: lila

Bruchrille: nein

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

Buddha, hochdosiertes MDMA, 05.02.2024 (Berlin)

Buddha, hochdosiertes MDMA, 05.02.2024 (Berlin)

Buddha

  

Warnhinweis:

hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

141,9 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 35,1 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

05. Februar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 5,4 mm

Breite x Höhe: 8,0 x 12,2 mm

Gewicht: 403,8 mg

Farbe: orange-braun

Bruchrille: nein

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

Heroin Pulver, komplex zusammengesetzt, mit relativ niedrigem Diamorphin-und hohem Noscapin-Gehalt, 06.02.2024 (Berlin)

Heroin Pulver, komplex zusammengesetzt, mit relativ niedrigem Diamorphin-und hohem Noscapin-Gehalt, 06.02.2024 (Berlin)

Heroin Pulver, komplex zusammengesetzt, mit relativ niedrigem Diamorphin- und hohem Noscapin-Gehalt

  
Warnhinweis:

komplexe Zusammensetzung mit relativ niedrigem Diamorphin-und hohem Noscapin Gehalt.

   

Wirkstoffe und Menge:

1. Diamorphin (Base) 10,2 %
2. Noscapin  27,8 %
3. Paracetamol 23,4 %
4. Koffein  17,8 %
5. Papaverin   1,7 %
6. Acetylcodein   0,5 %
7. Meconin ohne Mengenbestimmung

     
Bezieht man den prozentualen Wirkstoffgehalt auf eine 400 mg (0,4 g) schwere in Berlin übliche Heroinkugel, ergeben sich daraus folgende Wirkstoff-Mengen:

1. Diamorphin (Base)   40,8 mg
2. Noscapin  111,2 mg
3. Paracetamol   93,6 mg
4. Koffein    71,2 mg
5. Papaverin     6,8 mg
6. Acetylcodein     2,0 mg
7. Meconin ohne Mengenbestimmung

    
Beim Auflösen und der iv. Injektion dieser [fiktiven] Kugel liegen die Dosierungen aller sieben quantitativ bestimmter Wirkstoffe im pharmakologisch wirksamen Bereich (siehe unten).
  

Abgabe der Probe:

06. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform der Probe:

braunes Pulver
  

zu den einzelnen Substanzen im Heroin:

Diamorphin (= Diacetylmorphin) ist der Hauptwirkstoff im Heroin. Es ist ein halbsynthetisches Opioid. Diamorphin wird aus Morphin hergestellt, das aus dem getrocknetem Milchsaft des Schlafmohns (= Opium) isoliert wird. Durch Bindung von zwei Teilchen Essigsäure an ein Teilchen Morphin entsteht Diamorphin. Es wirkt anfänglich euphorisierend, macht das Gehirn stressresistenter und vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit, Zufriedenheit und der allgemeinen Beruhigung. Diamorphin ist aber auch für die Entwicklung einer Abhängigkeit, die atemdepressive und mitunter tödliche Wirkung verantwortlich. In braunem Heroinpulver oder Kugeln liegt Diamorphin als freie Base vor. Diese kann geraucht werden. Bevor Diamorphin gespritzt werden kann, muss es durch Aufkochen mit Ascorbinsäure in ein wasserlösliches Salz überführt werden.

Noscapin ist eine Substanz im Schlafmohn. Es wird als den Hustenreiz unterdrückendes Medikament (Capval) als Dragees oder Tropfen (oral) eingesetzt. Noscapin hat keine atemdepressive und schmerzhemmende Wirkung. Häufige Nebenwirkungen von Noscapin sind Kopfschmerzen und Benommenheit, gelegentlich können Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen sowie Hautausschläge auftreten. Bei manchen Menschen kann Noscapin innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme intensive krampfartige Bauch-, Brust- oder Rückenschmerzen mit Atemnot und Übelkeit auslösen, die in der Regel nach ein bis drei Stunden abklingen. Betroffene sollten dann kein weiteres Noscapin mehr einnehmen. Erwachsene nehmen zur Unterdrückung des Hustenreizes bis zu dreimal täglich 50 mg Noscapin ein.

Paracetamol ist ein Schmerz- und Fiebermittel, das dem Heroin absichtlich zugesetzt wird. Die maximale intravenöse Dosis beträgt 1 g, die maximale Tagesdosis darf 3 g nicht überschreiten. Bei Überdosierung können Leberschäden bis hin zum tödlichen Leberversagen auftreten. Die gesundheitlichen Folgen von mehrmals täglichen Paracetamol-Injektionen während langjähriger Heroinabhängigkeit sind unklar, zumal bei vielen Konsument*innen die Entgiftungsfähigkeit der Leber durch virale Leberentzündungen und den Konsum leberschädigender Substanzen (z. B. Medikamente und Alkohol) stark beeinträchtigt ist.

Koffein ist ein Stimulans, das dem Heroin vorsätzlich zugesetzt wird. Die wirksame Dosis liegt zwischen 50 und 200 mg (oral), Bei starker Überdosierung (ab 1 g) können Vergiftungssymptome wie Herzrhythmusstörungen und Krämpfe auftreten. Die tödliche Koffein-Dosis liegt zwischen 3 und 10 g nach oraler Einnahme.

Papaverin ist ein Wirkstoff aus dem Schlafmohn. Papaverin hat krampflösende Eigenschaften auf die glatte Muskulatur. Es ist im Gefäßsystem, in der Bronchialmuskulatur, im Verdauungstrakt, in den Gallengängen und im Harntrakt wirksam. In der Herz- und Gefäßchirurgie werden Dosen von 3 mg Papaverin-Hydrochlorid in ein Blutgefäß zur Verhinderung von Gefäßverkrampfungen eingebracht.

Acetylcodein entsteht bei der Heroinherstellung aus Codein, das natürlicherweise im Schlafmohn und Opium vorkommt. Codein wird zur Unterdrückung des Hustenreizes eingesetzt. Bevor es an Opioid-Rezeptoren binden kann und damit die Diamorphin-Wirkung verstärkt, muss es im Körper zeitaufwendig zu 6-MAM oder Morphin abgebaut werden. Damit dürfte es für die akute Heroinwirkung nur von untergeordneter Bedeutung sein.
  
Meconin ist ein Abbauprodukt des Noscapins. Es ist ein Bestandteil von Opium (aus Schlafmohn) und kommt auch in illegal hergestelltem Heroin vor. Der Nachweis von Meconin im Urin ist ein Hinweis (Marker) auf Heroinkonsum und dient zur Unterscheidung von ärztlich verschriebenem Diamorphin. Die Wirkungen und Nebenwirkungen von Meconin sind weitgehend unerforscht.
    

Einordung des Diamorphin-Gehalts:

Bei dem in Berlin „auf der Straße“ gehandelten Heroin handelt es sich in der Regel um braunes Heroin. Das darin enthaltene Diamorphin liegt als freie Base vor. Nach Angaben der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) lag der durchschnittliche Diamorphingehalt (Base) des von Polizei und Zoll in Deutschland sichergestellten Straßenheroins im Jahr 2021 bei 18,7 %.

Der durchschnittliche Diamorphingehalt der komplex zusammengesetzten Heroinproben, die beim Drugchecking in Berlin im Jahr 2023 abgegeben wurden, betrug 26,2 % und schwankte zwischen minimal 6,0 % und maximal 47,1 %.

Der Gehalt der untersuchten Probe liegt mit 10,1 % Diamorphin-Base deutlich unter dem durchschnittlichen Gehalt des 2021 in Deutschland sichergestellten Heroins und der 2023 beim Drugchecking in Berlin abgegebenen Heroinproben.
  

Diamorphin-Dosierung:

Die tödliche Dosis bei intravenösem Konsum (spritzen) liegt bei einer nicht opioid-toleranten erwachsenen Person in der Regel bei ca. 30 mg Diamorphin-Hydrochlorid.

Zur Dosierungs-Orientierung folgt das Standardschema für die schnelle intravenöse Aufdosierung mit Diamorphin-Hydrochlorid (Diaphin) in der suchtmedizinischen Originalstoffvergabe:

Die erste Dosis (Initialdosis) beträgt bei Patient*innen mit unklarer Opioid-Toleranz 15 mg Diamorphin-Hydrochlorid. Nur wenn diese gut vertragen wird, können weitere Injektionen mit Diamorphin-Hydrochlorid erfolgen.

  1. Tag: 15 mg (Initialdosis) + nach 30 Minuten 30 mg gefolgt von 2 x 30 mg im weiteren Tagesverlauf
  2. Tag: 3 x 50 mg
  3. Tag: 3 x 75 mg
  4. Tag: 3 x 125 mg
  5. Tag: 3 x 175 mg
  6. Tag: 3 x 250 mg
  7. Tag: maximale Dosis

Mit 40,8 mg Diamorphin-Base  und sich daraus ergebenden 44,9 mg Diamorphin-Hydrochlorid für die Probe (wenn aus dem untersuchten Pulver eine kleine 400 mg schwere Heroin-Kugel hergestellt würde) liegt eine nicht tolerante Person bei vollständiger Injektion dieser aufgelösten Kugel in einem Bereich mit einem gewissen Letalitätsrisiko (Todesgefahr)!

Eine Einzel-Dosierung von 44,9 mg Diamorphin-Hydrochlorid wird bei der schnellen Aufdosierung innerhalb der Diamorphin gestützten Originalstoffbehandlung am zweiten Tag erreicht.

Dies verdeutlicht, dass die Wirkung von Diamorphin extrem stark vom Toleranzzustand der Konsument*innen abhängt. Während die Dosis von einer toleranten Person nach einigen Tagen regelmäßigen Konsums gut vertragen wird und die erwünschte Wirkung entfaltet, führt sie bei nicht-toleranten Personen zu einer tödlichen Überdosierung.

So schnell wie sich der Toleranzzustand aufbaut, so schnell baut er sich auch wieder ab: Nach 5 Tagen Abstinenz ist die Opioid-Toleranz nahezu vollständig aufgehoben. Wird dann die gewohnt hohe Dosierung verabreicht, kann dies zu einer tödlichen Überdosierung führen.

  
Weitere Informationen zum Thema Heroin finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/diamorphin-heroin

   
Safer Use:

  • Intravenöser Konsum kann schneller zu einer Überdosierung führen als die anderen Konsumtechniken. Achte deshalb beim Spritzen darauf, dass immer jemand bei dir ist, der im Notfall Hilfe leisten und holen kann.
  • Wenn du Heroin oder andere Opioide konsumierst, solltest du das Gegenmittel Naloxon als Nasenspray (Nyxoid) zur Hand haben.
  • Um Überdosierungen zu vermeiden solltest du nach jedem Neukauf erst mal eine kleinere Menge vorsichtig antesten.
  • Nach Entzug oder Therapieabbruch besteht wegen des rasch einsetzenden Toleranzverlustes ein erhöhtes Risiko einer tödlichen Überdosierung. Nach 5 Tagen Abstinenz ist die Opioid-Toleranz nahezu vollständig aufgehoben!
  • Benutze immer frische, sterile Nadeln und Spritzen und dein eigenes steriles, frisches Wasser und einen sauberen Filter, am besten sterile Technofilter sowie einen sauberen Löffel.
  • Vermeide Mischkonsum! Mischkonsum mit anderen Downern (dämpfende Substanzen) wie Alkohol, Benzodiazepinen, Barbituraten, GHB/ GBL, Ketamin, Dextrometorphan, andere Opioide (z. B. Substitutionsmittel), Gabapentinoide wie Pregabalin (Lyrica) und Gabapentin (Neurontin) und anderen Schlaf- und Narkosemitteln erhöht das Risiko für komatöse Zustände und eine lebensgefährliche Atemdepression.

Kokain, verunreinigt mit Tetramisol, 06.02.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Tetramisol, 06.02.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Tetramisol

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
        

Wirkstoffe und Menge:

Kokain-Hydrochlorid 63,6 %
Tetramisol-Hydrochlorid 15,3 %

   
Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !

  
Abgabe der Probe:

06. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

zu Tetramisol:

Tetramisol ist einer der am häufigsten verwendete Verschnittstoffe in Kokain-Proben. Es existiert in den zwei Formen, die sich wie Bild und Spiegelbild (rechte und linke Hand) zueinander verhalten: Levamisol und Dexamisol. Im Tetramisol liegen diese beiden Formen als 1:1 Gemisch (Racemat) vor. In Deutschland wird Levamisol als Mittel gegen Wurmbefall in der Tiermedizin eingesetzt und soll wegen der gefährlichen Nebenwirkungen zu diesem Zweck nicht am Menschen angewendet werden. Es wirkt schon in geringen Dosen stimulierend auf das Immunsystem des Menschen.

Studien zeigen, dass illegal erworbene Kokainproben Levamisol, mit Levamisol angereicherte Mischungen und racemisches Tetramisol als Verschnittstoff enthalten. In 151 Kokainproben die zwischen 2018 und 2021 in Rheinland-Pfalz polizeilich sichergestellt wurden, wurden 51 positiv auf Tetramisol-Substanzen getestet. Dabei handelte es sich bei 48 Proben (94%) um racemisches Tetramisol (Losacker und andere, Toxichem Krimtech 2023). Beim drugchecking in Berlin war die vorliegende Kokain-Probe die zweite, die im Zeitraum vom 3. April bis 13. Juni 2023 positiv auf eine Tetramisol-Verunreinigung getestet wurde. Bei der Untersuchung der Probe wurde nicht zwischen Levamisol und Dexamisol unterschieden, die bestimmte Gesamtmenge geben wir als Tetramisol-Hydrochlorid an.

Tetramisol kann eine Verminderung bestimmter Abwehrzellen im Blut (Neutopenie), die Entzündung und Zerstörung von Blutgefäßwänden (nekrotisierende Vaskulitis) durch Verschluss kleiner Blutgefäße und einen (nahezu) vollständigem Mangel an Granulozyten (Gruppe von weißen Blutkörperchen), also eine potentiell lebensgefährliche Agranulozytose verursachen, was nach regelmäßigem Konsum von mit Tetramisol gestrecktem Kokain beobachtet werden kann. Die nekrotisierend-gefäßschädigenden Eigenschaften des Tetramisols werden bei starkem Kokainkonsum mit dem Absterben ganzer Hautareale in Verbindung gebracht.

Das häufige Vorkommen von Tetramisol/Levamisol in Kokain-Proben hat zu Spekulationen über die Gründe der Beimengung geführt. Vorläufige Untersuchungen ergaben, dass Levamisol im Körper zu Aminorex umgewandelt wird, dass sowohl Kokain-artige wie auch Amphetamin-artige Wirkungen auslöst und so die Wirkung von Kokain verstärkt und verlängern könnte. In einer aktuellen Studie konnte die Entstehung von Aminorex im Körper nach Tetramisol-Konsum allerdings nicht nachgewiesen werden (Hundertmark und andere, Toxichem Krimtech 2023).
   
 
Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit einer unbekannten Substanz, 05.02.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit einer unbekannten Substanz, 05.02.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit einer unbekannten Substanz
  

Warnhinweis:

Verunreinigung
  

Wirkstoffe und Menge:

Amphetamin-Sulfat 38,8 %
Koffein 48,2 %
unbekannte Substanz ohne Mengenbestimmung

   
Der Amphetamingehalt liegt weit über dem üblichen Bereich für in Berlin erworbenes Speed-Pulver (Amphetamin-Koffein-Mischungen). Der durchschnittliche Amphetamingehalt der 2023 beim Drugchecking in Berlin abgegebenen Proben lag bei 25,0 %.


Wegen der unbekannten Substanz raten wir vom Konsum dieses Pulvers ab !
  

Abgabe der Probe:

05. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

Informationen zu Amphetaminen finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/amphetamin-speed
   

zu Koffein:

Koffein wird häufig Speed-Pulvern zugesetzt, um die psychostimulierende Wirkung des Amphetamins zu verstärken und das Amphetamin zu strecken.

Koffein ist ein Stimulans des zentralen Nervensystems und kann Wirkungen auf das periphere Nervensystem, Herzkreislauf-, Atem- und Nierensystem entfalten. Erwünschte Hauptwirkung stellt die psychostimulierende erregende Wirkung dar, für die übliche Einzeldosen von 50 bis 200 mg verwendet werden.

Das Auftreten von unerwünschten Wirkungen bei der Einnahme von Koffein hängt von der Dosis, der individuellen Empfindlichkeit gegenüber Koffein und vom Ausmaß des täglichen Konsums koffeinhaltiger Getränke und/oder anderer Präparate (Toleranz-Entwicklung) ab. Unerwünschte Koffeinwirkungen reichen bei Erwachsenen von Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit, zu Kopfschmerzen, erhöhter Ängstlichkeit, Wahrnehmungsstörungen, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, erhöhter Atemfrequenz und Magen-Darm-Beschwerden. Auch schwere Vergiftungen mit darüber hinausgehenden Symptomen sind beschrieben worden. Schwere Vergiftungssymptome wie Krampfanfälle können bei 1 g Koffein und mehr auftreten, wenn es in kurzer Zeit eingenommen wird. Tödlichen Koffein-Dosen liegen zwischen 3 und 10 g. Koffein und Amphetamin verstärken sich gegenseitig in ihren erwünschten (psychostimulierenden) und unerwünschten Wirkungen (vor allem auf das Herz-Kreislauf-System).

   
Safer Use:

  • Bei Pulvern, kristallinen Proben und Zusammenballungen kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen; auch diese deshalb unbedingt vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit Benzoesäure, 06.02.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit Benzoesäure, 06.02.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit Benzoesäure
  

Warnhinweis:

Verunreinigung
  

Wirkstoffe und Menge:

Amphetamin-Sulfat:    16,9 %
Koffein:   71,4 %
Benzoesäure: ohne Mengenbestimmung

  
Der Amphetamingehalt liegt im üblichen Bereich für in Berlin erworbenes Speed-Pulver (Amphetamin-Koffein-Mischungen). Der durchschnittliche Amphetamin-Gehalt der beim Drugchecking abgegebenen Proben in Berlin lag im Jahr 2023 bei 25,0 % und schwankte zwischen 2,5 % und 92,0 %. Der Koffein-Gehalt in Speed-Proben in Berlin schwankte im Jahr 2023 zwischen 0,8 % und 87,5 %.
  

Abgabe der Probe:

06. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver
  

zur Verunreinigung mit Benzoesäure:

Benzoesäure kommt natürlicherweise in Beerenfrüchten vor und ist als Lebensmittelzusatzstoff (E 210) zur Konservierung von Lebensmitteln zugelassen. Die übliche Dosierung liegt bei 20 - 2.000 mg pro kg Lebensmittel. Der ADI (Acceptable Daily Intake) liegt bei 5 mg pro kg Körpergewicht und Tag.
  

Informationen zu Amphetaminen finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/amphetamin-speed
  

zu Koffein:

Koffein wird häufig Speed-Pulvern zugesetzt, um die psychostimulierende Wirkung des Amphetamins zu verstärken und das Amphetamin zu strecken.

Koffein ist ein Stimulans des zentralen Nervensystems und kann Wirkungen auf das periphere Nervensystem, Herzkreislauf-, Atem- und Nierensystem entfalten. Erwünschte Hauptwirkung stellt die psychostimulierende erregende Wirkung dar, für die übliche Einzeldosen von 50 bis 200 mg verwendet werden.

Das Auftreten von unerwünschten Wirkungen bei der Einnahme von Koffein hängt von der Dosis, der individuellen Empfindlichkeit gegenüber Koffein und vom Ausmaß des täglichen Konsums koffeinhaltiger Getränke und/oder anderer Präparate (Toleranz-Entwicklung) ab. Unerwünschte Koffeinwirkungen reichen bei Erwachsenen von Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit, zu Kopfschmerzen, erhöhter Ängstlichkeit, Wahrnehmungsstörungen, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, erhöhter Atemfrequenz und Magen-Darm-Beschwerden. Auch schwere Vergiftungen mit darüber hinausgehenden Symptomen sind beschrieben worden. Schwere Vergiftungssymptome wie Krampfanfälle können bei 1 g Koffein und mehr auftreten, wenn es in kurzer Zeit eingenommen wird. Tödlichen Koffein-Dosen liegen zwischen 3 und 10 g. Koffein und Amphetamin verstärken sich gegenseitig in ihren erwünschten (psychostimulierenden) und unerwünschten Wirkungen (vor allem auf das Herz-Kreislauf-System).
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern, kristallinen Proben und Zusammenballungen kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen; auch diese deshalb unbedingt vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

N-Ethylpentedron, erworben als Mephedron, 06.02.2024 (Berlin)

N-Ethylpentedron, erworben  als Mephedron, 06.02.2024 (Berlin)

N-Ethylpentedron, erworben  als Mephedron

   
Warnhinweis:

Falschdeklaration


Wirkstoffe:

N-Ethylpentedron (ohne Mengenbestimmung)

es wurde kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen.

Aufgrund der unzureichenden Studienlage zu N-Ethylpentedron raten wir vom Konsum dieser Substanz ab.
  

Abgabe der Probe:

06. Februar 2024 in Berlin
     

Erscheinungsform der Probe:

weißes Pulver
   

zu N-Ethylpentedron:

N-Ethylpentedron [NEP] (= α-Ethylaminopentiophenon [α-EPP]) ist eine neue psychoaktive Substanz aus der Gruppe der synthetischen Cathinone („Badesalze“). Es handelt sich um eine wenig erforschte Verbindung mit überwiegend simulierenden Eigenschaften.

N-Ethylpentedron wird gelegentlich im Ramen von Drugchecking sowie bei der Untersuchung von Körperflüssigkeiten von Patient*innen in psychiatrischen Krankenhäusern und Suchtkliniken sowie im Zusammenhang mit Vergiftungsfällen nachgewiesen.

In einer Studie zur Verstoffwechslung von synthetischen Cathinonen nahmen Frauen 20 oder 30 mg N-Ethylpentedrone-Hydrochlorid und Männer 30 oder 40 mg N-Ethylpentedrone-Hydrochlorid nasal ein. Wirkungen und Nebenwirkungen wurden dabei nicht erfasst.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0731708524000347?via%3Dihub

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36028947/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34849994/
    

In einer Zellkulturstudie erwies sich N-Ethylpentedron bei der Hemmung der Wiederaufnahme der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin als deutlich potenter als bei der Hemmung der Wiederaufnahme von Serotonin. Aus diesem Verhältnis lässt sich für N-Ethylpentedron ein höheres Abhängigkeitsrisiko sowie eine stärker stimulierende und eine geringere entaktogene Wirkung (mit Steigerung des Wohlbefindens und der Empathiefähigkeit) als nach dem Konsum von MDMA ableiten.

Als Nebenwirkungen werden unter anderem die Erhöhung der Körpertemperatur (Hyperthermie), des Blutdrucks (Hypertonie) und der Herzfrequenz (Tachykardie) sowie die Auslösung oder Verstärkung von Angstzuständen vorhergesagt.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6500773/

 

In einem Tierversuch wurde gezeigt, dass N-Ethylpentedron die Bewegungsaktivität von Mäusen steigert.

https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/download/pdf/4590841?originalFilename=true
    

In einem wissenschaftlich publizierten Vergiftungsfall wird von anfänglicher schwerer Erregung einschließlich Verfolgungswahn, Herzrasen (Tachykardie), Pupillenerweiterung (Mydriasis), Fieber (Hyperthermie), Nierenversagen, Muskelabbau (Rhabdomyolyse), Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose) und schließlich Koma nach dem Konsum von N-Ethylpentedron berichtet. Nach dreitägiger intensivmedizinischer Behandlung bildeten sich die Symptome vollständig zurück. Es wurde eine hohe Blutkonzentration von N-Ethylpentedron nachgewiesen, die auch in den folgenden 17 Stunden nicht abnahm, was auf eine mögliche lange Halbwertszeit dieser Verbindung im menschlichen Körper und damit auf eine mögliche lange Wirkdauer  hinweist.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36453752/
   

Safer Use:

  1. Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle möglichst vor dem Konsum testen lassen!
  2. Wenn dies nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren möchtest, taste dich mit kleinen Mengen vorsichtig an die gewünschte Dosis heran.
  3. Es gibt relativ wenig gesichertes Wissen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen. Mit dem Konsum gehst du unbekannte Risiken ein.

3-MMC, verunreinigt mit einer unbekannten Substanz, erworben als 3-MMC, 05.02.2024 (Berlin)

3-MMC, verunreinigt mit einer unbekannten Substanz, erworben als 3-MMC, 05.02.2024 (Berlin)

3-MMC, verunreinigt mit einer unbekannten Substanz

 

Warnhinweis:

Verunreinigung
   

Wirkstoffe:

3-MMC-Hydrochlorid ohne Mengenbestimmung
unbekannte Substanz
ohne Mengenbestimmung

  
Wegen der unbekannten Substanz raten wir vom Konsum dieses Pulvers ab !

  

Abgabe der Probe:

05. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

zu 3-MMC:

3-MMC (3-Methylmethcathinon = Metaphedron) ist ein synthetisches Cathinon. Es ist in seiner chemischen Struktur dem Mephedron (4-MMC) sehr ähnlich. 3-MMC wird zu den sogenannten neuen psychoaktiven Substanzen gezählt. Risiken und Nebenwirkungen, insbesondere die Langzeitfolgen des Konsums, sind kaum erforscht.

Wirkungen:

  1. Glücksgefühle bis hin zur Euphorie,
  2. gesteigertes Einfühlungsvermögen,
  3. Intensivierung der Sinneswahrnehmungen, auch von Musik und sexuellen Reizen,
  4. Mobilisierung von Energiereserven und erhöhter Bewegungsdrang,
  5. sexuelle Stimulation.
       

Nebenwirkungen und Konsumrisiken:

  1. Übererregung (Agitation)
  2. Herzrasen,
  3. erhöhter Blutdruck,
  4. erhöhte Körpertemperatur (Hyperthermie) mit der Gefahr von Dehydrierung (Austrocknung),
  5. Craving (starkes Verlangen nach der Substanz) verbunden mit einem Abhängigkeitsrisiko,
  6. Angstzustände und psychotisches Erleben (insbesondere bei hoher Dosierung).

Nachwirkungen:

  1. sexuelle Funktionsstörungen,
  2. depressive Verstimmungen,
  3. Antriebslosigkeit.

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Gemisch aus MDMA und 4-CMC, erworben als 4-MMC, 05.02.2024 (Berlin)

Gemisch aus MDMA und 4-CMC, erworben als 4-MMC, 05.02.2024 (Berlin)

Gemisch aus MDMA und 4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron)

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe und Menge:

MDMA-Hydrochlorid 61,6 %
4-CMC-Hydrochlorid 24,2 %

   
Es konnte kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen werden.  
  

Abgabe der Probe:

05. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
    

Risikoeinschätzung

Die Wirkungen und Nebenwirkungen von MDMA und 4-CMC verstärken sich gegenseitig.

Das macht das gesundheitliche Risiko des Konsums schwer kalkulierbar und eine risikoarme Dosierung nicht abschätzbar. Zudem sind die Risiken des Konsums von 4-CMC kaum erforscht. Es wird von einer relativ starken Neurotoxizität ausgegangen.

Wir raten vom Konsum ab!
  

zu 4-CMC:

4-CMC = (4-Chloromethcathinon, Clephedron) wird den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört zur Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. Über die Wirkungen, Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen kaum gesicherte Informationen vor. Insbesondere wurden nie klinische Studien (experimentelle Untersuchungen am Menschen) durchgeführt.

Wie Mephedron wirkt 4-CMC hemmend auf die Transporter der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und erhöht damit die Konzentration der aus den Nervenzellen freigesetzten Botenstoffe im Gehirn. Im Tierversuch erhöhte 4-CMC mit ähnlicher Potenz wie Mephedron den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Bewegungsaktivität. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Dopamin im Raum zwischen den Nervenzellen wird 4-CMC ein „Missbrauchspotential“ (Craving, Abhängigkeitsrisiko) zugeschrieben.

In Zellkultur-Versuchen führt 4-CMC zur vermehrten Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, kurz ROS), schädigt Zellmembranen und beeinträchtigt die Funktion von Mitochondrien (Zellbestandteile, die die Zellatmung und damit die Energiegewinnung ermöglichen). Dies wird mit einer Schädigung insbesondere von Nerven- und Leberzellen in Verbindung gebracht.

In einer Humanstudie zur Verstoffwechselung (Abbau) von synthetischen Cathinonen nahmen die Proband*innen zwischen 100 und 150 mg 4-CMC-Hydrochlorid oral ein. Wirkungen und Nebenwirkungen wurden dabei nicht erfasst.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0731708524000347?via%3Dihub
    

Informationen zu MDMA findest du auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/mdma-ecstasy
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

3-CMC, Ketamin und iso-3-CMC, erworben als 3-MMC, 05.02.2024 (Berlin)

3-CMC, Ketamin und iso-3-CMC, erworben als 3-MMC, 05.02.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), Ketamin und iso-3-CMC, erworben als 3-MMC

   
Warnhinweis:

Falschdeklaration und Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge:

3-CMC-Hydrochlorid: 0,6 %
Ketamin-Hydrochlorid: 0,4 %
iso-3-CMC-Hydrochlorid: ohne Mengenbestimmung

   
Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !
   

Abgabe der Probe:

05. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

Risikoeinschätzung:

3-CMC und Ketamin besitzen einen so niedrigen Gehalt, dass zur Erzielung einer wirksamen Dosis eine unrealistisch hohe Menge des Pulvers konsumiert werden müssen.
       

zu iso-3-CMC:

Iso-3-CMC ist ein Isomer von 3-CMC und vermutlich ein Nebenprodukt bei der Synthese von 3-CMC. Es ist hinsichtlich seiner Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken beim Konsum nicht erforscht und bewertet worden.

Der Nachweis in der vorliegenden Probe deutet auf eine unsachgemäße Herstellung der Substanz hin.
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

3-CMC und iso-3-CMC, erworben als 3-MMC, 06.02.2024 (Berlin)

3-CMC und iso-3-CMC, erworben als 3-MMC, 06.02.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), verunreinigt mit iso-3-CMC, erworben als 3-MMC

   
Warnhinweis:

Falschdeklaration und Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge:

3-CMC-Hydrochlorid: 87,7 %
iso-3-CMC-Hydrochlorid: ohne Mengenbestimmung

   
Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.
    
  

Abgabe der Probe:

06. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle
   

Risikoeinschätzung Verunreinigung mit iso-3-CMC:

Iso-3-CMC ist ein Isomer von 3-CMC und vermutlich ein Nebenprodukt bei der Synthese von 3-CMC. Es ist hinsichtlich seiner Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken beim Konsum nicht erforscht und bewertet worden.

Der Nachweis in der vorliegenden Probe deutet auf eine unsachgemäße Herstellung der Substanz hin.

Vom Konsum wird abgeraten!
    

zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.
    

Wirkmechanismus:

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.
   

Wirkungen:

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.
    

Risiken und Nebenwirkungen:

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

Dosierung:

nasal:
  
leicht: 20 − 40 mg
mittel: 40 − 80 mg
stark: 80 − 100 mg

oral:
  
leicht: 30 − 60 mg
mittel: 60 − 100mg
stark: 100 − 180 mg    

Über intravenösen, rektalen und inhalativen Konsum ist wenig bekannt. Diese Konsumformen sollten vermieden werden. Wenn diese Konsumformen dennoch ausprobiert werden, sollte die Dosis so niedrig wie möglich gehalten werden.
   

Wirkungseintritt:
    
nasal: nach 10 - 30 Minuten
oral:   nach 30 - 60 Minuten
  

Wirkdauer:
  
nasal: 1 - 2 Stunden
oral:   2 - 4 Stunden
       
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Quellen:

https://www.emcdda.europa.eu/publications/risk-assessments/3-cmc_en

https://www.saferparty.ch/substanzen/clophedron

https://www.unodc.org/LSS/Substance/Details/349b51c1-8322-4cfd-b723-35e28ed1f4f6

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 06.02.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 06.02.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron)

    
Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe und Menge:

4-CMC-Hydrochlorid:  88,5 %

Es konnte kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen werden.  
  

Abgabe der Probe:

06. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

bräunliches Pulver
   

zu 4-CMC:

4-CMC = (4-Chloromethcathinon, Clephedron) wird den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört zur Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. Über die Wirkungen, Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen kaum gesicherte Informationen vor. Insbesondere wurden nie klinische Studien (experimentelle Untersuchungen am Menschen) durchgeführt.

Wie Mephedron wirkt 4-CMC hemmend auf die Transporter der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und erhöht damit die Konzentration der aus den Nervenzellen freigesetzten Botenstoffe im Gehirn. Im Tierversuch erhöhte 4-CMC mit ähnlicher Potenz wie Mephedron den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Bewegungsaktivität. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Dopamin im Raum zwischen den Nervenzellen wird 4-CMC ein „Missbrauchspotential“ (Craving, Abhängigkeitsrisiko) zugeschrieben.

In Zellkultur-Versuchen führt 4-CMC zur vermehrten Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, kurz ROS), schädigt Zellmembranen und beeinträchtigt die Funktion von Mitochondrien (Zellbestandteile, die die Zellatmung und damit die Energiegewinnung ermöglichen). Dies wird mit einer Schädigung insbesondere von Nerven- und Leberzellen in Verbindung gebracht.

In einer Humanstudie zur Verstoffwechselung (Abbau) von synthetischen Cathinonen nahmen die Proband*innen zwischen 100 und 150 mg 4-CMC-Hydrochlorid oral ein. Wirkungen und Nebenwirkungen wurden dabei nicht erfasst.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0731708524000347?via%3Dihub
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.


    

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 06.02.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 06.02.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron)

    
Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe und Menge:

4-CMC-Hydrochlorid:  90,0 %

Es konnte kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen werden.  
  

Abgabe der Probe:

06. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

gelbliches Pulver
   

zu 4-CMC:

4-CMC = (4-Chloromethcathinon, Clephedron) wird den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört zur Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. Über die Wirkungen, Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen kaum gesicherte Informationen vor. Insbesondere wurden nie klinische Studien (experimentelle Untersuchungen am Menschen) durchgeführt.

Wie Mephedron wirkt 4-CMC hemmend auf die Transporter der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und erhöht damit die Konzentration der aus den Nervenzellen freigesetzten Botenstoffe im Gehirn. Im Tierversuch erhöhte 4-CMC mit ähnlicher Potenz wie Mephedron den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Bewegungsaktivität. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Dopamin im Raum zwischen den Nervenzellen wird 4-CMC ein „Missbrauchspotential“ (Craving, Abhängigkeitsrisiko) zugeschrieben.

In Zellkultur-Versuchen führt 4-CMC zur vermehrten Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, kurz ROS), schädigt Zellmembranen und beeinträchtigt die Funktion von Mitochondrien (Zellbestandteile, die die Zellatmung und damit die Energiegewinnung ermöglichen). Dies wird mit einer Schädigung insbesondere von Nerven- und Leberzellen in Verbindung gebracht.

In einer Humanstudie zur Verstoffwechselung (Abbau) von synthetischen Cathinonen nahmen die Proband*innen zwischen 100 und 150 mg 4-CMC-Hydrochlorid oral ein. Wirkungen und Nebenwirkungen wurden dabei nicht erfasst.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0731708524000347?via%3Dihub
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit Phenethylamin, 06.02.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit Phenethylamin, 06.02.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit Phenethylamin

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge:

Amphetamin-Sulfat:    44,2 %
Koffein:     4,2 %
Phenethylamin-Hydrochlorid:   6,0 %

   
Der Amphetamingehalt liegt weit über dem üblichen Bereich für in Berlin erworbenes Speed-Pulver (Amphetamin-Koffein-Mischungen). Der durchschnittliche Amphetamingehalt der 2023 beim Drugchecking in Berlin abgegebenen Proben lag bei 25,0 %.
  

Abgabe der Probe:

06. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

Informationen zu Amphetaminen finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/amphetamin-speed
  

zu Koffein:

Koffein wird häufig Speed-Pulvern zugesetzt, um die psychostimulierende Wirkung des Amphetamins zu verstärken und das Amphetamin zu strecken.

Koffein ist ein Stimulans des zentralen Nervensystems und kann Wirkungen auf das periphere Nervensystem, Herzkreislauf-, Atem- und Nierensystem entfalten. Erwünschte Hauptwirkung stellt die psychostimulierende erregende Wirkung dar, für die übliche Einzeldosen von 50 bis 200 mg verwendet werden.

Das Auftreten von unerwünschten Wirkungen bei der Einnahme von Koffein hängt von der Dosis, der individuellen Empfindlichkeit gegenüber Koffein und vom Ausmaß des täglichen Konsums koffeinhaltiger Getränke und/oder anderer Präparate (Toleranz-Entwicklung) ab. Unerwünschte Koffeinwirkungen reichen bei Erwachsenen von Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit, zu Kopfschmerzen, erhöhter Ängstlichkeit, Wahrnehmungsstörungen, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, erhöhter Atemfrequenz und Magen-Darm-Beschwerden. Auch schwere Vergiftungen mit darüber hinausgehenden Symptomen sind beschrieben worden. Schwere Vergiftungssymptome wie Krampfanfälle können bei 1 g Koffein und mehr auftreten, wenn es in kurzer Zeit eingenommen wird. Tödlichen Koffein-Dosen liegen zwischen 3 und 10 g. Koffein und Amphetamin verstärken sich gegenseitig in ihren erwünschten (psychostimulierenden) und unerwünschten Wirkungen (vor allem auf das Herz-Kreislauf-System).
  

zu Phenethylamin:

Phenetylamin kommt zum Beispiel in Kakao oder Schokolade vor. Im menschlichen Körper ist es ein Abbauprodukt bestimmter Aminosäuren (Eiweißbausteine). Phenethylamin wird im Körper unter anderem durch das Enzym MAO (Monoaminoxidase) schnell abgebaut.

Oral eingenommen ruft es beim Menschen auch in sehr hohen Dosen in der Regel keine psychoaktive Wirkung hervor.

Im Tierversuch tritt eine stimulierende Wirkung (z.B. erhöhte Bewegungsaktivität) nur in hohen Dosen und nur in Kombination mit der Gabe von MAO-Hemmern auf.

Bei Menschen, die mit MAO-Hemmern wie dem Reserveantidepressivum Tranylcypromin behandelt werden, sind unangenehme Wirkungen bereits ab einer Dosis von 1 mg Phenethylamin möglich.

Die im Internet kursierenden Informationen über die angeblich psychoaktive Wirkung von Phenethylamin werden als Fehlinformationen eingestuft, die aus Marketinggründen z.B. von Online-Shops verbreitet werden.
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen; auch diese deshalb unbedingt vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

Gemisch aus Ketamin, MDMA und Koffein, erworben als Pink Cocaine, 06.02.2024 (Berlin)

Gemisch aus Ketamin, MDMA und Koffein, erworben als Pink Cocaine, 06.02.2024 (Berlin)

Ketamin-MDMA-Koffein-Gemisch, erworben als "Pink Cocaine"

   
Warnhinweis:

irreführende Bezeichnung und Verunreinigung
  

Wirkstoffe und Menge:

Ketamin-Hydrochlorid 28,6 %
MDMA-Hydrochlorid 22,8 %
Koffein 10,9 %

   
Abgabe der Probe:

06. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

pinkes Pulver
  

zu  "Pink Cocaine" ("Tucibi", "Tusi"):

"Tucibi", "Tusi" und "Pink Cocaine" sind ursprünglich Szenenamen aus Südamerika für das Psychedelikum 2C-B.

In europäischen Drug Checking Einrichtungen werden seit einigen Jahren pinke Pulver unter diesen Szenenamen zur Analyse abgegeben, bei denen es sich meist um Gemische aus mehreren psychoaktiven Wirkstoffen handelte: Oft Ketamin und MDMA, manchmal noch zusätzlich mit Koffein, Paracetamol, Amphetamin, 2C-B oder Ibuprofen versetzt.

Die Kombination von Ketamin und MDMA kann je nach Mischungsverhältnis und Dosierung zu einer hohen Belastung des Körpers führen. Insbesondere ein hoher Ketamin-Anteil kann wegen der dann erzielten dissoziative und bewegungseinschränkenden Wirkung überfordernd und beängstigend sein. Dies gilt insbesondere, wenn größere Mengen der Mischung konsumiert werden, der Konsum von Ketamin nicht beabsichtigt war und die Umgebung unübersichtlich ist. Das stimulierende Koffein kann die Belastung für das Herz-Kreislauf-System erhöhen.

Trotzdem sind solche Mischungen in niedrigen Dosen in bestimmten Konsument*innen Kreisen wegen der erzielten Mischwirkung populär.
   

Informationen zu MDMA und Ketamin sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/mdma-ecstasy

https://drugchecking.berlin/substanzen/ketamin
   

Safer Use:

  • Verzichte auf den Kauf und Konsum von Fertigmischungen, du weißt nicht, was und in welchem Verhältnis darin enthalten ist.
  • Wenn du auf solche Mischungen nicht verzichten willst, mische sie selbst. Verwende eine Feinwaage, um die einzelnen Komponenten zu dosieren. Mische anschließend gut durch.
  • Bevor du Mischkonsum betreibst, solltest du genügend Erfahrung mit den einzelnen Substanzen gesammelt haben.
  • Dosiere niedrig.
  • Nutze Drugchecking.

  

Quellen:

https://www.saferparty.ch/blog/tucibi-und-pink-cocaine

https://checkit.wien/pinkes-pulver-pink-cocaine-tucibi-tusi/

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 06.02.2024 (Berlin)

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 06.02.2024 (Berlin)

2-MMC erworben als 3-MMC

    
Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe:

2-MMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

Aufgrund fehlender Informationen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken des Konsums von 2-MMC raten wir vom Konsum dieser Substanz ab.
   

Abgabe der Probe:

06. Februar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle
   

zu 2-MMC:

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein synthetisches Cathinon und wird den so genannten NPS (Neue Psychoaktive Substanzen) zugeordnet. Die chemische Struktur ist der von 3-MMC und 4-MMC (Mephedron) sehr ähnlich. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wirkung, Wirkungsmechanismus, Dosierung, akuten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen des Konsums von 2-MMC liegen nicht vor. Veröffentlicht ist lediglich eine Studie zum geschlechtsspezifischen biochemischen Abbau von 2-MMC im Vergleich zu 3-MMC und 4-MMC an menschlichen und tierischen Lebermikrosomen (Membranschnipsel).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10444680/
 

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Kristalle ohne psychoaktiven Wirkstoff, erworben als Methamphetamin, 06.02.2024 (Berlin)

Kristalle ohne psychoaktiven Wirkstoff, erworben als Methamphetamin, 06.02.2024 (Berlin)

Kristalle ohne psychoaktiven Wirkstoff, erworben als Methamphetamin

  
Warnhinweis:

Falschdeklaration
        

Wirkstoffe und Menge:

Methamphetamin (Crystal Meth) oder andere pharmakologisch wirksame Substanzen wurden nicht nachgewiesen.

   
Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !

  
Abgabe der Probe:

06. Februar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

farblos-bräunliche Kristalle
   

Risikoeinschätzung:

Wenn eine Substanz ohne psychoaktiven Wirkstoff in der irrigen Annahme konsumiert wird, es handele sich um Methamphetamin, und die Wirkung ausbleibt, kann dies dazu führen, dass größere Mengen einer anderen Substanz konsumiert werden. Enthält diese einen psychoaktiven Wirkstoff in der üblichen Menge, kann es zu einer gefährlichen Überdosierung kommen.
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern, kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen; auch diese deshalb unbedingt vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

 

 

 

3-CMC (Clophedron), verunreinigt mit iso-3-CMC, erworben als 3-MMC mit nicht bestätigtem Verdacht auf ein Verunreinigung mit Fentanyl, 30.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), verunreinigt mit iso-3-CMC, erworben als 3-MMC mit nicht bestätigtem Verdacht auf ein Verunreinigung mit Fentanyl, 30.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), verunreinigt mit iso-3-CMC, erworben als 3-MMC mit nicht bestätigtem Verdacht auf eine Verunreinigung mit Fentanyl

   
Warnhinweis:

Falschdeklaration und Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge:

3-CMC-Hydrochlorid: 84,4 %
iso-3-CMC-Hydrochlorid: ohne Mengenbestimmung

   
Es wurde kein 3-MMC und kein Fentanyl (hochpotentes synthtisches Opioid) nachgewiesen.

Das Ergebnis wurde in mehreren Analysendurchgängen mit den für die Fragestellung geeigneten Methoden der instrumentellen Analytik ermittelt und bestätigt.
   

Abgabe der Probe:

30. Januar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle (kristallines Pulver)
   

Risikoeinschätzung Verunreinigung mit iso-3-CMC:

Iso-3-CMC ist ein Isomer von 3-CMC und vermutlich ein Nebenprodukt bei der Synthese von 3-CMC. Es ist hinsichtlich seiner Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken beim Konsum nicht erforscht und bewertet worden.

Der Nachweis in der vorliegenden Probe deutet auf eine unsachgemäße Herstellung der Substanz hin.

Vom Konsum wird abgeraten!
    

zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.
    

Wirkmechanismus:

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.
   

Wirkungen:

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.
    

Risiken und Nebenwirkungen:

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

Dosierung:

nasal:
  
leicht: 20 − 40 mg
mittel: 40 − 80 mg
stark: 80 − 100 mg

oral:
  
leicht: 30 − 60 mg
mittel: 60 − 100mg
stark: 100 − 180 mg    

Über intravenösen, rektalen und inhalativen Konsum ist wenig bekannt. Diese Konsumformen sollten vermieden werden. Wenn diese Konsumformen dennoch ausprobiert werden, sollte die Dosis so niedrig wie möglich gehalten werden.
   

Wirkungseintritt:
    
nasal: nach 10 - 30 Minuten
oral:   nach 30 - 60 Minuten
  

Wirkdauer:
  
nasal: 1 - 2 Stunden
oral:   2 - 4 Stunden
       
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Quellen:

https://www.emcdda.europa.eu/publications/risk-assessments/3-cmc_en

https://www.saferparty.ch/substanzen/clophedron

https://www.unodc.org/LSS/Substance/Details/349b51c1-8322-4cfd-b723-35e28ed1f4f6

Cannabis, verunreinigt mit dem synthetischen Cannabinoid MDMB-4en-PINACA, 12.12.2023 (Berlin)

Cannabis, verunreinigt mit dem synthetischen Cannabinoid MDMB-4en-PINACA, 12.12.2023 (Berlin)

Cannabis, verunreinigt mit einem synthetischen Cannabinoid

  

Warnhinweis:

gefährliche Verunreinigung !
  

Wirkstoffe und Menge:

MDMB-4en-PINACA ohne Mengenbestimmung
delta-9-THC ohne Mengenbestimmung

Delta-9-THC ist der psychoaktive Hauptwirkstoff aus der Cannabis-Pflanze. Es wird meist einfach als THC bezeichnet.
   

Wir raten von dem Konsum dieser Substanz dringend ab !
  

Abgabe der Probe:

12. Dezember 2023 in Berlin
  

Erscheinungsform der Probe:

grünes Pflanzenmaterial

  

zu MDMB-4en-PINACA:

MDMB-4en-PINACA ist ein synthetisch hergestelltes Cannabinoid. Es bindet viel stärker als THC aus der Cannabispflanze an die CB1-Rezeptoren im menschlichen Körper und kann diese stark aktivieren.

Zu den akuten Wirkungen und Nebenwirkungen von Substanzen, die den CB1-Rezeptor aktivieren, gehören Entspannung, Euphorie, Lethargie, Depersonalisation, verzerrte Zeitwahrnehmung, Beeinträchtigung der motorischen Leistungsfähigkeit, Halluzinationen, Paranoia, Verwirrtheit, Angst, Unruhe, Mundtrockenheit, Rötung der Bindehaut der Augen, Herzrasen sowie Übelkeit und Erbrechen.

Im Gegensatz zu Cannabis führt der Konsum synthetischer Cannabinoide häufig zu schweren und tödlichen Vergiftungen. Zu den Vergiftungssymptomen gehören Desorientierung, Bewusstlosigkeit (Koma), Bluthochdruck, Herzrasen oder erniedrigte Herzfrequenz, Brustschmerzen, Herzinfarkt und Schlaganfall, Krampfanfälle, Übelkeit und Erbrechen, Delirium, Unruhe, Psychosen sowie aggressives und gewalttätiges Verhalten.

Der Konsum synthetischer Cannabinoide ist mit einer raschen Toleranzentwicklung, einem starken Konsumverlangen, einer raschen Abhängigkeitsentwicklung und starken Entzugssymptomen verbunden. Daher wird eine stationäre Entgiftung empfohlen.

Im Zusammenhang mit dem Konsum von MDMB-4en-PINACA sind zahlreiche lebensbedrohliche Vergiftungen und Todesfälle aufgetreten. Bei den Todesfällen waren neben MDMB-4en-PINACA auch andere Downer wie Alkohol, Opioide, andere synthetische Cannabinoide oder Benzodiazepine beteiligt.

https://www.emcdda.europa.eu/publications/initial-reports/mdmb-4en-pinaca_en
   
  

Weitere Informationen zum Thema Cannabis finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/cannabis

  

Safer Use:

A. Strategien zur Vermeidung von Vergiftungen durch synthetische Cannabinoide beim Konsum von pflanzlichem Cannabis:

  1. Bei Verdacht Cannabis in einem Drugchecking-Angebot testen lassen.
  2. Neu gekaufte Cannabisprodukte beim ersten Konsum nur „testen“ (zwei bis drei Züge) und danach 20 Minuten warten. Bei ungewöhnlicher Wirkung unbedingt auf weiteren Konsum verzichten!
  3. Mischkonsum vermeiden! Mischkonsum (auch mit Alkohol oder Medikamenten) ist wegen der unvorhersehbaren und noch unbekannten Wechselwirkungen besonders riskant.
  4. Cannabisprodukte vor dem Konsum gut durchmischen (Grinder verwenden), um eine hohe Konzentration möglicher synthetischer Cannabinoide in einzelnen Blütenteilen zu vermeiden. Besondere Vorsicht ist bei Restmaterial geboten, das von den äusseren Blütenteilen abgefallen ist, da hier eine besonders hohe Konzentration an synthetischen Cannabinoiden vermutet wird.

Quelle: Safer Party Schweiz (Drogeninformationszentrum Zürich)

https://www.saferparty.ch/blog/synthetische-cannabinoide-ergebnisse-aus-dem-drug-checking-der-stadt-zurich-januar-bis-august-2020

  

B. Strategien zur Vermeidung von Vergiftungen beim absichtlichen Konsum von Räuchermischungen, die synthetische Cannabinoide enthalten:

  1. Beachte, dass Produkte mit gleichen Markennamen völlig unterschiedliche Wirkungen und Nebenwirkungen haben können.
  2. Rechne immer mit unerwarteten Wirkungen.
  3. Konsumiere nie alleine und halte die Nummer eines Notfalldienstes bereit.
  4. Setze dich nach dem Konsum von Räuchermischungen nicht ans Steuer.
  5. Informiere dich so gut wie möglich über eine neue Substanz, bevor du sie konsumierst.
  6. Verwende immer niedrige Dosen.
  7. Vermeide Mischkonsum, insbesondere mit dämpfenden Substanzen wie Alkohol, Opioiden, anderen synthetischen Cannabinoiden oder Benzodiazepinen.

Quelle: Legal High Inhaltsstoffe (Frankfurt/Main)

https://legal-high-inhaltsstoffe.de/de/safer-use-r%C3%A4uchermischungen.html

Methylphenidat, erworben als Lisdexamphetamin (Elvanse®), 12.12.2023 (Berlin)

Methylphenidat, erworben als Lisdexamphetamin (Elvanse®), 12.12.2023 (Berlin)

Methylphenidat, erworben als Lisdexamphetamin (Elvanse®)

Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe:

Methylphenidat-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein Lisdexamphetamin (Elvanse®) nachgewiesen.

Abgabe der Probe:

12. Dezember 2023 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

zu Methylphenidat:

Methylphenidat (MPH, MPD) ist ein Psychostimulans aus der Gruppe der Phenidate. In seiner chemischen Struktur und Wirkung ist es mit dem Amphetamin verwandt. Es wird als Medikament (z.B. Ritalin®, Medikinet®, Concerta®) zur Behandlung von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) und Narkolepsie eingesetzt.

Methylphenidat kann als Soft-Psychostimulans (Softdrug) betrachtet werden, da seine Molekülstruktur eine Sollbruchstelle enthält, an der Methylphenidat schnell in das inaktive Abbauprodukt Ritalinsäure gespalten wird. Softdrugs sind Wirkstoffe, die gezielt so entwickelt werden, dass sie nach Erfüllung ihrer Wirkungsaufgabe durch ihren biochemischen Abbau schnell inaktiviert werden. Dadurch sollen unerwünschte Wirkungen (z.B. durch wirksame Abbauprodukte) vermindert werden.
  

Konsumformen:

  1. oral,
  2. nasal,
  3. intravenös.
      

Dosis:  10 – 50 mg Methylphenidat-Hydrochlorid
  

Dosis-Wirkungs-Beziehung bei oraler Einnahme (Schlucken):

Wirkungsstärke

Dosierung von Methylphenidat-Hydrochlorid

erste Wirkeffekte:   5 -  10 mg
leichte Wirkung: 10 -   20 mg
mittelstarke Wirkung: 20 -   40 mg  (übliche Dosierung)
starke Wirkung: 40 -   60 mg
sehr starke Wirkung:    >    60 mg

 

Wirkmechanismus:

Methylphenidat hemmt die Wiederaufnahme der Botenstoffe Noradrenalin und vor allem Dopamin in die Nervenzellen, die diese Botenstoffe ausschütten. Außerdem bewirkt es die Freisetzung von Noradrenalin und Dopamin in den Raum zwischen den Nervenzellen.

  
Wirkungen:

  • Aktivitäts- und antriebssteigernd,
  • Stimmungsaufhellung,
  • Leistungssteigerung und erhöhte Aufmerksamkeit,
  • Verbesserung der Fokussierung,
  • Unterdrückung von Müdigkeit und Schlafbedürfnis.
      

(häufigste) Nebenwirkungen:

  • verminderter Appetit, Nervosität, Gefühl der inneren Unruhe;
  • unnormales Verhalten, Aggression, Stimmungsschwankungen, Appetitlosigkeit, Angst, Depression, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen, Abnahme der sexuellen Lust, Panikattacken, Zähneknirschen;
  • Kopfschmerzen, Zittern, Schläfrigkeit, Schwindel, Störungen des Bewegungsablaufs, Hyperaktivität;
  • erhöhte Herzfrequenz, starkes und unregelmäßiges Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Kältegefühl;
  • Husten, Rachen- und Kehlkopfschmerzen, erschwerte Atmung, Entzündung der Nase und des Rachens;
  • Übelkeit, Mundtrockenheit, Bauchschmerzen, Magenbeschwerden, Erbrechen, Zahnschmerzen, Durchfall;
  • Schwitzen, Haarausfall, Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht;
  • Gelenkschmerzen;
  • Wachstumsstörungen bei Kindern und Jugendlichen.
      

Gegenanzeigen („nicht nehmen bei“):

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich Gefäßerkrankungen;
  • Lebefunktionsstörungen;
  • Schilddrüsen-Funktionsstörungen;
  • Glaukom (Grüner Star);
  • Phäochromozytom (Tumoren des Nebennierenmarks);
  • Behandlung mit MAO-Hemmern;
  • Psychischen/psychiatrischen Störungen wie z.B. Schizophrenie, Depressionen, Manien, Bipolare Störungen, Magersucht, Borderline-Persönlichkeitsstörungen und Suizidneigung;
  • Epilepsie.
       

Mischkonsum mit Alkohol:

Bei gleichzeitigem Konsum von Methylphenidat und Alkohol wird in der Leber Ethylphenidat (EPH) gebildet, dass die Dopaminkonzentration im Gehirn noch stärker erhöht als Methylphenidat.

Durch den zeitnahen Konsum von Stimulanzien und Alkohol werden die Vergiftungssymptome (Ausfallerscheinungen) des Alkohols schlechter wahrgenommen. Die Gefahr einer akuten Alkoholvergiftung ist durch den möglichen Mehrkonsum von Alkohol erhöht.
  

Vergiftung:

Eine akute Überdosierung kann zu Erbrechen, Agitiertheit, Tremor, gesteigerte Reflexbereitschaft, Muskelzuckungen, Krampfanfälle (auf die ein Koma folgen kann), Euphorie, Verwirrung, Halluzinationen, Delirium, Schwitzen, anfallsweise auftretende Rötung der Haut (Gesicht u. Oberkörper), Kopfschmerzen, extremes Fieber, erhöhte Herzfrequenz, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, erweiterte Pupillen, Trockenheit der Schleimhäute und Zerfall von Muskelfasern (Rhabdomyolyse) führen.
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

Paracetamol, erworben als Adderall® (Mischung von Amphetamin-Salzen), 12.12.2023 (Berlin)

Paracetamol, erworben als Adderall® (Mischung von Amphetamin-Salzen), 12.12.2023 (Berlin)

Paracetamol, erworben als Adderall® (Mischung von Amphetamin-Salzen)

Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe und Menge

Paracetamol: 37,6 %

Es wurden keine Amphetamine nachgewiesen.

Wegen der Nebenwirkungen bei Überdosierung (u.a. Leberschädenschäden) von Paracetamol raten wir vom Konsum dieser Substanz ab !
    

Abgabe der Probe

12. Dezember 2023 in Berlin
  

Erscheinungsform

grünliches Pulver
  

zu Paracetamol:

Paracetamol ist ein Schmerz- und Fiebermittel aus der Gruppe der Anilide.
  

Dosierung (oral):

Für Erwachsenen drei- bis viermal täglich 500 bis 1000 mg (maximal 4000 mg pro 24 Stunden).
  

Wirkungen:

Schmerzreduktion,

Fiebersenkung,

geringe entzündungshemmende Eigenschaften.
  

Nebenwirkungen:

Anstieg der Leberenzyme,

Blutbildveränderungen,

Überempfindlichkeitsreaktionen,

Hautreaktionen,

Störungen im Magen-Darm-Trakt,

Verengung der Atemwege.
  

Gegenanzeigen ("nicht nehmen bei"):

Eingeschränkte Leberfunktion (z.B. durch chronischen Alkoholmissbrauch oder Leberentzündung)

Alkoholmissbrauch,

Eingeschränkte Nierenfunktion,

Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit),

Erbliche Enzymstörung (Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel),

Blutarmut durch schnelleren Abbau roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie),

Glutathion-Mangel,

Flüssigkeitsmangel,

Mangelernährung.
  

Vergiftung:

Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Schläfrigkeit sowie Leberkoma.

Paracetamol führt  bei hohen Dosierungen zum Absterben von Leberzellen und Leberschäden bis hin zum tödlichen Leberversagen.

   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain, 29.01.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain, 29.01.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Procain

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge

Kokain-Hydrochlorid 70,7 %
Norkokain-Hydrochlorid   2,2 %
Procain-Hydrochlorid   3,6 %

    
Vom intravenösen Konsum wird dringend abgeraten !

    

Abgabe der Probe

29. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform

weißes Pulver
  

zu Procain:

Procain ist ein synthetisches Lokalanästhetikum, es wirkt örtlich betäubend. Lokalanästhetika machen die Schleimhäute im Mund taub und imitiert so die betäubende Wirkung von Kokain beim „Zungentest“. Das ist ein Grund, warum synthetische Lokalanästetika Kokain-Pulvern zugesetzt werden.

Insbesondere beim intravenösen Konsum (spritzen) von Kokain können beigemischte Lokalanästhetika lebensgefährliche Vergiftungen verursachen. In den 1990er Jahren gab es in Berlin eine Serie von Todesfällen unter intravenös Kokain-Konsumierenden, für die die dem Kokain beigemischten Lokalanästhetika Lidocain und Tetracain als Todesursache festgestellt wurde.

Am Herzmuskel bewirken Lokalanästhetika eine Minderung der elektrischen Erregbarkeit, der elektrischen Erregungsleitung und der Kontraktionskraft. Im zentralen Nervensystem (Gehirn) kann es zu zunächst einer Übererregung und später zur Lähmung von lebenswichtigen Funktionen durch diese Substanzen kommen.

Procain-Vergiftungen (Überdosierung vor allem nach intravenöser Verabreichung) verlaufen in zwei Phasen:

Phase 1 (Stimulation): Missempfindungen im Mundbereich, Gefühl der tauben Zunge, Unruhe, Delirium, Krämpfe, erhöhte Herzfrequenz und Blutdruck, Rötung der Haut.

Phase 2 (Dämpfung, Depression): Koma, Atemstillstand, Pulse ist nicht tastbar, Blässe, Herzstillstand.

Konsument*innen mit einer beginnenden Lokalanästhetika-Vergiftung fallen zunächst durch Übererregung auf. Sie werden unruhig, klagen über Schwindel, Hör- und Sehstörungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich. Die Sprache ist verwaschen. Schüttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden Krampfanfalls. Wird die für einen Krampanfall nötige Procain-Konzentration im Blut nicht erreicht, kann es zur Schläfrigkeit kommen. Bei fortschreitender Vergiftung kommt es zu einer zunehmenden Funktionsstörung des Hirnstammes mit Atemdepression und Koma bis hin zum Tod. Ein Blutdruckabfall ist häufig das erste Zeichen der giftigen Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Procain kann allergische Reaktionen in Form von Hautreaktionen, Schwellungen, Krämpfe der Bronchialmuskulatur oder eines Atemnotsyndroms auslösen.

Procain vermag das Sauerstoff-Transport-Protein Hämoglobin im Blut zu Methämoglobin zu oxidieren, so dass der Sauerstofftransport im Blut gestört ist und Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können.

Procain wird im Blut schnell durch Enzyme abgebaut. Seine Wirkdauer liegt zwischen einer halben und einer Stunde.
    

zu Norkokain:

Norkokain ist ein Abbauprodukt von Kokain, das nach dem Konsum im Körper entsteht. Es tritt auch als Begleitstoff bei der Herstellung von Kokain auf. Dies ist wahrscheinlich der Grund für sein Vorkommen in der Probe. Norkokain wirkt wie Kokain örtlich betäubend (lokalanästhetisch). Im Tierversuch führt es nicht wie Kokain zu einem gesteigerten Bewegungsdrang. Die Gesamttoxizität von Norkokain ist bei Mäusen etwas höher als die von Kokain. Aufgrund des im Vergleich zu Kokain geringen Gehalts fällt dies bei der Beurteilung des gesundheitlichen Risikos des Konsums der Probe kaum ins Gewicht.
      

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Kokain, erworben als Mephedron (4-MMC), 30.01.2024 (Berlin)

Kokain, erworben als Mephedron (4-MMC), 30.01.2024 (Berlin)

Kokain erworben als Mephedron (4-MMC)

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe und Menge

Kokain-Hydrochlorid:    75,9 %

Es wurde kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen.
  

Abgabe der Probe

30. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform

weißes Pulver
  

Risikoeinschätzung:

Das gesundheitliche Risiko ist besonders hoch, wenn bestimmte Gegenanzeigen (Kontraindikationen) für Kokain vorliegen. Dies betrifft z.B. bestimmte psychische Anfälligkeiten.

Mephedon wird gelegentlich in hohen Dosen konsumiert, die für Kokain eine gefährliche Überdosierung darstellen. Darüber hinaus wird Mephedron gelegentlich intravenös konsumiert, eine Konsumform, die für Kokain mit besonderen Gesundheitsrisiken verbunden ist.
  

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 30.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 30.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron)

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe und Menge:

4-CMC-Hydrochlorid:  89,9 %

Es konnte kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen werden.  
  

Abgabe der Probe:

30. Januar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

gelbbraun-farblose Kristalle
    

Risikoeinschätzung zu 4-CMC:

4-CMC = (4-Chloromethcathinon, Clephedron) wird den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört zur Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. Über die Wirkungen, Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen kaum gesicherte Informationen vor. Insbesondere wurden nie klinische Studien (experimentelle Untersuchungen am Menschen) durchgeführt.

Wie Mephedron wirkt 4-CMC hemmend auf die Transporter der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und erhöht damit die Konzentration der aus den Nervenzellen freigesetzten Botenstoffe im Gehirn. Im Tierversuch erhöhte 4-CMC mit ähnlicher Potenz wie Mephedron den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Bewegungsaktivität. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Dopamin im Raum zwischen den Nervenzellen wird 4-CMC ein „Missbrauchspotential“ (Craving, Abhängigkeitsrisiko) zugeschrieben.

In Zellkultur-Versuchen führt 4-CMC zur vermehrten Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, kurz ROS), schädigt Zellmembranen und beeinträchtigt die Funktion von Mitochondrien (Zellbestandteile, die die Zellatmung und damit die Energiegewinnung ermöglichen). Dies wird mit einer Schädigung insbesondere von Nerven- und Leberzellen in Verbindung gebracht.
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 30.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 30.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron)

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe und Menge:

4-CMC-Hydrochlorid:  92,1 %

Es konnte kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen werden.
   

Abgabe der Probe:

30. Januar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

Risikoeinschätzung zu 4-CMC:

4-CMC = (4-Chloromethcathinon, Clephedron) wird den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört zur Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. Über die Wirkungen, Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen kaum gesicherte Informationen vor. Insbesondere wurden nie klinische Studien (experimentelle Untersuchungen am Menschen) durchgeführt.

Wie Mephedron wirkt 4-CMC hemmend auf die Transporter der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und erhöht damit die Konzentration der aus den Nervenzellen freigesetzten Botenstoffe im Gehirn. Im Tierversuch erhöhte 4-CMC mit ähnlicher Potenz wie Mephedron den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Bewegungsaktivität. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Dopamin im Raum zwischen den Nervenzellen wird 4-CMC ein „Missbrauchspotential“ (Craving, Abhängigkeitsrisiko) zugeschrieben.

In Zellkultur-Versuchen führt 4-CMC zur vermehrten Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, kurz ROS), schädigt Zellmembranen und beeinträchtigt die Funktion von Mitochondrien (Zellbestandteile, die die Zellatmung und damit die Energiegewinnung ermöglichen). Dies wird mit einer Schädigung insbesondere von Nerven- und Leberzellen in Verbindung gebracht.
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 30.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 30.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron)

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe und Menge:

4-CMC-Hydrochlorid:  79,6 %

Es konnte kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen werden.
   

Abgabe der Probe:

30. Januar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

beiges Pulver
   

Risikoeinschätzung zu 4-CMC:

4-CMC = (4-Chloromethcathinon, Clephedron) wird den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört zur Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. Über die Wirkungen, Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen kaum gesicherte Informationen vor. Insbesondere wurden nie klinische Studien (experimentelle Untersuchungen am Menschen) durchgeführt.

Wie Mephedron wirkt 4-CMC hemmend auf die Transporter der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und erhöht damit die Konzentration der aus den Nervenzellen freigesetzten Botenstoffe im Gehirn. Im Tierversuch erhöhte 4-CMC mit ähnlicher Potenz wie Mephedron den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Bewegungsaktivität. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Dopamin im Raum zwischen den Nervenzellen wird 4-CMC ein „Missbrauchspotential“ (Craving, Abhängigkeitsrisiko) zugeschrieben.

In Zellkultur-Versuchen führt 4-CMC zur vermehrten Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, kurz ROS), schädigt Zellmembranen und beeinträchtigt die Funktion von Mitochondrien (Zellbestandteile, die die Zellatmung und damit die Energiegewinnung ermöglichen). Dies wird mit einer Schädigung insbesondere von Nerven- und Leberzellen in Verbindung gebracht.
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

3-CMC (Clophedron), verunreinigt mit Ketamin, erworben als 3-MMC, 30.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), verunreinigt mit Ketamin, erworben als 3-MMC, 30.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), verunreinigt mit Ketamin, erworben als 3-MMC

   
Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe und Menge:

3-CMC-Hydrochlorid: 90,1 %
Ketamin-Hydrochlorid:   3,3 %

   
Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.
   

Abgabe der Probe:

30. Januar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

Risikoeinschätzung zur Ketamin-Verunreinigung:

Ketamin ist eine dissoziative Substanz, d. h. es führt dazu, dass das Bewusstsein vom eigenen Körper losgelöst erlebt werden kann. In hoher Dosierung und in Kombination mit anderen dämpfenden Substanzen (Downern), wie z.B. Alkohol, wirkt es narkotisierend.

Wird die vorliegende Substanz in der irrigen Annahme konsumiert, es handele sich ausschließlich um 3-MMC, und werden die für 3-MMC üblichen Mengen zwischen 50 und 350 mg oral oder 20 und 120 mg nasal konsumiert, so werden bei diesen Dosierungen zwischen 1,7 und 11,6 mg (oral) oder 0,7 und 4,0 mg (nasal) Ketamin-Hydrochlorid aufgenommen. Diese Ketamin-Mengen sind weit entfernt von den für den Ketamin-Konsum üblichen Dosierungen. Dennoch kann eine wahrnehmbare Veränderung der erwarteten 3-MMC-Wirkung und tatsächlichen 3-CMC Wirkung, insbesondere bei höheren Dosierungen dieser verunreinigten Substanz, nicht ausgeschlossen werden.
   

zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.
    

Wirkmechanismus:

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.
   

Wirkungen:

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.
    

Risiken und Nebenwirkungen:

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

Dosierung:

nasal:
  
leicht: 20 − 40 mg
mittel: 40 − 80 mg
stark: 80 − 100 mg

oral:
  
leicht: 30 − 60 mg
mittel: 60 − 100mg
stark: 100 − 180 mg    

Über intravenösen, rektalen und inhalativen Konsum ist wenig bekannt. Diese Konsumformen sollten vermieden werden. Wenn diese Konsumformen dennoch ausprobiert werden, sollte die Dosis so niedrig wie möglich gehalten werden.
   

Wirkungseintritt:
    
nasal: nach 10 - 30 Minuten
oral:   nach 30 - 60 Minuten
  

Wirkdauer:
  
nasal: 1 - 2 Stunden
oral:   2 - 4 Stunden
   
Quelle: Safer Party (Schweiz)
    
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

3-CMC (Clophedron), erworben als 3-MMC, 30.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), erworben als 3-MMC, 30.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), erworben als 3-MMC

   
Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe und Menge:

3-CMC-Hydrochlorid:  79,6 %

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.
   

Abgabe der Probe:

30. Januar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.
    

Wirkmechanismus:

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.
   

Wirkungen:

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.
    

Risiken und Nebenwirkungen:

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

Dosierung:

nasal:
  
leicht: 20 − 40 mg
mittel: 40 − 80 mg
stark: 80 − 100 mg

oral:
  
leicht: 30 − 60 mg
mittel: 60 − 100mg
stark: 100 − 180 mg    

Über intravenösen, rektalen und inhalativen Konsum ist wenig bekannt. Diese Konsumformen sollten vermieden werden. Wenn diese Konsumformen dennoch ausprobiert werden, sollte die Dosis so niedrig wie möglich gehalten werden.
   

Wirkungseintritt:
    
nasal: nach 10 - 30 Minuten
oral:   nach 30 - 60 Minuten
  

Wirkdauer:
  
nasal: 1 - 2 Stunden
oral:   2 - 4 Stunden
    
Quelle: Safer Party (Schweiz)
    
   

Safer Use:

    • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
    • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
    • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Flüssigkeit mit delta-9-THC, delta-9-THC-Acetat und delta-8-THC, erworben als Liquid-Cart., 09.01.2024 (Berlin)

Flüssigkeit mit delta-9-THC, delta-9-THC-Acetat und delta-8-THC, erworben als Liquid-Cart., 09.01.2024 (Berlin)

Flüssigkeit (Liquid) mit natürlichen und halbsynthetischen Cannabinoiden

   

Warnhinweis:

Verunreinigung

   

delta-9-THC Hauptwirkstoff, ohne Mengenbestimmung
delta-9-THC-Acetat ohne Mengenbestimmung
delta-8-THC ohne Mengenbestimmung

   
außerdem enthielt die Flüssigkeit in geringen Mengen folgende Cannabinoide:

CBN, CBG, CBGM, THCV, Tetrahydrocannabiocrol
   

Vom inhalativen Konsum solcher Liquids (z.B. in Patronen, Kartuschen), die nicht unter staatlich regulierten und kontrollierten Bedingungen hergestellt und vertrieben werden, raten wir wegen der Möglichkeit schwerer Atemwegsschädigungen und anderer schwerer Nebenwirkungen grundsätzlich ab!

  

Abgabe der Probe:

09. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Probe:

braune Flüssigkeit
    

zu delta-9-THC-Acetat:

Delta-9-THC-O-Acetat (= delta-9-THC-O-A) ist ein Derivat von delta-9-THC, dem psychoaktiven Hauptwirkstoff der Cannabis-Pflanze. Es entsteht, wenn delta-9-THC im Labor mit Essigsäure verbunden wird. Es kommt natürlicherweise nicht in der Cannabis-Pflanze vor. Es ist ein halbsynthetisches Cannabinoid.

Die Wirkungen und Nebenwirkungen von delta-9-THC-O-Acetat sind kaum erforscht. Im Tierversuch (Hunde) zeigte delta-9-THC-O-Acetat eine ca. doppelt so hohe Potenz (Dosis zur Erzielung einer bestimmten Wirkung) wie delta-9-THC.

Konsument*innen berichten von ähnlichen Wirkungen wie wir nach dem Konsum von delta-9-THC (bei deutlich höherer Potenz): Veränderte Zeitwahrnehmung, Konzentrationsschwierigkeiten, eingeschränktes Kurzzeitgedächtnis, selten verstärkte Seheindrücke und Halluzinationen. Die Behauptung, delta-9-THC-O-acetat hätte psychedelische Wirkungen vergleichbar mit denen von LSD oder Psilocybin, bestätigte sich bei einer systematischen Befragung von Konsument*innen nicht.

Beim Erhitzen verschiedener THC-Acetate wurde die Bildung des hochreaktiven Keten-Gases beobachtet. Das Keten-Gas, das beim Erhitzen von Vitamin-E-Acetat in THC-haltigen Liquids entsteht, wird für die schweren, oft tödlichen Lungenschäden (EVALI = Electronic cigarettes or vaping-associated lung injury) nach Inhalation der Dämpfe von Vitamin-E-Acetat-haltigen Liquids verantwortlich gemacht.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9564187/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37381980/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35801872/

   

zu delta-8-THC:

Delta-8-THC ist ein Isomer von delta-9-THC, dem psychoaktiven Hauptwirkstoff von Cannabis, der üblicherweise einfach als THC bezeichnet wird. Delta-8-THC unterscheidet sich in seiner chemischen Struktur nur geringfügig von delta-9-THC. Delta-8-THC wird von der Hanfpflanze nicht biosynthetisch gebildet, kann aber spontan aus delta-9-THC entstehen. Delta-8-THC kommt in natürlichen Cannabisprodukten, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen vor. Es wird chemisch (künstlich) aus CBD hergestellt.

Delta-8-THC ist psychoaktiv und hat ähnliche Wirkungen wie delta-9-THC. Im Tierversuch ist es jedoch um ca. 25% weniger potent als delta-9-THC, d.h. um eine vergleichbare Wirkung zu erzielen, sind entsprechend größere Mengen an delta-8-THC als an delta-9-THC erforderlich.

Die Risiken und Langzeitwirkungen von delta-8-THC beim Menschen sind nicht erforscht.

   

zu delta-9-THC:

Delta-9-THC ist der psychoaktive Hauptwirkstoff aus der Cannabis-Pflanze. Es wird meist einfach als THC bezeichnet.

akuten Wirkungen:

Entspannung, Wohlgefühl, Euphorie.
   
   
akute Nebenwirkungen:

Lethargie, Depersonalisation, verzerrte Zeitwahrnehmung, 
Beeinträchtigung der motorischen und geistigen Leistungsfähigkeit,
Halluzinationen, Paranoia, Verwirrtheit, Angst, Unruhe, 
Mundtrockenheit, Rötung der Bindehaut der Augen, Herzrasen,
Übelkeit und Erbrechen.

   

Informationen zu Cannabis findest du auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/cannabis

  

Safer Use:

Vermeide den THC-Konsum bei der Arbeit, in der Schule, beim Lernen (z. B. auch am Tag vor einer Prüfung) und der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr.

Konsumiere möglichst nur in der Freizeit und wenn du dich gut fühlst. Schlechte Stimmungen können durch THC verstärkt werden.

Die THC-Wirkungen und Nebenwirkungen sind stark von der Dosierung des konsumierten Cannabis-Produktes abhängig. Informiere dich vor dem Konsum so gut wie möglich.

Zur sicheren Dosierung solltest du zunächst geringe Dosen konsumieren. 

Wirkungen und Risiken des Konsums können durch Begleitstoffe und Verunreinigungen stark beeinflusst werden.

Der Konsum von Cannabis-Produkten mit einem geringem CBD-Gehalt geht mit einem größeren Risiko psychischer Nebenwirkungen (Denkstörungen, Ängste, Psychosen) einher.

Eine risikoarme Form des inhalativen Konsums von THC-haltigen Produkten ist das Inhalieren des Dampfes nach dem Erhitzen von getrockneten Cannabisblüten mit einem zertifizierten Vaporizer.

synthetisches Cannabinoid ADB-BUTINACA in Flüssigkeit, erworben als CBD, 05.12.2023 (Berlin)

synthetisches Cannabinoid ADB-BUTINACA in Flüssigkeit, erworben als CBD, 05.12.2023 (Berlin)

Flüssigkeit, die ein gefährliches synthetisches Cannabinoid enthält

  

Warnhinweis:

Falschdeklaration !
  

Wirkstoffe und Menge:

ADB-BUTINACA  ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein CBD festgestellt.

Wir raten dringend vom Konsum dieses gefährlichen synthetischen Cannabinoids ab!

Darüber hinaus raten wir von der Inhalation solcher Flüssigkeiten (z.B. in Patronen, Kartuschen), die nicht unter staatlich regulierten und kontrollierten Bedingungen hergestellt und vertrieben werden, wegen der Möglichkeit schwerer Atemwegsschädigungen und anderer schwerwiegender Nebenwirkungen grundsätzlich ab!

  

Abgabe der Probe:

05. Dezember 2023 in Berlin
  

Erscheinungsform der Probe:

rosa Flüssigkeit (Liquid)

  

zu ADB-BUTINACA:
   

ADB-BUTINACA (= ADB-BINACA) ist ein hochpotentes synthetisches Cannabinoid. Es bindet viel stärker als THC, der psychoaktive Hauptwirkstoff aus der Cannabispflanze an die CB1-Rezeptoren im menschlichen Körper und kann diese stark aktivieren.

Zu den akuten Wirkungen und Nebenwirkungen von Substanzen, die den CB1-Rezeptor aktivieren, gehören Entspannung, Euphorie, Lethargie, Depersonalisation, verzerrte Zeitwahrnehmung, Beeinträchtigung der motorischen Leistungsfähigkeit, Halluzinationen, Paranoia, Verwirrtheit, Angst, Unruhe, Mundtrockenheit, Rötung der Augenbindehaut, Herzrasen, Senkung der Körpertemperatur sowie Übelkeit und Erbrechen.

Im Gegensatz zu Cannabis führt der Konsum synthetischer Cannabinoide häufig zu schweren und tödlichen Vergiftungen. Vergiftungssymptome sind Desorientierung, Bewusstlosigkeit (Koma), Bluthochdruck, Tachykardie oder Herzrasen, Brustschmerzen, Herzinfarkt und Schlaganfall, Krampfanfälle, Übelkeit und Erbrechen, Delirium, Unruhe, Psychosen sowie aggressives und gewalttätiges Verhalten.

Der Konsum synthetischer Cannabinoide ist mit einer raschen Toleranzentwicklung, einem starken Konsumverlangen, einer raschen Abhängigkeitsentwicklung und starken Entzugssymptomen verbunden. Daher wird eine stationäre Entgiftung (Entwöhnung) empfohlen.

Im Zusammenhang mit dem Konsum von ADB-BUTINACA sind lebensbedrohliche Vergiftungen (mit und ohne zusätzliche andere psychoaktive Substanzen) und Todesfälle aufgetreten.

Als Symptome einer Vergiftung mit ADB-BUTINACA wurden Bewusstseinsstörungen, lebensbedrohliche Übersäuerung des Blutes (respiratorische und/oder metabolische Azidose), Krampfanfälle, Verwirrtheit und Halluzinationen beobachtet.

Darüber hinaus wurde die Untersuchung eines nach Kontakt mit ADB-BUTINACA verstorbenen Polizeihundes wissenschaftlich veröffentlicht.
  

Safer Use:

A. Strategien zur Vermeidung von Vergiftungen durch synthetische Cannabinoide beim Konsum von pflanzlichem Cannabis:

  1. Bei Verdacht Cannabis in einem Drugchecking-Angebot testen lassen.
  2. Neu gekaufte Cannabisprodukte beim ersten Konsum nur „testen“ (zwei bis drei Züge) und danach 20 Minuten warten. Bei ungewöhnlicher Wirkung unbedingt auf weiteren Konsum verzichten!
  3. Mischkonsum vermeiden! Mischkonsum (auch mit Alkohol oder Medikamenten) ist wegen der unvorhersehbaren und noch unbekannten Wechselwirkungen besonders riskant.
  4. Pflanzliche Cannabisprodukte vor dem Konsum gut durchmischen (Grinder verwenden), um eine hohe Konzentration möglicher synthetischer Cannabinoide in einzelnen Blütenteilen zu vermeiden. Besondere Vorsicht ist bei Restmaterial geboten, das von den äusseren Blütenteilen abgefallen ist, da hier eine besonders hohe Konzentration an synthetischen Cannabinoiden vermutet wird.

Quelle: Safer Party Schweiz (Drogeninformationszentrum Zürich)

https://www.saferparty.ch/blog/synthetische-cannabinoide-ergebnisse-aus-dem-drug-checking-der-stadt-zurich-januar-bis-august-2020

  

B. Strategien zur Vermeidung von Vergiftungen beim absichtlichen Konsum von Räuchermischungen, die synthetische Cannabinoide enthalten:

  1. Beachte, dass Produkte mit gleichen Markennamen völlig unterschiedliche Wirkungen und Nebenwirkungen haben können.
  2. Rechne immer mit unerwarteten Wirkungen.
  3. Konsumiere nie alleine und halte die Nummer eines Notfalldienstes bereit.
  4. Setze dich nach dem Konsum von Räuchermischungen oder Liquids nicht ans Steuer.
  5. Informiere dich so gut wie möglich über eine neue Substanz, bevor du sie konsumierst.
  6. Verwende immer niedrige Dosen.
  7. Vermeide Mischkonsum, insbesondere mit dämpfenden Substanzen wie Alkohol, Opioiden, anderen synthetischen Cannabinoiden oder Benzodiazepinen.

Quelle: Legal High Inhaltsstoffe (Frankfurt/Main)

https://legal-high-inhaltsstoffe.de/de/safer-use-r%C3%A4uchermischungen.html

   

Quellen:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34341821/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8864554/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35943421/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36472351/

 

Squid Game, hochdosiertes MDMA, 23.01.2024 (Berlin)

Squid Game, hochdosiertes MDMA, 23.01.2024 (Berlin)

Squid Game

  

Warnhinweis:

hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

196,3 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 38,1 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 4,6 mm

Breite x Höhe: 14,3 x 10,7 mm

Gewicht: 515,7 mg

Farbe: blau

Bruchrille: ja

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

Punisher, hochdosiertes MDMA, 23.01.2024 (Berlin)

Punisher, hochdosiertes MDMA, 23.01.2024 (Berlin)

Punisher

  

Warnhinweis:

hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

175,1 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 39,7 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 4,4 mm

Breite x Höhe: 10,0 x 14,2 mm

Gewicht: 441,4 mg

Farbe: blau

Bruchrille: ja (gestrichelt)

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

Geek, hochdosiertes MDMA, 22.01.2024 (Berlin)

Geek, hochdosiertes MDMA, 22.01.2024 (Berlin)

Geek

  

Warnhinweis:

hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

157,7 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 28,3 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

22. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 5,5 mm

Breite x Höhe: 10,9 x 11,0 mm

Gewicht: 557,4 mg

Farbe: lila

Bruchrille: nein

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

Geek, hochdosiertes MDMA, 23.01.2024 (Berlin)

Geek, hochdosiertes MDMA, 23.01.2024 (Berlin)

Geek

  

Warnhinweis:

hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

146,3 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 25,8 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 5,7 mm

Breite x Höhe: 10,9 x 11,0 mm

Gewicht: 567,2 mg

Farbe: lila

Bruchrille: nein

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

1T-LSD und LSD, erworben als LSD, 22.01.2024 (Berlin)

1T-LSD und LSD, erworben als LSD, 22.01.2024 (Berlin)

Blotter mit 1T-LSD und LSD

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration & Verunreinigung

 

Analyse-Ergebnis:

1T-LSD-Tartrat ohne Mengenbestimmung
LSD-Tartrat: 6,4 µg (Mikrogramm)

Über Risiken, Nebenwirkungen, Toxizität und Langzeitfolgen von 1T-LSD liegen keine Informationen vor. Daher wird vom Konsum abgeraten!

 

Abgabe der Probe:

22. Januar 2024 in Berlin

 

äußere Merkmale des Blotters:

Breite x Höhe: 10,1 x 9,5 mm

Gewicht: 17,2 mg

Farbe: weiß

Aufschrift: 1D-LSD

 

Risikoeinschätzung

1T-LSD (1-(Thiophen-2-carbonyl)-LSD) ist ein LSD-Derivat (= Analogon, Abkömmling). Bei 1T-LSD wurde an das Stickstoffatom Nr. 1 im Indolring des LSD ein Thiophen-2-carbonsäure-Teilchen (Molekül) angehängt. Damit handelt es sich, wie eine ganze Reihe von LSD-Derivaten, um eine 1-acylierte LSD-Verbindung. Diese haben vergleichbare Wirkungen und Nebenwirkungen wie LSD.

LSD-Derivate (Abkömmlinge) wie 1T-LSD wurden u. a. für den Freizeitbereich entwickelt und vertrieben, um die bestehenden Drogengesetze wie das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und das Neue psychoaktive Stoffe Gesetz (NpSG) zu umgehen.

Wirkungen und Risiken von 1T-LSD

Zu 1T-LSD gibt es keine veröffentlichten Studien, die sich mit der Erfassung von Wirkungen, Nebenwirkungen und Konsumrisiken befassen.

Es wird vermutet, dass sich 1T-LSD im Körper in LSD umwandelt (so genannte Prodrugs) und dabei eine mit LSD vergleichbare psychoaktive Wirkung entfaltet.

Die Potenz (= Dosis zur Erzielung einer bestimmten Wirkung) von 1T-LSD im Vergleich zu LSD und die Verzögerung des Wirkungseintritts sind nicht bekannt. 

LSD-Derivate, die am Stickstoffatom des Indolrings zusätzliche Molekülgruppen (Substituenten) enthalten, wirken in der Regel nur schwach aktivierend auf den 5-HT2A-Rezeptor. Der 5-HT2A-Rezeptor ist der primäre Angriffspunkt psychedelischer Substanzen im Gehirn. An diesen Rezeptor bindet normalerweise der körpereigene Botenstoff Serotonin (= 5-Hydroxytryptamin = 5-HT), ohne psychedelische Wirkungen auszulösen.

Damit 1T-LSD an den 5-HT2A-Rezeptor binden kann, muss wahrscheinlich der Thiophen-2-carbonsäure-Rest abgespalten werden. 1T-LSD ist wahrscheinlich eine Vorstufe (Prodrug) von LSD.  1T-LSD wird im menschlichen Körper wahrscheinlich zu LSD abgebaut. Dies muss jedoch noch durch Studien bestätigt werden, wie dies z. B. für 1P-LSD bereits geschehen ist.

Wenn LSD-Derivate als Prodrugs fungieren, kann es je nach Art der Enzyme (biochemische Werkzeuge), die den Abbau zu LSD bewirken, und deren Konzentrationen in den verschiedenen Geweben zu erheblichen Unterschieden in der Potenz der LSD-Derivaten kommen.

Darüber hinaus sind Untersuchungen zur Pharmakologie und Toxikologie von 1T-LSD einschließlich klinischer (experimenteller) Studien am Menschen erforderlich, um wissenschaftlich fundierte Aussagen über Wirkungen und Nebenwirkungen von 1T-LSD treffen zu können.

Informationen zu LSD findest du auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/lsd

Safer Use

  1. Bei LSD auf Blottern oder in Tabletten kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Lass sie deshalb nach Möglichkeit vor dem Konsum testen!
  2. Wenn dir Drugchecking nicht zur Verfügung steht, dosiere niedrig und warte mindestens 3 Stunden auf die Wirkung, bevor du nachlegst. Es können Blotter und Tabletten im Umlauf sein, die als LSD verkauft werden und Wirkstoffe mit späterem Wirkungseintritt enthalten.
  3. Konsumiere LSD und seine Derivate nur, wenn du dich psychisch und physisch gut fühlst (set) und dich in einer Umgebung (setting) befindest, in der du dich wohl fühlst.

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Phenacetin, 22.01.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Phenacetin, 22.01.2024 (Berlin)

Kokain und Norkokain, verunreinigt mit Phenacetin

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge

Kokain-Hydrochlorid 83,6 %
Norkokain-Hydrochlorid   0,8 %
Phenacetin   2,2 %

    
Wegen der starken Nebenwirkungen (u.a. Nierenschäden) von Phenacetin raten wir vom Konsum dieser Probe ab !

    

Abgabe der Probe

22. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform

weißes Pulver
  

zu Phenacetin:

Phenacetin (= 4-Ethoxyacetanilid) ist ein Schmerzmittel (Nichtopioid) aus der Gruppe der Anilide, zu der auch Paracetamol gehört. Der Wirkstoff wird im Körper zum größten Teil in Paracetamol umgewandelt.

Phenacetin verlor 1986 seine Zulassung als Arzneimittel, da es bei Überdosierung sehr häufig zu Nierenschäden kam.

Dosierung:

Die Einzeldosis von Phenacetin in Arzneimitteln (meist Kombinationspräparaten) für Erwachsene lag zwischen 250 mg und 500 mg.
  

Wirkungen:

Schmerzreduktion,

Fiebersenkung,

Erregung und Euphorie (in hohen Dosen).
   

Risken und Nebenwirkungen:

Erkrankungen der Haut,

Störungen des Blutbildes, Methämoglobinämie, hämolytische Anämie,

Nierenschäden,

Karzinomentstehung in den Harnwegen.
   
akute Vergiftung:
    
Erregungszustände, Delirien und Krämpfe.
           

zu Norkokain:

Norkokain ist ein Abbauprodukt von Kokain, das nach dem Konsum im Körper entsteht. Es tritt auch als Begleitstoff bei der Herstellung von Kokain auf. Dies ist wahrscheinlich der Grund für sein Vorkommen in der Probe. Norkokain wirkt wie Kokain örtlich betäubend (lokalanästhetisch). Im Tierversuch führt es nicht wie Kokain zu einem gesteigerten Bewegungsdrang. Die Gesamttoxizität von Norkokain ist bei Mäusen etwas höher als die von Kokain. Aufgrund des im Vergleich zu Kokain geringen Gehalts fällt dies bei der Beurteilung des gesundheitlichen Risikos des Konsums der Probe kaum ins Gewicht.
      

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
   

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Kokain, verunreinigt mit Tetramisol, 22.01.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Tetramisol, 22.01.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Tetramisol

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
        

Wirkstoffe und Menge:

Kokain-Hydrochlorid 80,6 %
Tetramisol-Hydrochlorid   0,2 %

   
Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !

  
Abgabe der Probe:

22. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver


Risikoeinschätzung:

Der Tetramisol-Gehalt der Probe ist sehr gering. Daher ist der Beitrag der Tetramisol-Kontamination zum gesundheitlichen Risiko beim Konsum relativ gering.
  

zu Tetramisol:

Tetramisol ist einer der am häufigsten verwendete Verschnittstoffe in Kokain-Proben. Es existiert in den zwei Formen, die sich wie Bild und Spiegelbild (rechte und linke Hand) zueinander verhalten: Levamisol und Dexamisol. Im Tetramisol liegen diese beiden Formen als 1:1 Gemisch (Racemat) vor. In Deutschland wird Levamisol als Mittel gegen Wurmbefall in der Tiermedizin eingesetzt und soll wegen der gefährlichen Nebenwirkungen zu diesem Zweck nicht am Menschen angewendet werden. Es wirkt schon in geringen Dosen stimulierend auf das Immunsystem des Menschen.

Studien zeigen, dass illegal erworbene Kokainproben Levamisol, mit Levamisol angereicherte Mischungen und racemisches Tetramisol als Verschnittstoff enthalten. In 151 Kokainproben die zwischen 2018 und 2021 in Rheinland-Pfalz polizeilich sichergestellt wurden, wurden 51 positiv auf Tetramisol-Substanzen getestet. Dabei handelte es sich bei 48 Proben (94%) um racemisches Tetramisol (Losacker und andere, Toxichem Krimtech 2023). Beim drugchecking in Berlin war die vorliegende Kokain-Probe die zweite, die im Zeitraum vom 3. April bis 13. Juni 2023 positiv auf eine Tetramisol-Verunreinigung getestet wurde. Bei der Untersuchung der Probe wurde nicht zwischen Levamisol und Dexamisol unterschieden, die bestimmte Gesamtmenge geben wir als Tetramisol-Hydrochlorid an.

Tetramisol kann eine Verminderung bestimmter Abwehrzellen im Blut (Neutopenie), die Entzündung und Zerstörung von Blutgefäßwänden (nekrotisierende Vaskulitis) durch Verschluss kleiner Blutgefäße und einen (nahezu) vollständigem Mangel an Granulozyten (Gruppe von weißen Blutkörperchen), also eine potentiell lebensgefährliche Agranulozytose verursachen, was nach regelmäßigem Konsum von mit Tetramisol gestrecktem Kokain beobachtet werden kann. Die nekrotisierend-gefäßschädigenden Eigenschaften des Tetramisols werden bei starkem Kokainkonsum mit dem Absterben ganzer Hautareale in Verbindung gebracht.

Das häufige Vorkommen von Tetramisol/Levamisol in Kokain-Proben hat zu Spekulationen über die Gründe der Beimengung geführt. Vorläufige Untersuchungen ergaben, dass Levamisol im Körper zu Aminorex umgewandelt wird, dass sowohl Kokain-artige wie auch Amphetamin-artige Wirkungen auslöst und so die Wirkung von Kokain verstärkt und verlängern könnte. In einer aktuellen Studie konnte die Entstehung von Aminorex im Körper nach Tetramisol-Konsum allerdings nicht nachgewiesen werden (Hundertmark und andere, Toxichem Krimtech 2023).
   
 
Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Kokain, verunreinigt mit zwei unbekannten Substanzen, 23.01.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit zwei unbekannten Substanzen, 23.01.2024 (Berlin)

Kokain verunreinigt mit zwei unbekannten Substanzen

Warnhinweis:

Verunreinigung

 

Wirkstoffe und Menge:

Kokain-Hydrochlorid:                85,0 %

zwei unbekannte Substanzen:  ohne Mengenbestimmung

Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !

 

Abgabe der Probe:

23. Januar 2023 in Berlin

 

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit Phenethylamin, 23.01.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit Phenethylamin, 23.01.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit Phenethylamin

  
Warnhinweis:

Verunreinigung
   

Wirkstoffe und Menge:

Amphetamin-Sulfat:    12,4 %
Koffein:   60,5 %
Phenethylamin-Hydrochlorid: 11,7 %

   
Der Amphetamin- und Koffeingehalt liegt in dem für in Berlin erworbenes Speed-Pulver üblichen Bereich.
  

Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

Informationen zu Amphetaminen finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/amphetamin-speed
  

zu Koffein:

Koffein wird häufig Speed-Pulvern zugesetzt, um die psychostimulierende Wirkung des Amphetamins zu verstärken und das Amphetamin zu strecken.

Koffein ist ein Stimulans des zentralen Nervensystems und kann Wirkungen auf das periphere Nervensystem, Herzkreislauf-, Atem- und Nierensystem entfalten. Erwünschte Hauptwirkung stellt die psychostimulierende erregende Wirkung dar, für die übliche Einzeldosen von 50 bis 200 mg verwendet werden.

Das Auftreten von unerwünschten Wirkungen bei der Einnahme von Koffein hängt von der Dosis, der individuellen Empfindlichkeit gegenüber Koffein und vom Ausmaß des täglichen Konsums koffeinhaltiger Getränke und/oder anderer Präparate (Toleranz-Entwicklung) ab. Unerwünschte Koffeinwirkungen reichen bei Erwachsenen von Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit, zu Kopfschmerzen, erhöhter Ängstlichkeit, Wahrnehmungsstörungen, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, erhöhter Atemfrequenz und Magen-Darm-Beschwerden. Auch schwere Vergiftungen mit darüber hinausgehenden Symptomen sind beschrieben worden. Schwere Vergiftungssymptome wie Krampfanfälle können bei 1 g Koffein und mehr auftreten, wenn es in kurzer Zeit eingenommen wird. Tödlichen Koffein-Dosen liegen zwischen 3 und 10 g. Koffein und Amphetamin verstärken sich gegenseitig in ihren erwünschten (psychostimulierenden) und unerwünschten Wirkungen (vor allem auf das Herz-Kreislauf-System).
  

zu Phenethylamin:

Phenetylamin kommt zum Beispiel in Kakao oder Schokolade vor. Im menschlichen Körper ist es ein Abbauprodukt bestimmter Aminosäuren (Eiweißbausteine). Phenethylamin wird im Körper unter anderem durch das Enzym MAO (Monoaminoxidase) schnell abgebaut.

Oral eingenommen ruft es beim Menschen auch in sehr hohen Dosen in der Regel keine psychoaktive Wirkung hervor.

Im Tierversuch tritt eine stimulierende Wirkung (z.B. erhöhte Bewegungsaktivität) nur in hohen Dosen und nur in Kombination mit der Gabe von MAO-Hemmern auf.

Bei Menschen, die mit MAO-Hemmern wie dem Reserveantidepressivum Tranylcypromin behandelt werden, sind unangenehme Wirkungen bereits ab einer Dosis von 1 mg Phenethylamin möglich.

Die im Internet kursierenden Informationen über die angeblich psychoaktive Wirkung von Phenethylamin werden als Fehlinformationen eingestuft, die aus Marketinggründen z.B. von Online-Shops verbreitet werden.
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen; auch diese deshalb unbedingt vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit einer unbekannten Substanz, 23.01.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit einer unbekannten Substanz, 23.01.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), verunreinigt mit einer unbekannten Substanz
  

Warnhinweis:

Verunreinigung
  

Wirkstoffe und Menge:

Amphetamin-Sulfat   5,3 %
Koffein 15,9 %
unbekannte Substanz ohne Mengenbestimmung

   
Der Amphetamingehalt liegt weit unter dem üblichen Bereich für in Berlin erworbenes Speed-Pulver (Amphetamin-Koffein-Mischungen).


Wegen der unbekannten Substanz raten wir vom Konsum dieses Pulvers ab !
  

Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

gelbliches Pulver
   

Informationen zu Amphetaminen finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/amphetamin-speed
   

zu Koffein:

Koffein wird häufig Speed-Pulvern zugesetzt, um die psychostimulierende Wirkung des Amphetamins zu verstärken und das Amphetamin zu strecken.

Koffein ist ein Stimulans des zentralen Nervensystems und kann Wirkungen auf das periphere Nervensystem, Herzkreislauf-, Atem- und Nierensystem entfalten. Erwünschte Hauptwirkung stellt die psychostimulierende erregende Wirkung dar, für die übliche Einzeldosen von 50 bis 200 mg verwendet werden.

Das Auftreten von unerwünschten Wirkungen bei der Einnahme von Koffein hängt von der Dosis, der individuellen Empfindlichkeit gegenüber Koffein und vom Ausmaß des täglichen Konsums koffeinhaltiger Getränke und/oder anderer Präparate (Toleranz-Entwicklung) ab. Unerwünschte Koffeinwirkungen reichen bei Erwachsenen von Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit, zu Kopfschmerzen, erhöhter Ängstlichkeit, Wahrnehmungsstörungen, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, erhöhter Atemfrequenz und Magen-Darm-Beschwerden. Auch schwere Vergiftungen mit darüber hinausgehenden Symptomen sind beschrieben worden. Schwere Vergiftungssymptome wie Krampfanfälle können bei 1 g Koffein und mehr auftreten, wenn es in kurzer Zeit eingenommen wird. Tödlichen Koffein-Dosen liegen zwischen 3 und 10 g. Koffein und Amphetamin verstärken sich gegenseitig in ihren erwünschten (psychostimulierenden) und unerwünschten Wirkungen (vor allem auf das Herz-Kreislauf-System).

   
Safer Use:

  • Bei Pulvern, kristallinen Proben und Zusammenballungen kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen; auch diese deshalb unbedingt vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), erworben als 3-MMC, 23.01.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), erworben als 3-MMC, 23.01.2024 (Berlin)

Amphetamin-Koffein-Mischung (Speed), erworben als 3-MMC

  
Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe und Menge:

Amphetamin-Sulfat:    67,4 %
Koffein:     2,0 %

   
Der Amphetamingehalt liegt deutlich höher und der Koffeingehalt unter dem für in Berlin erworbenem Speed-Pulver üblichen Bereich.
  

Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

Informationen zu Amphetaminen finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/amphetamin-speed
  

zu Koffein:

Koffein wird häufig Speed-Pulvern zugesetzt, um die psychostimulierende Wirkung des Amphetamins zu verstärken und das Amphetamin zu strecken.

Koffein ist ein Stimulans des zentralen Nervensystems und kann Wirkungen auf das periphere Nervensystem, Herzkreislauf-, Atem- und Nierensystem entfalten. Erwünschte Hauptwirkung stellt die psychostimulierende erregende Wirkung dar, für die übliche Einzeldosen von 50 bis 200 mg verwendet werden.

Das Auftreten von unerwünschten Wirkungen bei der Einnahme von Koffein hängt von der Dosis, der individuellen Empfindlichkeit gegenüber Koffein und vom Ausmaß des täglichen Konsums koffeinhaltiger Getränke und/oder anderer Präparate (Toleranz-Entwicklung) ab. Unerwünschte Koffeinwirkungen reichen bei Erwachsenen von Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit, zu Kopfschmerzen, erhöhter Ängstlichkeit, Wahrnehmungsstörungen, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, erhöhter Atemfrequenz und Magen-Darm-Beschwerden. Auch schwere Vergiftungen mit darüber hinausgehenden Symptomen sind beschrieben worden. Schwere Vergiftungssymptome wie Krampfanfälle können bei 1 g Koffein und mehr auftreten, wenn es in kurzer Zeit eingenommen wird. Tödlichen Koffein-Dosen liegen zwischen 3 und 10 g. Koffein und Amphetamin verstärken sich gegenseitig in ihren erwünschten (psychostimulierenden) und unerwünschten Wirkungen (vor allem auf das Herz-Kreislauf-System).
  
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen; auch diese deshalb unbedingt vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

2-Brom-4-methylpropiophenon, erworben als Mephedron, 23.01.2024 (Berlin)

2-Brom-4-methylpropiophenon, erworben als Mephedron, 23.01.2024 (Berlin)

2-Brom-4-methylpropiophenon, erworben als Mephedron

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration
  

Wirkstoffe:

2-Brom-4-methylpropiophenon:   ohne Mengenbestimmung

Es konnte kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen werden.

Wir raten vom Konsum dieser Substanz dringend ab !
  

Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle
    
 

zu 2-Brom-4-methylpropiophenon:

2-Brom-4-methylpropiophenon ist wahrscheinlich ein Zwischenprodukt bei der Synthese von 4-MMC.

Die Substanz ist hinsichtlich Wirkung und Konsumrisiken nicht bewertet.

2-Brom-4-methylpropiophenon verursacht Hautreizungen und schwere Augenreizung.
   

Erste-Hilfe-Maßnahmen:

Bei Hautkontakt:
Kontaminierte Kleidung sofort ausziehen. Haut Gründlich mit viel Wasser und Seife waschen. Bei Hautreizung oder Hautausschlag Arzt aufsuchen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.

Nach Augenkontakt:
Sorgfältig mehrere Minuten mit Wasser spülen. Kontaktlinsen entfernen, wenn dies leicht möglich ist. Spülung fortsetzen. Bei andauernder Augenreizung: Ärztlichen Hilfe hinzuziehen.

Nach Verschlucken / oraler Aufnahme:
Mund ausspülen. Bei Unwohlsein ärztliche Hilfe hinzuziehen.

  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

2-MMC und 3-MMC, erworben als 4-MMC (Mephedron), 23.01.2024 (Berlin)

2-MMC und 3-MMC, erworben als 4-MMC (Mephedron), 23.01.2024 (Berlin)

2-MMC und 3-MMC erworben als 4-MMC (Mephedron)

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration
   

Wirkstoffe:

2-MMC-Hydrochlorid ohne Mengenbestimmung
3-MMC-Hydrochlorid ohne Mengenbestimmung

  
Es wurde kein 4-MMC (Mephedron) nachgewiesen.

Wir raten vom Konsum ab!
  

Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle


Risikoeinschätzung:

Die gesundheitlichen Risiken des Mischkonsums von 2-MMC und 3-MMC sind nicht absehbar.

zu 2-MMC:

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein synthetisches Cathinon und wird den so genannten NPS (Neue Psychoaktive Substanzen) zugeordnet. Die chemische Struktur ist der von 3-MMC und 4-MMC (Mephedron) sehr ähnlich. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wirkung, Wirkungsmechanismus, Dosierung, akuten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen des Konsums von 2-MMC liegen nicht vor. Veröffentlicht ist lediglich eine Studie zum geschlechtsspezifischen biochemischen Abbau von 2-MMC im Vergleich zu 3-MMC und 4-MMC an menschlichen und tierischen Lebermikrosomen (Membranschnipsel).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10444680/
   

zu 3-MMC:

3-MMC (3-Methylmethcathinon = Metaphedron) ist ein synthetisches Cathinon. Es ist in seiner chemischen Struktur dem Mephedron (4-MMC) sehr ähnlich. 3-MMC wird zu den sogenannten neuen psychoaktiven Substanzen gezählt. Risiken und Nebenwirkungen, insbesondere die Langzeitfolgen des Konsums, sind kaum erforscht.

Wirkungen:

  1. Glücksgefühle bis hin zur Euphorie,
  2. gesteigertes Einfühlungsvermögen,
  3. Intensivierung der Sinneswahrnehmungen, auch von Musik und sexuellen Reizen,
  4. Mobilisierung von Energiereserven und erhöhter Bewegungsdrang,
  5. sexuelle Stimulation.
       

Nebenwirkungen und Konsumrisiken:

  1. Übererregung (Agitation)
  2. Herzrasen,
  3. erhöhter Blutdruck,
  4. erhöhte Körpertemperatur (Hyperthermie) mit der Gefahr von Dehydrierung (Austrocknung),
  5. Craving (starkes Verlangen nach der Substanz) verbunden mit einem Abhängigkeitsrisiko,
  6. Angstzustände und psychotisches Erleben (insbesondere bei hoher Dosierung).

Nachwirkungen:

  1. sexuelle Funktionsstörungen,
  2. depressive Verstimmungen,
  3. Antriebslosigkeit.

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 23.01.2024 (Berlin)

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 23.01.2024 (Berlin)

2-MMC erworben als 3-MMC

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe:

2-MMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

Aufgrund fehlender Informationen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken des Konsums von 2-MMC raten wir vom Konsum dieser Substanz ab.
   

Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle
   

zu 2-MMC:

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein synthetisches Cathinon und wird den so genannten NPS (Neue Psychoaktive Substanzen) zugeordnet. Die chemische Struktur ist der von 3-MMC und 4-MMC (Mephedron) sehr ähnlich. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wirkung, Wirkungsmechanismus, Dosierung, akuten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen des Konsums von 2-MMC liegen nicht vor. Veröffentlicht ist lediglich eine Studie zum geschlechtsspezifischen biochemischen Abbau von 2-MMC im Vergleich zu 3-MMC und 4-MMC an menschlichen und tierischen Lebermikrosomen (Membranschnipsel).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10444680/
 

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 23.01.2024 (Berlin)

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 23.01.2024 (Berlin)

2-MMC erworben als 3-MMC

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe:

2-MMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

Aufgrund fehlender Informationen über Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken des Konsums von 2-MMC raten wir vom Konsum dieser Substanz ab.
   

Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle
   

zu 2-MMC:

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein synthetisches Cathinon und wird den so genannten NPS (Neue Psychoaktive Substanzen) zugeordnet. Die chemische Struktur ist der von 3-MMC und 4-MMC (Mephedron) sehr ähnlich. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wirkung, Wirkungsmechanismus, Dosierung, akuten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen des Konsums von 2-MMC liegen nicht vor. Veröffentlicht ist lediglich eine Studie zum geschlechtsspezifischen biochemischen Abbau von 2-MMC im Vergleich zu 3-MMC und 4-MMC an menschlichen und tierischen Lebermikrosomen (Membranschnipsel).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10444680/
 

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

3-MMC (Metaphedron), erworben als 2-MMC, 23.01.2024 (Berlin)

3-MMC (Metaphedron),  erworben als 2-MMC, 23.01.2024 (Berlin)

3-MMC (Metaphedron) erworben als 2-MMC

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe:

3-MMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 2-MMC nachgewiesen.
    
  

Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

zu 3-MMC:

3-MMC (3-Methylmethcathinon = Metaphedron) ist ein synthetisches Cathinon. Es ist in seiner chemischen Struktur dem Mephedron (4-MMC) sehr ähnlich. 3-MMC wird zu den sogenannten neuen psychoaktiven Substanzen gezählt. Risiken und Nebenwirkungen, insbesondere die Langzeitfolgen des Konsums, sind kaum erforscht.

Wirkungen:

  1. Glücksgefühle bis hin zur Euphorie,
  2. gesteigertes Einfühlungsvermögen,
  3. Intensivierung der Sinneswahrnehmungen, auch von Musik und sexuellen Reizen,
  4. Mobilisierung von Energiereserven und erhöhter Bewegungsdrang,
  5. sexuelle Stimulation.
       

Nebenwirkungen und Konsumrisiken:

  1. Übererregung (Agitation)
  2. Herzrasen,
  3. erhöhter Blutdruck,
  4. erhöhte Körpertemperatur (Hyperthermie) mit der Gefahr von Dehydrierung (Austrocknung),
  5. Craving (starkes Verlangen nach der Substanz) verbunden mit einem Abhängigkeitsrisiko,
  6. Angstzustände und psychotisches Erleben (insbesondere bei hoher Dosierung).

Nachwirkungen:

  1. sexuelle Funktionsstörungen,
  2. depressive Verstimmungen,
  3. Antriebslosigkeit.


 

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

3-MMC (Metaphedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 22.01.2024 (Berlin)

3-MMC (Metaphedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 22.01.2024 (Berlin)

3-MMC (Metaphedron) erworben als 4-MMC (Mephedron)

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe:

3-MMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 4-MMC nachgewiesen.
    
  

Abgabe der Probe:

22. Januar 2024 in Berlin
   

Erscheinungsform:

weißes Pulver
   

zu 3-MMC:

3-MMC (3-Methylmethcathinon = Metaphedron) ist ein synthetisches Cathinon. Es ist in seiner chemischen Struktur dem Mephedron (4-MMC) sehr ähnlich. 3-MMC wird zu den sogenannten neuen psychoaktiven Substanzen gezählt. Risiken und Nebenwirkungen, insbesondere die Langzeitfolgen des Konsums, sind kaum erforscht.

Wirkungen:

  1. Glücksgefühle bis hin zur Euphorie,
  2. gesteigertes Einfühlungsvermögen,
  3. Intensivierung der Sinneswahrnehmungen, auch von Musik und sexuellen Reizen,
  4. Mobilisierung von Energiereserven und erhöhter Bewegungsdrang,
  5. sexuelle Stimulation.
       

Nebenwirkungen und Konsumrisiken:

  1. Übererregung (Agitation)
  2. Herzrasen,
  3. erhöhter Blutdruck,
  4. erhöhte Körpertemperatur (Hyperthermie) mit der Gefahr von Dehydrierung (Austrocknung),
  5. Craving (starkes Verlangen nach der Substanz) verbunden mit einem Abhängigkeitsrisiko,
  6. Angstzustände und psychotisches Erleben (insbesondere bei hoher Dosierung).

Nachwirkungen:

  1. sexuelle Funktionsstörungen,
  2. depressive Verstimmungen,
  3. Antriebslosigkeit.


 

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

3-CMC (Clophedron) und eine unbekannte Substanz, erworben als 3-MMC, 23.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron) und eine unbekannte Substanz, erworben als 3-MMC, 23.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron) und eine unbekannte Substanz, erworben als 3-MMC

 

Warnhinweis:

fehldeklarierte und verunreinigte Substanz
  

Wirkstoffe:

3-CMC-Hydrochlorid: ohne Mengenbestimmung

unbekannte Substanz: ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.
  

Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !
  

Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform der Probe:

weißes Pulver/Kristalle
  

Risikoeinschätzung zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 22.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 22.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron)

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe:

4-CMC-Hydrochlorid (ohne Mengenbestimmung)

Es konnte kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen werden.

   

Abgabe der Probe:

22. Januar 2024 in Berlin

 

Erscheinungsform:

weißes Pulver

 

Risikoeinschätzung zu 4-CMC:

4-CMC = (4-Chloromethcathinon, Clephedron) wird den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört zur Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. Über die Wirkungen, Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen kaum gesicherte Informationen vor. Insbesondere wurden nie klinische Studien (experimentelle Untersuchungen am Menschen) durchgeführt.

Wie Mephedron wirkt 4-CMC hemmend auf die Transporter der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und erhöht damit die Konzentration der aus den Nervenzellen freigesetzten Botenstoffe im Gehirn. Im Tierversuch erhöhte 4-CMC mit ähnlicher Potenz wie Mephedron den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Bewegungsaktivität. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Dopamin im Raum zwischen den Nervenzellen wird 4-CMC ein „Missbrauchspotential“ (Craving, Abhängigkeitsrisiko) zugeschrieben.

In Zellkultur-Versuchen führt 4-CMC zur vermehrten Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, kurz ROS), schädigt Zellmembranen und beeinträchtigt die Funktion von Mitochondrien (Zellbestandteile, die die Zellatmung und damit die Energiegewinnung ermöglichen). Dies wird mit einer Schädigung insbesondere von Nerven- und Leberzellen in Verbindung gebracht.

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

3-CMC (Clephedron) und 3-MMC (Metaphedron), erworben als 3-MMC, 23.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clephedron) und 3-MMC (Metaphedron), erworben als 3-MMC, 23.01.2024 (Berlin)

3-CMC und 3-MMC erworben als 3-MMC

 

Warnhinweis:

Verunreinigung
   

Wirkstoffe:

3-CMC-Hydrochlorid ohne Mengenbestimmung
3-MMC-Hydrochlorid ohne Mengenbestimmung

    
Abgabe der Probe:

23. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver


Risikoeinschätzung:

Die gesundheitlichen Risiken des Mischkonsums von 3-CMC und 3-MMC sind nicht absehbar.

   
zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

zu 3-MMC:

3-MMC (3-Methylmethcathinon = Metaphedron) ist ein synthetisches Cathinon. Es ist in seiner chemischen Struktur dem Mephedron (4-MMC) sehr ähnlich. 3-MMC wird zu den sogenannten neuen psychoaktiven Substanzen gezählt. Risiken und Nebenwirkungen, insbesondere die Langzeitfolgen des Konsums, sind kaum erforscht.

Wirkungen:

  1. Glücksgefühle bis hin zur Euphorie,
  2. gesteigertes Einfühlungsvermögen,
  3. Intensivierung der Sinneswahrnehmungen, auch von Musik und sexuellen Reizen,
  4. Mobilisierung von Energiereserven und erhöhter Bewegungsdrang,
  5. sexuelle Stimulation.
       

Nebenwirkungen und Konsumrisiken:

  1. Übererregung (Agitation)
  2. Herzrasen,
  3. erhöhter Blutdruck,
  4. erhöhte Körpertemperatur (Hyperthermie) mit der Gefahr von Dehydrierung (Austrocknung),
  5. Craving (starkes Verlangen nach der Substanz) verbunden mit einem Abhängigkeitsrisiko,
  6. Angstzustände und psychotisches Erleben (insbesondere bei hoher Dosierung).

Nachwirkungen:

  1. sexuelle Funktionsstörungen,
  2. depressive Verstimmungen,
  3. Antriebslosigkeit.

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Koffeinhaltige Flüssigkeit, erworben als MDMA haltige Lösung, 16.01.2024 (Berlin)

Koffeinhaltige Flüssigkeit, erworben als MDMA haltige Lösung, 16.01.2024 (Berlin)

Flüssigkeit mit Koffein

   

Warnhinweis:

Falschdeklaration

  

Wirkstoff und Menge:

Koffein: 0,02 %

es wurde kein MDMA nachgewiesen.

0,02 % = 0,2 mg/g = 20 mg/100 ml

100 ml der untersuchten Flüssigkeit enthalten 20 mg Koffein.
  

Zum Vergleich: Eine Tasse Kaffee aus 4 g Kaffeebohnen enthält zwischen 40 mg und 120 mg Koffein.

   

Abgabe der Probe:

16. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Probe:

gelbe Flüssigkeit
    

zu Koffein:

Koffein ist ein Stimulans des zentralen Nervensystems und kann Wirkungen auf das periphere Nervensystem, das Herz-Kreislauf-System, die Atmung und die Nieren haben. Die erwünschte Hauptwirkung ist die psychostimulierende Wirkung, für die übliche Einzeldosen von 50 bis 200 mg verwendet werden.

Das Auftreten unerwünschter Wirkungen bei der Einnahme von Koffein ist abhängig von der Dosis, der individuellen Empfindlichkeit gegenüber Koffein und dem Ausmaß des täglichen Konsums koffeinhaltiger Getränke und/oder anderer Präparate (Toleranzentwicklung).

Die unerwünschten Wirkungen von Koffein reichen bei Erwachsenen von Nervosität, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, erhöhter Ängstlichkeit, Wahrnehmungsstörungen, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen, erhöhter Atemfrequenz bis hin zu Magen-Darm-Beschwerden.

Auch schwere Vergiftungen mit darüber hinausgehenden Symptomen sind beschrieben worden. Schwere Vergiftungserscheinungen wie Krampfanfälle können ab 1 g Koffein in kurzer Zeit auftreten. Tödliche Koffeindosen liegen zwischen 3 und 10 g.

    

Safer Use:

Bei Flüssigkeiten kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Flüssigkeiten, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!

Wenn das nicht möglich ist und du trotzdem konsumieren möchtest, taste dich mit kleinen Mengen vorsichtig an die gewünschte Dosis heran.

Fanta / Stern NL, extrem hochdosiertes MDMA, 16.01.2024 (Berlin)

Fanta / Stern NL, extrem hochdosiertes MDMA, 16.01.2024 (Berlin)


Fanta / Stern NL

  

Warnhinweis:

extrem hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

211,7 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 54,6 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

16. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 5,6 mm

Breite x Höhe: 11,3 x 6,4 mm

Gewicht: 398,8 mg

Farbe: pfirsich

Bruchrille: ja

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

Netflix, hochdosiertes MDMA, 16.01.2024 (Berlin)

Netflix, hochdosiertes MDMA, 16.01.2024 (Berlin)

Netflix

  

Warnhinweis:

hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

147,9 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 32,9 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

16. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 4,4 mm

Breite x Höhe: 12,0 x 8,5 mm

Gewicht: 449,1 mg

Farbe: gelb

Bruchrille: ja

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

Punisher, hochdosiertes MDMA, 16.01.2024 (Berlin)

Punisher, hochdosiertes MDMA, 16.01.2024 (Berlin)

Punisher

  

Warnhinweis:

hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

134,1 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 35,8 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

16. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 4,0 mm

Breite x Höhe: 14,3 x 10,2 mm

Gewicht: 374,2 mg

Farbe: blau

Bruchrille: ja

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

LSD-Blotter, verunreinigt mit iso-LSD, Koffein, Ketamin und einer unbekannten Substanz, 15.01.2024 (Berlin)

LSD-Blotter, verunreinigt mit iso-LSD, Koffein, Ketamin und einer unbekannten Substanz, 15.01.2024 (Berlin)

LSD-Blotter verunreinigt mit  iso-LSD, Koffein, Ketamin und einer unbekannten Substanz

Warnhinweis:

Verunreinigung

 

Wirkstoffe und Mengen:

LSD-Tartrat 91,0 µg (Mikrogramm)
iso-LSD-Tartrat 60,2 µg (Mikrogramm)
Koffein   4,0 µg (Mikrogramm)
Ketamin-Hydrochlorid    2,8 µg (Mikrogramm)
unbekannte Substanz  ohne Mengenbestimmung

   
(Tartrat = Salz der Weinsäure)
  

Wir raten vom Konsum dieses Blotters ab !
  

Abgabe der Probe:

15. Januar 2024 in Berlin

 

äußere Merkmale des Blotters:

Länge x Breite: 8,9 x 8,9 mm

Gewicht: 15,0 mg

Farbe: schwarz, rosa
   

zur Verunreinigung mit Koffein und Ketamin:

Die festgestellte Koffein- und Ketaminmenge ist so gering, dass sie keinen Einfluss auf die Wirkung und das Konsumrisiko des untersuchten Blotters hat. Sie deutet auf eine unsachgemäße Herstellung und/oder Verpackung des LSD-Produktes hin.
   

zu iso-LSD:

LSD kommt in vier Molekülvarianten (Stereoisomere) vor. Von diesen besitzt nur D-LSD die typische psychoaktive Wirkung. Werden die anderen Formen (L-LSD, D-iso-LSD oder L-iso-LSD) z.B. beim Drug Checking in einem Trip nachgewiesen, deutet dies auf eine unsaubere Herstellung hin. Bei längerer Lagerung kann sich ein Teil des LSD in iso-LSD umwandeln. Iso-LSD gilt als nicht psychoaktiv. Es ist hinsichtlich anderer möglicherweise schädlicher Wirkungen auf den Körper nicht erforscht.

 

Informationen zu LSD findest du auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/lsd

 

Safer Use

  • Konsumiere LSD nur, wenn es dir seelisch und körperlich gut geht (set) und du dich in einer Umgebung befindest, in der du dich wohlfühlst (setting).
  • Wenn du psychischer Belastung ausgesetzt bist, solltest du auf den Konsum von LSD verzichten.
  • Nutze Drugchecking! Der Wirkstoffgehalt von LSD-Zubereitungen unterliegt starken Schwankungen und Trips können mit anderen (hoch)wirksamen Substanzen verunreinigt sein.
  • Wenn dir Drugchecking nicht zur Verfügung steht, dosiere niedrig und warte mindestens 3 Stunden auf die Wirkung, bevor du nachlegst. Es können Blotter im Umlauf sein, die als LSD verkauft werden und Wirkstoffe mit einem späteren Wirkungseintritt enthalten.

LSD-Blotter, verunreinigt mit iso-LSD und MDMA, 15.01.2024 (Berlin)

LSD-Blotter, verunreinigt mit iso-LSD und MDMA, 15.01.2024 (Berlin)

LSD-Blotter verunreinigt mit iso-LSD und MDMA

 

Warnhinweis:

Verunreinigung

 

Wirkstoffe und Mengen:

LSD-Tartrat 80,0 µg (Mikrogramm)
iso-LSD-Tartrat  40,2 µg (Mikrogramm)
MDMA-Hydrochlorid   9,0 µg (Mikrogramm)

   
(Tartrat = Salz der Weinsäure)
  

Abgabe der Probe:

15. Januar 2024 in Berlin

 

äußere Merkmale des Blotters:

Länge x Breite: 9,2 x 9,2 mm

Gewicht: 16,5 mg

Farbe: weiß mit schwarzen Streifen

 

zur Verunreinigung mit MDMA:

Die festgestellte MDMA-Menge ist so gering, dass sie keinen Einfluss auf die Wirkung und das Konsumrisiko des untersuchten Blotters hat. Sie deutet auf eine unsachgemäße Herstellung und/oder Verpackung des LSD-Produktes hin.
  

zu iso-LSD:

LSD kommt in vier Molekülvarianten (Stereoisomere) vor. Von diesen besitzt nur D-LSD die typische psychoaktive Wirkung. Werden die anderen Formen (L-LSD, D-iso-LSD oder L-iso-LSD) z.B. beim Drug Checking in einem Trip nachgewiesen, deutet dies auf eine unsaubere Herstellung hin. Bei längerer Lagerung kann sich ein Teil des LSD in iso-LSD umwandeln. Iso-LSD gilt als nicht psychoaktiv. Es ist hinsichtlich anderer möglicherweise schädlicher Wirkungen auf den Körper nicht erforscht.

 

Informationen zu LSD findest du auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/lsd

 

Safer Use

  • Konsumiere LSD nur, wenn es dir seelisch und körperlich gut geht (set) und du dich in einer Umgebung befindest, in der du dich wohlfühlst (setting).
  • Wenn du psychischer Belastung ausgesetzt bist, solltest du auf den Konsum von LSD verzichten.
  • Nutze Drugchecking! Der Wirkstoffgehalt von LSD-Zubereitungen unterliegt starken Schwankungen und Trips können mit anderen (hoch)wirksamen Substanzen verunreinigt sein.
  • Wenn dir Drugchecking nicht zur Verfügung steht, dosiere niedrig und warte mindestens 3 Stunden auf die Wirkung, bevor du nachlegst. Es können Blotter im Umlauf sein, die als LSD verkauft werden und Wirkstoffe mit einem späteren Wirkungseintritt en

LSD-Blotter, verunreinigt mit iso-LSD, 15.01.2024 (Berlin)

LSD-Blotter, verunreinigt mit iso-LSD, 15.01.2024 (Berlin)

LSD-Blotter verunreinigt mit iso-LSD

 

Warnhinweis:

Verunreinigung

 

Wirkstoffe und Mengen:

LSD-Tartrat:       83,4 µg (Mikrogramm)

iso-LSD-Tartrat: 36,5 µg (Mikrogramm)

(Tartrat = Salz der Weinsäure)
  

Abgabe der Probe:

15. Januar 2024 in Berlin

 

äußere Merkmale des Blotters:

Länge x Breite: 8,9 x 8,9 mm

Gewicht: 18,8 mg

Farbe: dunkelblau 

 

zu iso-LSD:

LSD kommt in vier Molekülvarianten (Stereoisomere) vor. Von diesen besitzt nur D-LSD die typische psychoaktive Wirkung. Werden die anderen Formen (L-LSD, D-iso-LSD oder L-iso-LSD) z.B. beim Drug Checking in einem Trip nachgewiesen, deutet dies auf eine unsaubere Herstellung hin. Bei längerer Lagerung kann sich ein Teil des LSD in iso-LSD umwandeln. Iso-LSD gilt als nicht psychoaktiv. Es ist hinsichtlich anderer möglicherweise schädlicher Wirkungen auf den Körper nicht erforscht.

 

Informationen zu LSD findest du auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/lsd

 

Safer Use

  • Konsumiere LSD nur, wenn es dir seelisch und körperlich gut geht (set) und du dich in einer Umgebung befindest, in der du dich wohlfühlst (setting).
  • Wenn du psychischer Belastung ausgesetzt bist, solltest du auf den Konsum von LSD verzichten.
  • Nutze Drugchecking! Der Wirkstoffgehalt von LSD-Zubereitungen unterliegt starken Schwankungen und Trips können mit anderen (hoch)wirksamen Substanzen verunreinigt sein.
  • Wenn dir Drugchecking nicht zur Verfügung steht, dosiere niedrig und warte mindestens 3 Stunden auf die Wirkung, bevor du nachlegst. Es können Blotter im Umlauf sein, die als LSD verkauft werden und Wirkstoffe mit einem späteren Wirkungseintritt enthalten.

Kartusche mit delta-8-THC, delta-4(8)-iso-THC, delta-9-THC und delta-11-THC, erworben als THC, 15.01.2024 (Berlin)

Kartusche mit delta-8-THC, delta-4(8)-iso-THC, delta-9-THC und delta-11-THC, erworben als THC, 15.01.2024 (Berlin)

Kartusche mit THC-Isomeren

Warnhinweis:

Verunreinigung

Wirkstoffe:

delta-8-THC ohne Mengenbestimmung
delta-4(8)-iso-THC ohne Mengenbestimmung
delta-9-THC ohne Mengenbestimmung
delta-11-THC ohne Mengenbestimmung

   
Vom inhalativen Konsum solcher Liquids (z.B. in Patronen, Kartuschen), die nicht unter staatlich kontrollierten Bedingungen hergestellt und vertrieben werden, raten wir wegen der Möglichkeit schwerer Atemwegsschädigungen und anderer Nebenwirkungen grundsätzlich ab!

  

zu delta-8-THC:

Delta-8-THC ist ein Isomer von delta-9-THC, dem psychoaktiven Hauptwirkstoff von Cannabis, der üblicherweise einfach als THC bezeichnet wird. Delta-8-THC unterscheidet sich in seiner chemischen Struktur nur geringfügig von delta-9-THC. Delta-8-THC wird von der Hanfpflanze nicht biosynthetisch gebildet, kann aber spontan aus delta-9-THC entstehen. Delta-8-THC kommt in natürlichen Cannabisprodukten, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen vor. Es wird chemisch (künstlich) aus CBD hergestellt.

Delta-8-THC ist psychoaktiv und hat ähnliche Wirkungen wie delta-9-THC. Im Tierversuch ist es jedoch um ca. 25% weniger potent als delta-9-THC, d.h. um eine vergleichbare Wirkung zu erzielen, sind entsprechend größere Mengen an delta-8-THC als an delta-9-THC erforderlich.

Die Risiken und Langzeitwirkungen von delta-8-THC beim Menschen sind nicht erforscht.
   
   

zu delta-4(8)-iso-THC:

Delta-4(8)-iso-THC entsteht als Nebenprodukt bei der Herstellung von delta-8-THC aus CBD. Die mit seinem Konsum verbundenen Gesundheitsrisiken sind nicht ausreichend erfasst und bewertet.

  

zu delta-11-THC:

Delta-11-THC [= delta-9(11)-THC] ist ein seltenes und wenig erforschtes Isomer von delta-9-THC. In Tierversuchen (Ratten, Rhesusaffen) war delta-11-THC deutlich weniger potent als delta-9-THC. In anderen Studien wurde festgestellt, dass delta-11-THC die Wirkung von delta-9-THC sogar reduzieren kann. 

Delta-11-THC wurde als Bestandteil von "Vaping Liquids" identifiziert, die auf dem grauen oder schwarzen Markt für den menschlichen Gebrauch verkauft werden.

   

zu delta-9-THC:

Delta-9-THC ist der psychoaktive Hauptwirkstoff aus der Cannabis-Pflanze. Es wird meist einfach als THC bezeichnet.

akuten Wirkungen:

Entspannung, Wohlgefühl, Euphorie.
   
   
akute Nebenwirkungen:

Lethargie, Depersonalisation, verzerrte Zeitwahrnehmung, 
Beeinträchtigung der motorischen und geistigen Leistungsfähigkeit,
Halluzinationen, Paranoia, Verwirrtheit, Angst, Unruhe, 
Mundtrockenheit, Rötung der Bindehaut der Augen, Herzrasen,
Übelkeit und Erbrechen.

   

Informationen zu Cannabis findest du auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/cannabis

  

Safer Use:

Vermeide den THC-Konsum bei der Arbeit, in der Schule, beim Lernen (z. B. auch am Tag vor einer Prüfung) und der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr.

Konsumiere möglichst nur in der Freizeit und wenn du dich gut fühlst. Schlechte Stimmungen können durch THC verstärkt werden.

Die THC-Wirkungen und Nebenwirkungen sind stark von der Dosierung des konsumierten Cannabis-Produktes abhängig. Informiere dich vor dem Konsum so gut wie möglich.

Zur sicheren Dosierung solltest du zunächst geringe Dosen konsumieren. 

Der Konsum von Cannabis-Produkten mit einem geringem CBD-Gehalt geht mit einem größeren Risiko psychischer Nebenwirkungen (Denkstörungen, Ängste, Psychosen) einher.

Eine risikoarme Form des inhalativen Konsums von THC-haltigen Produkten ist das Inhalieren des Dampfes nach dem Erhitzen von getrockneten Cannabisblüten mit einem zertifizierten Vaporizer.

3,4-MDPHP erworben als Monkey Dust, 15.01.2024 (Berlin)

3,4-MDPHP erworben als Monkey Dust, 15.01.2024 (Berlin)

3,4-MDPHP erworben als Monkey Dust

Warnung:

Wenig erforschte Substanz mit beschriebenen drastischen Wirkungen.

Wirkstoffe:

3,4-MDPHP

3,4-MDPHP ist hinsichtlich seiner Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen kaum erforscht. Aus diesem Grund und wegen der wenigen beschriebenen und drastischen Konsumfolgen raten wir vom Konsum von 3,4-MDPHP ab !
   

zu Monkey Dust:

Monkey Dust (Affenstaub) ist ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für die Gruppe der Pyrovaleron-Cathinone und chemisch und pharmakologisch verwandter Substanzen. Dazu gehören beispielsweise alpha-Pyrovaleron (alpha-PVP), 3,4-MDPV, alpha-PHiP und 3,4-MDPHP.

Monkey-Dust-Substanzen sollen seit 2023 vermehrt in Teilen der Berliner Chemsex-Szene konsumiert werden.

 

zu 3,4-MDPHP:

3,4-MDPHP (3,4-Methylendioxy-α-pyrrolidinohexiophenon) ist ein Stimulans aus der Gruppe der synthetischen Cathinone. Es wird den Monkey Dust Substanzen zugeordnet, manchmal wird es auch als das Monkey Dust bezeichnet. 3,4-MDPHP ist chemisch und pharmakologisch eng mit dem starken Stimulans 3,4-MDPV verwandt.
     

Wirkmechanismus:

3,4-MDPHP stimuliert die Freisetzung von Noradrenalin und Dopamin und hemmt gleichzeitig die Wiederaufnahme dieser Botenstoffe: Dadurch kommt es zu einer starken Stimulation des zentralen Nervensystems (ZNS, Gehirnfunktionen).
   

Wirkungen:

(starke) Euphorie und (sexuelle) Stimulation
   

Konsumformen:

schnupfen (nasal)

schlucken (oral)

rauchen (inhalativ) der freien Base

 

mögliche Nebenwirkungen:

Anstieg der Körpertemperatur (Hyperthermie),

Herzrasen (Tachykardie), Herzanfälle und Herzschäden,

Blutdruckanstieg,

Atembeschwerden,

erhöhte Bewegungsaktivität,

Angstzustände, Aggressivität, Paranoia, Bewusstseinsstörungen, und schwere Psychosen.

Während sich das Selbstverabreichungspotential von 3,4-MDPHP im Tierversuch (Ratten) als moderat erwies beschreiben Konsument*innen von Monkey Dust Substanzen wie 3,4-MDPHP den Nachlegedrang (Craving) und das damit verbundene Abhängigkeitsrisiko als extrem hoch.

Einige Vergiftungs- und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum von 3,4-MDPHP zusammen mit anderen psychoaktiven Substanzen (Mischkonsum) sowie ein Todesfall nach Monokonsum von MDPHP sind wissenschaftlich publiziert.

In Zellkulturen verursacht  3,4-MDPHP oxidativen Stress und Zelltod.
   

Safer Use zu Cathinone (allgemein):

Bei Pulvern und kristallinen Substanzen kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du auch Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!

Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinone gibt es nur wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

    

Spezielle Safer Use Hinweise zu Monkey Dust Substanzen finden sich bei Sidekicks Berlin:

https://sidekicks.berlin/monkeydust/

    

Quellen:

https://www.bbc.com/news/health-65556046

https://sidekicks.berlin/monkeydust/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9375735/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8268582/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9598216/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28895757/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32476242/

 

 

 

 

 

 

Kokain, verunreinigt mit Procain, 16.01.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Procain, 16.01.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Procain

  
Warnhinweis:

Verunreinigung

   

Wirkstoffe und Menge:

Kokain-Hydrochlorid 77,3 %
Procain-Hydrochlorid
16,4 %


Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !

  
Abgabe der Probe:

16. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver
  

zu Procain:

Procain ist ein synthetisches Lokalanästhetikum, es wirkt örtlich betäubend. Lokalanästhetika machen die Schleimhäute im Mund taub und imitiert so die betäubende Wirkung von Kokain beim „Zungentest“. Das ist ein Grund, warum synthetische Lokalanästetika Kokain-Pulvern zugesetzt werden.

Insbesondere beim intravenösen Konsum (spritzen) von Kokain können beigemischte Lokalanästhetika lebensgefährliche Vergiftungen verursachen. In den 1990er Jahren gab es in Berlin eine Serie von Todesfällen unter intravenös Kokain-Konsumierenden, für die die dem Kokain beigemischten Lokalanästhetika Lidocain und Tetracain als Todesursache festgestellt wurde.

Am Herzmuskel bewirken Lokalanästhetika eine Minderung der elektrischen Erregbarkeit, der elektrischen Erregungsleitung und der Kontraktionskraft. Im zentralen Nervensystem (Gehirn) kann es zu zunächst einer Übererregung und später zur Lähmung von lebenswichtigen Funktionen durch diese Substanzen kommen.

Procain-Vergiftungen (Überdosierung vor allem nach intravenöser Verabreichung) verlaufen in zwei Phasen:

Phase 1 (Stimulation): Missempfindungen im Mundbereich, Gefühl der tauben Zunge, Unruhe, Delirium, Krämpfe, erhöhte Herzfrequenz und Blutdruck, Rötung der Haut.

Phase 2 (Dämpfung, Depression): Koma, Atemstillstand, Pulse ist nicht tastbar, Blässe, Herzstillstand.

Konsument*innen mit einer beginnenden Lokalanästhetika-Vergiftung fallen zunächst durch Übererregung auf. Sie werden unruhig, klagen über Schwindel, Hör- und Sehstörungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich. Die Sprache ist verwaschen. Schüttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden Krampfanfalls. Wird die für einen Krampanfall nötige Procain-Konzentration im Blut nicht erreicht, kann es zur Schläfrigkeit kommen. Bei fortschreitender Vergiftung kommt es zu einer zunehmenden Funktionsstörung des Hirnstammes mit Atemdepression und Koma bis hin zum Tod. Ein Blutdruckabfall ist häufig das erste Zeichen der giftigen Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Procain kann allergische Reaktionen in Form von Hautreaktionen, Schwellungen, Krämpfe der Bronchialmuskulatur oder eines Atemnotsyndroms auslösen.

Procain vermag das Sauerstoff-Transport-Protein Hämoglobin im Blut zu Methämoglobin zu oxidieren, so dass der Sauerstofftransport im Blut gestört ist und Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können.

Procain wird im Blut schnell durch Enzyme abgebaut. Seine Wirkdauer liegt zwischen einer halben und einer Stunde.
   
       

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Phenethylamin-Koffein-Mischung, erworben als Amphetamin (Speed), 16.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 16.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 16.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron)

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe:

4-CMC-Hydrochlorid (ohne Mengenbestimmung)

Es konnte kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen werden.

   

Abgabe der Probe:

01. Januar 2024 in Berlin

 

Erscheinungsform:

weiß-gelbliche Kristalle

 

Risikoeinschätzung zu 4-CMC:

4-CMC = (4-Chloromethcathinon, Clephedron) wird den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört zur Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. Über die Wirkungen, Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen kaum gesicherte Informationen vor. Insbesondere wurden nie klinische Studien (experimentelle Untersuchungen am Menschen) durchgeführt.

Wie Mephedron wirkt 4-CMC hemmend auf die Transporter der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und erhöht damit die Konzentration der aus den Nervenzellen freigesetzten Botenstoffe im Gehirn. Im Tierversuch erhöhte 4-CMC mit ähnlicher Potenz wie Mephedron den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Bewegungsaktivität. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Dopamin im Raum zwischen den Nervenzellen wird 4-CMC ein „Missbrauchspotential“ (Craving, Abhängigkeitsrisiko) zugeschrieben.

In Zellkultur-Versuchen führt 4-CMC zur vermehrten Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, kurz ROS), schädigt Zellmembranen und beeinträchtigt die Funktion von Mitochondrien (Zellbestandteile, die die Zellatmung und damit die Energiegewinnung ermöglichen). Dies wird mit einer Schädigung insbesondere von Nerven- und Leberzellen in Verbindung gebracht.

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 16.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron), 16.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als 4-MMC (Mephedron)

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe:

4-CMC-Hydrochlorid (ohne Mengenbestimmung)

Es konnte kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen werden.

   

Abgabe der Probe:

16. Januar 2024 in Berlin

 

Erscheinungsform:

farblose ("weiße") Kristalle

 

Risikoeinschätzung zu 4-CMC:

4-CMC = (4-Chloromethcathinon, Clephedron) wird den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört zur Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. Über die Wirkungen, Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen kaum gesicherte Informationen vor. Insbesondere wurden nie klinische Studien (experimentelle Untersuchungen am Menschen) durchgeführt.

Wie Mephedron wirkt 4-CMC hemmend auf die Transporter der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und erhöht damit die Konzentration der aus den Nervenzellen freigesetzten Botenstoffe im Gehirn. Im Tierversuch erhöhte 4-CMC mit ähnlicher Potenz wie Mephedron den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Bewegungsaktivität. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Dopamin im Raum zwischen den Nervenzellen wird 4-CMC ein „Missbrauchspotential“ (Craving, Abhängigkeitsrisiko) zugeschrieben.

In Zellkultur-Versuchen führt 4-CMC zur vermehrten Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, kurz ROS), schädigt Zellmembranen und beeinträchtigt die Funktion von Mitochondrien (Zellbestandteile, die die Zellatmung und damit die Energiegewinnung ermöglichen). Dies wird mit einer Schädigung insbesondere von Nerven- und Leberzellen in Verbindung gebracht.

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

3-CMC (Clophedron), erworben als Mephedron, 16.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), erworben als Mephedron, 16.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), erworben als Mephedron (4-MMC)

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration
     

Wirkstoffe:

3-CMC-Hydrochlorid: ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein Mephedron (4-MMC) nachgewiesen.
  

Abgabe der Probe:

16. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weiß-gelbliches Pulver
  

Risikoeinschätzung:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 16.01.2024 (Berlin)

2-MMC, erworben als 3-MMC (Metaphedron), 16.01.2024 (Berlin)

2-MMC erworben als 3-MMC

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe:

2-MMC-Hydrochlorid:   ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.

 

Abgabe der Probe:

16. Januar 2024 in Berlin

 

Erscheinungsform:

gelbliches Pulver
   

zu 2-MMC:

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein synthetisches Cathinon und wird den so genannten NPS (Neue Psychoaktive Substanzen) zugeordnet. Die chemische Struktur ist der von 3-MMC und 4-MMC (Mephedron) sehr ähnlich. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wirkung, Wirkungsmechanismus, Dosierung, akuten Nebenwirkungen und Langzeitfolgen des Konsums von 2-MMC liegen nicht vor. Veröffentlicht ist lediglich eine Studie zum geschlechtsspezifischen biochemischen Abbau von 2-MMC im Vergleich zu 3-MMC und 4-MMC an menschlichen und tierischen Lebermikrosomen (Membranschnipsel).

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10444680/
 

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

3-CMC (Clophedron) und eine unbekannte Substanz, erworben als 4-MMC (Mephedron), 16.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron) und eine unbekannte Substanz, erworben als 4-MMC (Mephedron), 16.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron) und eine unbekannte Substanz, erworben als 4-MMC (Mephedron)

 

Warnhinweis:

fehldeklarierte und verunreinigte Substanz
  

Wirkstoffe:

3-CMC-Hydrochlorid: ohne Mengenbestimmung

unbekannte Substanz: ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 4-MMC (Mephedron) nachgewiesen.
  

Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !
  

Abgabe der Probe:

16. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform der Probe:

farblose ("weiße") Kristalle
  

Risikoeinschätzung zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Pik-Ass, hochdosiertes MDMA, 09.01.2024 (Berlin)

Pik-Ass, hochdosiertes MDMA, 09.01.2024 (Berlin)

Pik-Ass

  

Warnhinweis:

hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

187,9 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 28,4 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

09. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 5,4 mm

Breite x Höhe: 14,4 x 12,2 mm

Gewicht: 661,3 mg

Farbe: blau, lila

Bruchrille: nein

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

Philipp Plein / Totenkopf: hochdosiertes MDMA verunreinigt mit M-alpha-HMCA, 09.01.2024 (Berlin)

Philipp Plein / Totenkopf: hochdosiertes MDMA verunreinigt mit M-alpha-HMCA, 09.01.2024 (Berlin)

Philipp Plein / Totenkopf

  

Warnhinweis:

verunreinigte und hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

MDMA-Hydrochlorid 135,9 mg
M-alpha-HMCA ohne Mengenbestimmung

  

zu M-alpha-HMCA:

MDMA kann durch verschiedene Syntheseverfahren hergestellt werden. Bei einem dieser Verfahren kann M-alpha-HMCA als Nebenprodukt entstehen. Wird es nach der Synthese durch Reinigungsverfahren nicht sorgfältig vom MDMA abgetrennt, gelangt es als Verunreinigung in die Endprodukte. Solche Syntheseverunreinigungen in den Endprodukten sind ein deutlicher Hinweis auf deren unsachgemäße Herstellung.

Wissenschaftliche Untersuchungen zu den Wirkungen und gesundheitlichen Risiken von M-alpha-HMCA liegen nicht vor. Dies betrifft auch mögliche und gefährliche Wechselwirkungen mit MDMA.

Wir raten vom Konsum dieser Ecstasy-Tablette ab!

  
Prozentualer MDMA-Gehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 34,1 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

09. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 5,2 mm

Breite x Höhe: 9,1 x 9,1 mm

Gewicht: 398,3 mg

Farbe: grau

Bruchrille: nein

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

Red Bull, hochdosiertes MDMA verunreinigt mit Amphetamin, 08.01.2024 (Berlin)

Red Bull, hochdosiertes MDMA verunreinigt mit Amphetamin, 08.01.2024 (Berlin)

Red Bull

  

Warnhinweis:

verunreinigte und hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

MDMA-Hydrochlorid 139,2 mg
Amphetamin-Sulfat     3,3 mg

  

zur Amphetamin-Verunreinigung:

3,3 mg des stimulierenden Amphetamin-Sulfats haben nur einen geringen Einfluss auf die Wirkung und das Gesundheitsrisiko nach dem Konsum dieser Ecstasy-Tablette.

Die Verunreinigung mit Amphetamin deutet auf eine unsachgemäße Herstellung oder Verpackung der Ecstasy-Tablette hin.

  
Prozentualer MDMA-Gehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 32,3 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

08. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 5,5 mm

Breite x Höhe: 12,2 x 7,6 mm

Gewicht: 431,4 mg

Farbe: blau

Bruchrille: ja

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

Punisher, hochdosiertes MDMA, 09.01.2024 (Berlin)

Punisher, hochdosiertes MDMA, 09.01.2024 (Berlin)

Punisher

  

Warnhinweis:

hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

135,1 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 37,5 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

09. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 4,2 mm

Breite x Höhe: 9,8 x 14,2 mm

Gewicht: 360,6 mg

Farbe: blau

Bruchrille: ja

Die Tablette lag in Bruchstücken vor.

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

Punisher, hochdosiertes MDMA, 09.01.2024 (Berlin)

Punisher, hochdosiertes MDMA, 09.01.2024 (Berlin)

Punisher

  

Warnhinweis:

hochdosierte Ecstasy-Tablette
  

Wirkstoffe und Menge:

119,4 mg MDMA-Hydrochlorid

  
Prozentualer Wirkstoffgehalt:

Wirkstoffmenge [mg] * 100 / Gewicht der Tablette [mg] = 28,7 %
  

Achtung:

Die chemische  Zusammensetzung einer Ecstasy Tablette kann nicht auf Grundlage des Logos (Aufdruck), Farbe, Gewicht und Abmessungen (Dicke, Länge, Breite) bestimmt werden. Dazu bedarf es immer einer chemischen Analyse. Identisch aussehende Tabletten können völlig unterschiedlich zusammengesetzt sein.

  
Abgabe der Probe:

09. Januar 2024 in Berlin
  

äußere Merkmale der Tablette:

Dicke: 4,5 mm

Breite x Höhe: 10,1 x 14,3 mm

Gewicht: 416,1 mg

Farbe: blau

Bruchrille: ja

   

Risikoeinschätzung:

Bis zu 1.5 mg MDMA pro kg Körpergewicht bei gesunden Männern und 1.3 mg pro kg Körpergewicht bei gesunden Frauen werden in der Regel vertragen. Aber auch bei diesen Dosierungen treten meist vorübergehende Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierungen kann es zu einem Anstieg der Körpertemperatur, Dehydrierung und Wahrnehmungsstörungen kommen. Es besteht das Risiko eines lebensgefährlichen Kreislaufversagens. An den Tagen nach der Einnahme hoher MDMA-Dosen, können depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit auftreten. Die regelmäßige Einnahme hoher Dosen MDMA kann zur Schädigung von Nervenzellen führen.

   

Safer Use zur Vorbeugung von Überdosierungen:

Als Richtwerte für eine maximale orale Dosierung für MDMA-Hydrochlorid gelten: 

Frauen: 1,3 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einer 60 kg schweren Frau ca. 80 mg MDMA-Hydrochlorid.

Männer: 1,5 mg/kg Körpergewicht, das sind bei einem 75 kg schweren Mann ca. 110 mg MDMA-Hydrochlorid.

Um Überdosierungen vorzubeugen, muss die Tablette geteilt werden und es sollten nur Bruchstücke eingenommen werden.

Wenn du es wirklich genau machen willst, pulverisierst Du die Tablette, mischt das Pulver gut durch und wiegst mit einer Feinwaage die zu konsumierende Menge Pulver ab.

Die maximal verträgliche Pulvermenge kannst du wie folgt berechnen:

Frauen:

Menge Pulver [mg] = 1,3 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

Männer:

Menge Pulver [mg] = 1,5 [mg/kg] * Körpergewicht [kg] * 100 / Wirkstoffgehalt [%]

  

Safer Use:

  1. Akzeptiere, wenn die MDMA-Wirkung abklingt. Nachzulegen bedeutet eine besonders starke Belastung für deinen Körper. Durch zu häufigen und hochdosierten Konsum können Nervenzellen geschädigt werden.
  2. Halte möglichst lange Konsumpausen ein. Durch einen regelmäßigen Konsum und hohe Dosierungen steigt das Risiko schädlicher Wirkungen für das Gehirn und die angestrebte psychoaktive Wirkung lässt nach. Halte darum Pausen von mindestens vier Wochen zwischen den Einnahmen ein.
  3. Um Austrocknung und Überhitzung zu vermeiden, solltest du auf ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol) achten. 0,3 bis 0,5 Liter elektrolythaltige Flüssigkeit pro Stunde sind ein guter Richtwert.
  4. Wenn du MDMA auf Partys konsumierst, mache beim Tanzen ausreichend Pausen um deinen Körper herunter zu kühlen.
  5. Falls du Fragen zu oder Probleme mit deinem Konsum hast, lass dich von uns beraten.

LSD-Blotter, sehr niedrig dosiert, verunreinigt mit iso-LSD und einer unbekannten Substanz, 08.01.2024 (Berlin)

LSD-Blotter, sehr niedrig dosiert, verunreinigt mit iso-LSD und einer unbekannten Substanz, 08.01.2024 (Berlin)

LSD-Blotter verunreinigt mit iso-LSD und einer unbekannten Substanz

 

Warnhinweis:

Verunreinigung

 

Wirkstoffe und Mengen:

LSD-Tartrat 13,8 µg (Mikrogramm)
iso-LSD-Tartrat    6,9 µg (Mikrogramm)
unbekannte Substanz  ohne Mengenbestimmung

   
(Tartrat = Salz der Weinsäure)
  

Wir raten vom Konsum dieses Blotters ab !
  

Abgabe der Probe:

08. Januar 2024 in Berlin

 

äußere Merkmale des Blotters:

Länge x Breite: 8,1 x 8,1 mm

Gewicht: 15,0 mg

Farbe: bunt

 

zu iso-LSD:

LSD kommt in vier Molekülvarianten (Stereoisomere) vor. Von diesen besitzt nur D-LSD die typische psychoaktive Wirkung. Werden die anderen Formen (L-LSD, D-iso-LSD oder L-iso-LSD) z.B. beim Drug Checking in einem Trip nachgewiesen, deutet dies auf eine unsaubere Herstellung hin. Bei längerer Lagerung kann sich ein Teil des LSD in iso-LSD umwandeln. Iso-LSD gilt als nicht psychoaktiv. Es ist hinsichtlich anderer möglicherweise schädlicher Wirkungen auf den Körper nicht erforscht.

 

Informationen zu LSD findest du auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/lsd

 

Safer Use

  • Konsumiere LSD nur, wenn es dir seelisch und körperlich gut geht (set) und du dich in einer Umgebung befindest, in der du dich wohlfühlst (setting).
  • Wenn du psychischer Belastung ausgesetzt bist, solltest du auf den Konsum von LSD verzichten.
  • Nutze Drugchecking! Der Wirkstoffgehalt von LSD-Zubereitungen unterliegt starken Schwankungen und Trips können mit anderen (hoch)wirksamen Substanzen verunreinigt sein.
  • Wenn dir Drugchecking nicht zur Verfügung steht, dosiere niedrig und warte mindestens 3 Stunden auf die Wirkung, bevor du nachlegst. Es können Blotter im Umlauf sein, die als LSD verkauft werden und Wirkstoffe mit einem späteren Wirkungseintritt enthalten.

1T-LSD, erworben als LSD, 09.01.2024 (Berlin)

1T-LSD, erworben als LSD, 09.01.2024 (Berlin)

Flüssigkeit mit 1T-LSD

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Analyse-Ergebnis:

1T-LSD: ohne Mengenbestimmung
   

Es wurde kein LSD nachgewiesen.

Über Risiken, Nebenwirkungen, Toxizität und Langzeitfolgen von 1T-LSD liegen keine Informationen vor. Daher wird vom Konsum abgeraten!

 

Abgabe der Probe:

09. Januar 2024 in Berlin

 

äußere Merkmale des Blotters:

farblose, klare Flüssigkeit

 

Risikoeinschätzung:

1T-LSD (1-(Thiophen-2-carbonyl)-LSD) ist ein LSD-Derivat (= Analogon, Abkömmling). Bei 1T-LSD wurde an das Stickstoffatom Nr. 1 im Indolring des LSD ein Thiophen-2-carbonsäure-Teilchen (Molekül) angehängt. Damit handelt es sich, wie eine ganze Reihe von LSD-Derivaten, um eine 1-acylierte LSD-Verbindung. Diese haben vergleichbare Wirkungen und Nebenwirkungen wie LSD.

Informationen zu LSD finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/lsd

LSD-Derivate (Abkömmlinge) wie 1T-LSD wurden u. a. für den Freizeitbereich entwickelt und vertrieben, um die bestehenden Drogengesetze wie das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und das Neue psychoaktive Stoffe Gesetz (NpSG) zu umgehen.

Wirkungen und Risiken von 1T-LSD:

Zu 1T-LSD gibt es keine veröffentlichten Studien, die sich mit der Erfassung von Wirkungen, Nebenwirkungen und Konsumrisiken befassen.

Es wird vermutet, dass sich 1T-LSD im Körper in LSD umwandelt (so genannte Prodrugs) und dabei eine mit LSD vergleichbare psychoaktive Wirkung entfaltet.

Die Potenz (= Dosis zur Erzielung einer bestimmten Wirkung) von 1T-LSD im Vergleich zu LSD und die Verzögerung des Wirkungseintritts sind nicht bekannt. 

LSD-Derivate, die am Stickstoffatom des Indolrings zusätzliche Molekülgruppen (Substituenten) enthalten, wirken in der Regel nur schwach aktivierend auf den 5-HT2A-Rezeptor. Der 5-HT2A-Rezeptor ist der primäre Angriffspunkt psychedelischer Substanzen im Gehirn. An diesen Rezeptor bindet normalerweise der körpereigene Botenstoff Serotonin (= 5-Hydroxytryptamin = 5-HT), ohne psychedelische Wirkungen auszulösen.

Damit 1T-LSD an den 5-HT2A-Rezeptor binden kann, muss wahrscheinlich der Thiophen-2-carbonsäure-Rest abgespalten werden. 1T-LSD ist wahrscheinlich eine Vorstufe (Prodrug) von LSD.  1T-LSD wird im menschlichen Körper wahrscheinlich zu LSD abgebaut. Dies muss jedoch noch durch Studien bestätigt werden, wie dies z. B. für 1P-LSD bereits geschehen ist.

Wenn LSD-Derivate als Prodrugs fungieren, kann es je nach Art der Enzyme (biochemische Werkzeuge), die den Abbau zu LSD bewirken, und deren Konzentrationen in den verschiedenen Geweben zu erheblichen Unterschieden in der Potenz der LSD-Derivaten kommen.

Darüber hinaus sind Untersuchungen zur Pharmakologie und Toxikologie von 1T-LSD einschließlich klinischer (experimenteller) Studien am Menschen erforderlich, um wissenschaftlich fundierte Aussagen über Wirkungen und Nebenwirkungen von 1T-LSD treffen zu können.

Safer Use:

  1. Bei LSD auf Blottern oder in Tabletten kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Lass sie deshalb nach Möglichkeit vor dem Konsum testen!
  2. Wenn dir Drugchecking nicht zur Verfügung steht, dosiere niedrig und warte mindestens 3 Stunden auf die Wirkung, bevor du nachlegst. Es können Blotter und Tabletten im Umlauf sein, die als LSD verkauft werden und Wirkstoffe mit späterem Wirkungseintritt enthalten.
  3. Konsumiere LSD und seine Derivate nur, wenn du dich psychisch und physisch gut fühlst (set) und dich in einer Umgebung (setting) befindest, in der du dich wohl fühlst.

Kokain, verunreinigt mit Procain, 09.01.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Procain, 09.01.2024 (Berlin)

Kokain, verunreinigt mit Procain

  
Warnhinweis:

Verunreinigung

   

Wirkstoffe und Menge:

Kokain-Hydrochlorid 85,0 %
Procain-Hydrochlorid
  2,5 %


Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !

  
Abgabe der Probe:

09. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

weißes Pulver
  

zu Procain:

Procain ist ein synthetisches Lokalanästhetikum, es wirkt örtlich betäubend. Lokalanästhetika machen die Schleimhäute im Mund taub und imitiert so die betäubende Wirkung von Kokain beim „Zungentest“. Das ist ein Grund, warum synthetische Lokalanästetika Kokain-Pulvern zugesetzt werden.

Insbesondere beim intravenösen Konsum (spritzen) von Kokain können beigemischte Lokalanästhetika lebensgefährliche Vergiftungen verursachen. In den 1990er Jahren gab es in Berlin eine Serie von Todesfällen unter intravenös Kokain-Konsumierenden, für die die dem Kokain beigemischten Lokalanästhetika Lidocain und Tetracain als Todesursache festgestellt wurde.

Am Herzmuskel bewirken Lokalanästhetika eine Minderung der elektrischen Erregbarkeit, der elektrischen Erregungsleitung und der Kontraktionskraft. Im zentralen Nervensystem (Gehirn) kann es zu zunächst einer Übererregung und später zur Lähmung von lebenswichtigen Funktionen durch diese Substanzen kommen.

Procain-Vergiftungen (Überdosierung vor allem nach intravenöser Verabreichung) verlaufen in zwei Phasen:

Phase 1 (Stimulation): Missempfindungen im Mundbereich, Gefühl der tauben Zunge, Unruhe, Delirium, Krämpfe, erhöhte Herzfrequenz und Blutdruck, Rötung der Haut.

Phase 2 (Dämpfung, Depression): Koma, Atemstillstand, Pulse ist nicht tastbar, Blässe, Herzstillstand.

Konsument*innen mit einer beginnenden Lokalanästhetika-Vergiftung fallen zunächst durch Übererregung auf. Sie werden unruhig, klagen über Schwindel, Hör- und Sehstörungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich. Die Sprache ist verwaschen. Schüttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden Krampfanfalls. Wird die für einen Krampanfall nötige Procain-Konzentration im Blut nicht erreicht, kann es zur Schläfrigkeit kommen. Bei fortschreitender Vergiftung kommt es zu einer zunehmenden Funktionsstörung des Hirnstammes mit Atemdepression und Koma bis hin zum Tod. Ein Blutdruckabfall ist häufig das erste Zeichen der giftigen Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Procain kann allergische Reaktionen in Form von Hautreaktionen, Schwellungen, Krämpfe der Bronchialmuskulatur oder eines Atemnotsyndroms auslösen.

Procain vermag das Sauerstoff-Transport-Protein Hämoglobin im Blut zu Methämoglobin zu oxidieren, so dass der Sauerstofftransport im Blut gestört ist und Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können.

Procain wird im Blut schnell durch Enzyme abgebaut. Seine Wirkdauer liegt zwischen einer halben und einer Stunde.
   
       

Informationen zu Kokain finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/substanzen/kokain-crack
  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Je mehr du von verunreinigten Substanzen konsumierst, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von gefährlichen Nebenwirkungen durch Verschnittstoffe.

Ketamin, erworben als 3-MMC, 09.01.2024 (Berlin)

Ketamin, erworben als 3-MMC, 09.01.2024 (Berlin)

Ketamin, erworben als 3-MMC

 

Warnhinweis:

falschdeklariertes Ketamin
   

Untersuchungsbefund:

Ketamin-Hydrochlorid: 94,6 %

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.
  

Abgabe der Probe:

09. Januar 2023 in Berlin
  

Erscheinungsform der Probe:

farblose ("weiße") Kristalle
  

Risikoeinschätzung:

Ketamin wirkt nach nasaler Einnahme (schnupfen) ab einer Dosis von 75 bis 100 mg dissoziativ (Trennung von Körper und Geist) und kann bei höheren Dosen zur Sprach- und Bewegungsunfähigkeit führen (K-Hole). In diesem Zustand ist der Betroffene seiner Umwelt wehrlos ausgeliefert.

Die übliche nasalen Dosierungen (20- 80 mg) bzw. orale Dosierung von 3-MMC (50 - 250 mg) liegt in Bereichen,  in dem Ketamin (anfängt) dissoziativ zu wirken.

Wird Ketamin in der Annahme konsumiert, es handele sich um die stimulierende, empathogene und entaktogene Substanz 3-MMC, kann es beim Eintreten der unerwarteten und als gegenteilig empfundenen Wirkung zu starker Überforderung und Unfällen kommen.


  

Informationen zu Ketamin finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/ketamin
  

Safer Use:

Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!

Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

Ketamin und 3-CMC, erworben als 3-MMC, 08.01.2024 (Berlin)

Ketamin und 3-CMC, erworben als 3-MMC, 08.01.2024 (Berlin)

Ketamin und 3-CMC (Clophedron), erworben als 3-MMC (Metaphedron)

 

Warnhinweis:

falschdeklariertes und verunreinigtes Ketamin
   

Untersuchungsbefund:

Ketamin-Hydrochlorid 49,0 %
3-CMC-Hydrochlorid ohne Mengenbestimmung

  
Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.
  

Abgabe der Probe:

08. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform der Probe:

weißes Pulver
  

Risikoeinschätzung:

Ketamin wirkt nach nasaler Einnahme (schnupfen) ab einer Dosis von 75 bis 100 mg dissoziativ (Trennung von Körper und Geist) und kann bei höheren Dosen zur Sprach- und Bewegungsunfähigkeit führen (K-Hole). In diesem Zustand ist der Betroffene seiner Umwelt wehrlos ausgeliefert.

Die übliche nasalen Dosierungen (20- 80 mg) bzw. orale Dosierung von 3-MMC (50 - 250 mg) liegt in Bereichen,  in dem Ketamin (anfängt) dissoziativ zu wirken.

Wird Ketamin in der Annahme konsumiert, es handele sich um die stimulierende, empathogene und entaktogene Substanz 3-MMC, kann es beim Eintreten der unerwarteten und als gegenteilig empfundenen Wirkung zu starker Überforderung und Unfällen kommen.

3-CMC verstärkt bestimmte Nebenwirkungen von Ketamin, z.B. auf das Herz-Kreislauf-System, und führt zu einer zusätzlichen Belastung von Körper und Psyche.
  

Informationen zu Ketamin finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/ketamin
  

Safer Use:

Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!

Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

3-CMC (Clophedron), erworben als Ketamin, 09.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), erworben als Ketamin, 09.01.2024 (Berlin)

3-CMC erworben als Ketamin

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe und Menge:

3-CMC-Hydrochlorid:     ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein Ketamin nachgewiesen.
  

Abgabe der Probe:

09.01.2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

Farblose ("weiße") Kristalle
  

Risikoeinschätzung:

Wird 3-CMC in der irrigen Annahme konsumiert, es handele sich um Ketamin, kann es aufgrund der überwiegend gegenteilig empfundenen Wirkungen zu einer starken Überforderung kommen. 

Das gesundheitliche Risiko ist besonders hoch, wenn bestimmte Gegenanzeigen (Kontraindikationen) für 3-CMC vorliegen. Dies betrifft z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte psychische Anfälligkeiten.

Ketamin wird gelegentlich in hohen Dosen konsumiert, die für 3-CMC eine gefährliche Überdosierung darstellen.
    

zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)

  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

4-CMC (Clephedron), erworben als MDMA, 08.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als MDMA, 08.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als MDMA

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe:

4-CMC-Hydrochlorid (ohne Mengenbestimmung)

Es konnte kein MDMA nachgewiesen werden.

 

 

Abgabe der Probe:

08. Januar 2024 in Berlin

 

Erscheinungsform:

weißes Pulver

 

Risikoeinschätzung zu 4-CMC:

4-CMC = (4-Chloromethcathinon, Clephedron) wird den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört zur Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. Über die Wirkungen, Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen kaum gesicherte Informationen vor. Insbesondere wurden nie klinische Studien (experimentelle Untersuchungen am Menschen) durchgeführt.

Wie Mephedron wirkt 4-CMC hemmend auf die Transporter der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und erhöht damit die Konzentration der aus den Nervenzellen freigesetzten Botenstoffe im Gehirn. Im Tierversuch erhöhte 4-CMC mit ähnlicher Potenz wie Mephedron den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Bewegungsaktivität. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Dopamin im Raum zwischen den Nervenzellen wird 4-CMC ein „Missbrauchspotential“ (Craving, Abhängigkeitsrisiko) zugeschrieben.

In Zellkultur-Versuchen führt 4-CMC zur vermehrten Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, kurz ROS), schädigt Zellmembranen und beeinträchtigt die Funktion von Mitochondrien (Zellbestandteile, die die Zellatmung und damit die Energiegewinnung ermöglichen). Dies wird mit einer Schädigung insbesondere von Nerven- und Leberzellen in Verbindung gebracht.

Safer Use

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

4-CMC (Clephedron), erworben als MDMA, 08.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als MDMA, 08.01.2024 (Berlin)

4-CMC (Clephedron), erworben als MDMA

 

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe:

4-CMC-Hydrochlorid (ohne Mengenbestimmung)

Es konnte kein MDMA nachgewiesen werden.

 

 

Abgabe der Probe:

08. Januar 2024 in Berlin

 

Erscheinungsform:

weißes Pulver

 

Risikoeinschätzung zu 4-CMC:

4-CMC = (4-Chloromethcathinon, Clephedron) wird den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört zur Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. Über die Wirkungen, Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen kaum gesicherte Informationen vor. Insbesondere wurden nie klinische Studien (experimentelle Untersuchungen am Menschen) durchgeführt.

Wie Mephedron wirkt 4-CMC hemmend auf die Transporter der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und erhöht damit die Konzentration der aus den Nervenzellen freigesetzten Botenstoffe im Gehirn. Im Tierversuch erhöhte 4-CMC mit ähnlicher Potenz wie Mephedron den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Bewegungsaktivität. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Dopamin im Raum zwischen den Nervenzellen wird 4-CMC ein „Missbrauchspotential“ (Craving, Abhängigkeitsrisiko) zugeschrieben.

In Zellkultur-Versuchen führt 4-CMC zur vermehrten Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, kurz ROS), schädigt Zellmembranen und beeinträchtigt die Funktion von Mitochondrien (Zellbestandteile, die die Zellatmung und damit die Energiegewinnung ermöglichen). Dies wird mit einer Schädigung insbesondere von Nerven- und Leberzellen in Verbindung gebracht.

Safer Use

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

3-CMC (Clophedron), erworben als 3-MMC, 08.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), erworben als 3-MMC, 08.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron), erworben als 3-MMC

 

Warnhinweis:

fehldeklarierte Substanz
  

Wirkstoffe:

3-CMC-Hydrochlorid: ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.
  
  

Abgabe der Probe:

08. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform der Probe

weißes Pulver
  

Risikoeinschätzung zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

3-CMC (Clophedron) und eine unbekannte Substanz, erworben als 3-MMC, 09.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron) und eine unbekannte Substanz, erworben als 3-MMC, 09.01.2024 (Berlin)

3-CMC (Clophedron) und eine unbekannte Substanz, erworben als 3-MMC

 

Warnhinweis:

fehldeklarierte und verunreinigte Substanz
  

Wirkstoffe:

3-CMC-Hydrochlorid: ohne Mengenbestimmung

unbekannte Substanz: ohne Mengenbestimmung

Es wurde kein 3-MMC nachgewiesen.
  

Wir raten vom Konsum dieser Substanz ab !
  

Abgabe der Probe:

09. Januar 2024 in Berlin
  

Erscheinungsform der Probe:

farblose ("weiße") Kristalle
  

Risikoeinschätzung zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen und Verunreinigungen. Deshalb solltest du Pulver und Kristalle, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.
  • Über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Cathinonen gibt es nur relativ wenig fundiertes Wissen. Beim Konsum lässt du dich somit auf unbekannte Risiken ein.

Gemisch aus MDMA, 3-CMC und 4-CMC, erworben als Mephedron, 9.01.2024 (Berlin)

Gemisch aus MDMA, 3-CMC und 4-CMC, erworben als Mephedron, 9.01.2024 (Berlin)

Gemisch aus MDMA, 3-CMC und 4-CMC, erworben als Mephedron

Warnhinweis:

Falschdeklaration

 

Wirkstoffe und Menge:

MDMA-Hydrochlorid 3,6 %
3-CMC-Hydrochlorid ohne Mengenbestimmung
4-CMC-Hydrochlorid ohne Mengenbestimmung

  
Es wurde kein Mephedron nachgewiesen.

Aufgrund der komplexen Zusammensetzung der Substanz und der daraus resultierenden schwer vorhersehbaren Wirkungen und Risiken raten wir vom Konsum ab!
  

Abgabe der Probe:

09.01.2024 in Berlin
  

Erscheinungsform:

gelbliche Kristalle

Die Probe enthielt gelbe und braune Krümel und roch nach Cannabis. Dies deutet auf eine unsachgemäße Herstellung und Verpackung der Substanz hin.
  

Risikoeinschätzung:

MDMA, 3-CMC und 4-CMC verstärken sich in unkalkulierbarer Weise in ihren Wirkungen und Nebenwirkungen.
    

zu 3-CMC:

3-CMC (3-Chlormethcathinon, Clophedron) wird den neuen psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört in die Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es wird synthetisch hergestellt. Die chemische Struktur ist ähnlich wie die von 3-MMC und Mephedron (4-MMC).

Da es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über (dosisabhängige) Wirkungen, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gemacht werden. Der aktuelle Stand des Wissens basiert fast ausschließlich auf Berichten von Konsument*innen.

Vermutlich bewirkt 3-CMC die Freisetzung der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus Nervenzellen und hemmt deren Wiederaufnahme.

Der Konsum von 3-CMC kann mit einer (sexuell) stimulierenden, den Bewegungsdrang erhöhenden, empathogenen und euphorisierende Wirkung einhergehen.

Das Craving könnte wegen der möglichen Dopamin-Freisetzung im Gehirn nach dem Konsum von 3-CMC stark ausgeprägt sein; das Abhängigkeitsrisiko wäre dadurch hoch.

3-CMC wird eine neurotoxische Wirkung zugeschrieben, es besteht die Möglichkeit von Nervenzellschädigungen.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Erhöhte Körpertemperatur, Schwitzen und Dehydration (Flüssigkeitsmangel im Körper)
  • Zähneknirschen
  • erweiterte Pupillen
  • Steigerung des Blutdruckes und der Herzfrequenz
  • Unterdrückung von Hunger, Durst und Harndrang
  • Übelkeit
  • Paranoia, psychotische Phasen (bei hohen Dosen)
  • Durchblutungsprobleme (kalte Hände und Füße)
  • Krampfanfälle
  • sexuelle Funktionsstörungen, depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit (vor allem als Nachwirkung)
      

zu 4-CMC:

4-CMC = (4-Chloromethcathinon, Clephedron) wird den Neuen Psychoaktiven Substanzen zugeordnet und gehört zur Gruppe der Cathinone („Badesalze“). Es ist strukturell mit Mephedron (4-MMC) verwandt. Über die Wirkungen, Risiken, Toxizität, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von 4-CMC liegen kaum gesicherte Informationen vor. Insbesondere wurden nie klinische Studien (experimentelle Untersuchungen am Menschen) durchgeführt.

Wie Mephedron wirkt 4-CMC hemmend auf die Transporter der Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und erhöht damit die Konzentration der aus den Nervenzellen freigesetzten Botenstoffe im Gehirn. Im Tierversuch erhöhte 4-CMC mit ähnlicher Potenz wie Mephedron den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Bewegungsaktivität. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Dopamin im Raum zwischen den Nervenzellen wird 4-CMC ein „Missbrauchspotential“ (Craving, Abhängigkeitsrisiko) zugeschrieben.

In Zellkultur-Versuchen führt 4-CMC zur vermehrten Bildung von freien Radikalen (reaktive Sauerstoffspezies, kurz ROS), schädigt Zellmembranen und beeinträchtigt die Funktion von Mitochondrien (Zellbestandteile, die die Zellatmung und damit die Energiegewinnung ermöglichen). Dies wird mit einer Schädigung insbesondere von Nerven- und Leberzellen in Verbindung gebracht.

Informationen zu MDMA finden sich auf unserer Homepage:

https://drugchecking.berlin/index.php/substanzen/mdma-ecstasy 

  

Safer Use:

  • Bei Pulvern und kristallinen Proben lassen sich oft Verunreinigungen und Falschdeklarationen feststellen. Deshalb solltest du Pulver, wenn möglich, vor dem Konsum testen lassen!
  • Falls dies nicht möglich ist und du es trotzdem konsumieren willst, dann taste dich anhand von kleinen Mengen vorsichtig an die erwünschte Dosis heran.

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